Baden & Württemberg

23.000 Kontinentbrote verkauft

Aktion der Innungen Buchen und Mosbach erbrachte 6930 Euro für Weltjugendtag


Mosbach (ck). Einen „außergewöhnlichen Gottesdienst“, so befand Dekan Klaus Bader, erlebten die Besucher in der Mosbacher Kirche St. Cäcilia zum Abschluss der Aktion „Kontinent-Brot“, das inzwischen deutschlandweit bekannt geworden ist.

Auf ihrem traditionellen Banner, mit dem die Mitglieder der Mosbacher und Buchener Bäckerinnungen feierlich in die Kirche einmarschierten, stand eigentlich schon das aktuelle Aktionsmotto in anderen, jahrzehntealten Worten geschrieben: „Wenn jeder Teil den ander’n stützt, können wir nicht untergehen – weil jeder so dem Ganzen nützt und sichert das Bestehen“. Die Bäcker sprachen im Gottesdienst die Fürbitten und bei der Heiligen Kommunion wurden keine Hostien, sondern „la(e)ibhaftiges“ Brot ausgeteilt.

Vom Erfolg seiner Idee, „ein Brot für die Jugend der Welt zu backen“, war selbst der Bäckerfachvereinsvorsitzende im Kreis, der Mudauer Siegfried Brenneis, überrascht. Sein ursprüngliches Ziel, 15.000 Kontinentbrote für einen guten Zweck zu verkaufen, wurde bei weitem übertroffen.

Tatsächlich gingen über 23.000 Kontinentbrote über die Bäckertresen und sprudelten seit April diesen Jahres nach dem Auftakt in Buchen exakt 6930 Euro in die Kassen der beiden Dekanate. Aus der vorbildlichen Aktion, an der sich 38 Bäckereien aus dem Kreis beteiligten und zu der die AOK zusammen mit der Bäko Buchen die Verkaufstüten sponsorten, kamen pro verkauften Brotes 30 Cent den „Tagen der Begegnung“ im Dekanat im Vorfeld des XX. Weltjugendtages in Köln zugute. Zudem erhalten die 70 Weltjugendtages-Besucher aus den beiden Dekanaten ihre Fahrtkosten ersetzt und sie werden mit einheitlichen T-Shirts für das große Kirchen-Happening, bei dem auch unser deutscher Papst zu Gast sein wird, ausstaffiert.

Nach dem Gottesdienst waren die „Steuerungsgruppen“ der Seelsorgeeinheiten und Pfarreien und die Gottesdienstbesucher noch in den Hinterhof von St. Cäcilia zum gemütlichen Beisammensein eingeladen. In seiner Ansprache ging Mosbachs OB Gerhard Lauth auf die Erfolgsstory eines Brotes ein, das bundesweit Furore machte. Die von den Bäckerinnungen ins Leben gerufene Aktion, sei nicht nur ein Beleg für den goldenen Boden, sondern auch für den ehrbaren Boden des Handwerks.

Walter Augenstein, Landesinnungsmeister des BIV Baden, bewies seine Bibelfestigkeit durch profunde Kenntnisse über die Verwendung und den Symbolcharakter von Brot in der christlichen Liturgie und Religion. Kreishandwerksmeister Theo Häfner hob hervor, dass die Bäcker immer neue Wege gingen und sich durch hohe Flexibilität auszeichneten.


Artikel vom 25.08.2005
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