Hessen
300 Jahre im Zeichen des Erfolgs
Großes Jubiläum der Bäckerei Kraft-Friedrich: Festakt und Sonderaktionen übers Jahr

Eine Ehrenurkunde der HWK Rhein-Main erhielten Gisela und Markus Friedrich von Dr. Christof Riess (von links). Foto: dt-press
Nach Empfang und Begrüßung kamen viele Redner zu Wort. Alle gratulierten zum Jubiläum und wünschten für die Zukunft alles Gute mit viel Erfolg.
Bürgermeister Willi Kredel von der Gemeinde Brombachtal meinte, eigentlich sei schon der 28. Januar 1691 als Gründungsdatum der Bäckerei anzusehen. Von damals gebe es den Nachweis der Heirat eines Bäckermeisters mit dieser Adresse, und eine solche Hochzeit sei wohl kaum ohne den nötigen Hintergrund durchgeführt worden. Energie, Kreativität, Mut, Zielstrebigkeit und Zuversicht hätten es ermöglicht, eine so lange Zeit zu bestehen.
Dr. Christof Riess, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Rhein-Main bekräftigte, es sei nicht alltäglich, eine so lange Zeitspanne mit einer Feier abrunden zu können. Auf die direkte Geschichte des Betriebes eingehend sagte er, in den ersten 150 Jahren seien es immer Frauen gewesen, die mit Bäckermeistern über Einheirat den Betrieb weiter entwickelt haben. Dr. Riess würdigte, dass dieser Betrieb immer wieder ausgebildet und damit jungen Menschen gute Chancen gegeben habe. Am Ende seiner Ausführungen überreichte Dr. Riess eine Ehrenurkunde der HWK Rhein-Main.
Stellv. LIM Wolfgang Schäfer sagte, 300 Jahre zu backen sei ein Zeitraum der kaum in kurze Worte zu fassen sei. Auch damals haben die Bäcker mit Problemen und Schwierigkeiten ihrer Zeit umgehen und sie lösen müssen. Heute werde in diesem Zusammenhang „eine Kultur des Jammerns auf hohem Niveau gepflegt“ wie sie in einer solchen Form damals nicht vorhanden gewesen sein dürfte. Als im 20. Jahrhundert während und nach den Kriegen die Versorgung der Bevölkerung an vorderster Stelle gestanden habe, sei auch nicht gejammert worden, man habe sich einfach den Herausforderungen gestellt. Die Bäckerei Kraft-Friedrich, so Schäfer, sei geprägt von ihrer Geschichte. Künftig sei nicht die Asche zu nehmen, sondern die Glut, um immer wieder neue Feuer zu entfachen.
Landrat Horst Schnur wies darauf hin, dass er es trotz seines engen Terminkalenders nicht habe versäumen wollen, diesen Feiertermin wahrzunehmen. Die heutigen Inhaber Gisela und Sohn Markus Friedrich sollten stolz auf ihren Beruf und die Tradition der Bäckerei sein. Als Geschenk überreichte er einen Ehrenteller.
Verteilt über das ganze Jahr konnten die Kunden am Jubiläum partizipieren. Es gab und gibt immer wieder Sonderangebote. Speziell zum Jubiläum wurde zum Beispiel ein Jubiläumsbrot entwickelt und während des ganzen Jahres der 750-Gramm-Laib zu 1,99 Euro verkauft. Über das gesamte Jahr hinweg wird zur Abgabe von Sonderangeboten eine so genannte Jubiläumstüte verwendet. Darauf ist ein Glückslos zum Ausfüllen abgedruckt. Jeden Monat werden aus den Einsendungen fünf Einkaufsgutscheine in Höhe von 25 Euro ausgelost.
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