/ Bremen
„Großinnung“ oder regionale Fusionen?
Bäckerinnung Hameln-Pyrmont mit Überlegungen zu eventuellen Zusammenschlüssen
Börry/Hameln (pu). „Soll sich die Bäckerinnung Hameln-Pyrmont einer gemeinsamen „Groß-Innung“ – beispielsweise Hannover – anschließen oder sich im regionalen Raum des Weserberglandes andere Partner aus dem Ernährungsbereich suchen?“ Diese Frage stellte Obermeister Axel Schröer in den Mittelpunkt der Betrachtungen. Kreishandwerkerschafts-Geschäftsführer Ulrich Wichmann machte auf wichtige arbeitsgerichtliche Entscheidungen zum Zusatzurlaub für Behinderte und die Erstattungspflicht der Unfallkosten für den Privatwagen eines Mitarbeiters aufmerksam, wenn dieser sein Gefährt im Auftrage seiner Firma einsetzt.
Zu dieser Jahreshauptversammlung in der Gaststätte Zeddies in Börry entbot der Obermeister der Geschäftsführerin Heike Mau von der „meine Bäko“ aus Hildesheim, Ehren-Obermeister Herbert Rode, Kreishandwerkerschafts-Geschäftsführer Ulrich Wichmann, Fachlehrer Möhle sowie den Repräsentanten der Wesermühle und der Banken ein herzliches Willkommen. Einige „unliebsame Botschaften“ verkündete Wichmann zum Thema „Feinstaub-Verordnung“. Diese kann zu beträchtlichen Problemen führen, wenn die Städte geplante Fahrverbote verhängen. Fahrzeuge ohne Katalysator und ohne Dieselpartikel-Filter sind in den Innenstädten dann total tabu. Ein Nachrüsten der Lieferfahrzeuge ist empfehlenswert. Eine neue EU-Richtlinie befasst sich mit den „Lenkzeiten für Kraftfahrer“. Lastkraftwagen über 3,5 t müssen nun mit einem „Fahrtenschreiber“ ausgestattet sein.
Die Mitglieder erledigten einstimmig die Regularien – ohne Beitragserhöhung. Obermeister Schröer wies darauf hin, dass der Manteltarifvertrag seitens des Bäckerinnungsverbandes Niedersachsen/Bremen gekündigt wurde. Nach dem 1. Januar 2007 können die Betriebe eine 40-stündige wöchentliche Arbeitszeit vereinbaren. Der BIV empfiehlt, den bisherigen Tariflohn um drei Prozent aufzustocken, um den Anschluss an die Gesamtentwicklung nicht zu verpassen. Recht unterschiedlich verlief die Debatte um den „Anschluss an eine „Großinnung“. Sie wird für die kleineren Landbäckereien schwer zu erreichen sein. Zudem gehe der individuelle Bezug mit der Region verloren, befürchtete die Mehrheit der Anwesenden. Vorstandsmitglied Rudolf Pernath betonte: „Wir brauchen eine gewisse Stärke!“. Daher gehen die Überlegungen dahin, die Ernährungshandwerke zusammen zu führen. Dabei werde an benachbarte Bäcker, aber auch Fleischerinnungen gedacht.
Dabei gehe es nicht nur um den kollegialen Zusammenhalt, sondern auch um effektive Verbandsarbeit.
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