Bayern
Staatspreis für Spitzenleistungen
Eine so hohe Auszeichnung gibt es sonst nirgends: In Bayern sind die besten Brotbäcker mit dem Staatsehrenpreis des Bäckerhandwerks prämiert worden.

Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (vorne 2. v. r) und Heinrich Traubliner (l.) mit den Preisträgern.
„Mit dem Staatsehrenpreis zeichnen wir Spitzenleistungen aus – dauerhafte Qualitätsarbeit nicht einmalige“, sagte Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner. Im Vierschimmelsaal des ehemaligen Wohn- und Regierungssitzes der bayerischen Könige überreichte er die Urkunden und Medaillen. „Ihr Handwerk gehört zu edelsten“, betonte Brunner gegenüber den Preisträgern und rund 150 Gästen. Und er fügte hinzu: „Wenn man Lebensmittel herstellt, ist das eine besondere Verantwortung.“
Der Landwirtschaftsminister hob in seiner Festrede den Trend zur „Regionalität“ bei Lebensmitteln hervor. Bäcker bezeichnete er als die „glaubwürdigsten Botschafter“ für regionale Produkte. „Sie haben die Möglichkeit, aus regionalen Rohstoffen etwas Besonderes zu machen“, sagte Brunner. Und er appellierte an die Handwerker, „wo immer das möglich ist, bayerische Rohstoffe zu verwenden“, um den Wunsch der Kunden nach regional erzeugten und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln zu erfüllen.
Dass Bayerns Bäcker ihr Handwerk beherrschen, unterstrich Landesinnungsmeister Heinrich Traublinger mit aktuellen Wirtschaftsdaten. Aller Voraussicht nach werde das Handwerk im Jahr 2011 zum ersten Mal einen Jahresumsatz von mehr als 2,4 Milliarden Euro erzielen – ein Zuwachs der „merkbar über der Inflationsrate liegt.“ Traublinger: „Das bayerische Bäckerhandwerk kann mit seinen Produkten, deren Qualität und seinen Dienstleistungen punkten.“
Der Landesinnungsmeister lobte die Preisträger für das „Top-Niveau“ ihrer Brote. Und er wies auf die Werbewirksamkeit der Auszeichnung hin. „Das ist ein Preis, der, wenn Sie ihn richtig nutzen, nicht nur immateriell, sondern auch materiell weiterbringt.“
Genau so sieht das Herberg Schreck. „Ich bin stolz, dass ich den Preis bekommen habe, und ich werde damit werben“, freute sich der Bäckermeister aus Garching an der Alz. Fast jedes Jahr beteiligt er sich an der Brotprüfung. Diesmal hat er zehn Brote prüfen lassen, fünf davon sind mit „Gold“ prämiert worden. „Ich sehen die Brotprüfung auch als Hilfe für mich“, sagt Schreck über Kritikpunkte, auf die ihn die Prüfer aufmerksam machen.
Der Staatsehrenpreis des bayerischen Bäckerhandwerks ist zum elften Mal vergeben worden. Zwölf der Betriebe haben den Preis bereits einmal erhalten, acht sind neu dabei in der Spitzengruppe der 20 besten Brotbäcker. „Das freut mich besonders“, sagte Heinrich Traublinger. Dass Phänomen, dass immer wieder neue Gesichter im Kreis der Preisträger auftauchen, zeige, dass das „Reservoir an möglichen Bewerbern noch lange nicht ausgeschöpft ist“, betonte der Landesinnungsmeister.
Den Staatsehrenpreis 2011 bekommen haben:
Bäckerei Anders, Josef Anders, Bruckmühl; Bäckerei, Konditorei Willy Bauer, Herbert Bauer, Stephanskirchen; Bäckerei, Konditorei Böhm, Harald Böhm, Uttenreuth; Bäckerei Vier-Täler-Beck, Dietmar Brandes, Gößweinstein; Bäckerei, Konditorei Brücklmaier, Georg Brücklmaier, München; Bäckerei „der Deinhart“, Michael Deinhart, Rimsting; Brot- und Feinbäckerei Glaab, Christian Glaab, Schwandorf; Bäckerei Markus Holderied, Markus Holderied, Lindenberg; Bäckerei Hurler, Jörg Hurler, Günzburg; Eltingshäuser – Backspezialitäten Bäckerei Karch , Martin Karch, Eltingshausen; Bäckerei Edgar Kerling , Edgar Kerling, Bamberg; Friedberger Landbrot – Bäckerei Knoll, Hansjörg Knoll, Friedberg; Bäckerei, Konditorei, Café Wolfgang Landshuter, Jürgen Landshuter, Haidmühle; Bäckerei Rotter, Michael Rotter, Buxheim; Bäckerei-Konditorei Herbert Schreck, Herbert Schreck, Garching an der Alz; Der Bäcker Schuhbeck, Elisabeth Schuhbeck, Ruhpolding; Bäckerei Alfred Seel , Alfred Seel, Bamberg; Bäckerei Meinrad Stetter jun., Meinrad Stetter, Pfaffenhofen an der Roth; Bäckerei Bernd Wieser, Bernd Wieser, Grönenbach; Bäckerei Zechmeister, Herbert Zechmeister, Schönau am Königssee.
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