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Zweifelhaftes Vermögen

Zweifelhaftes Vermögen (Quelle: Fotolia)+
Zweifelhaftes Vermögen (Quelle: Fotolia)

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Schwarzgeld existiert nicht nur in Form von Scheinen

Bisweilen zählt auch Vermögen mit unklarem Hintergrund zur Erbmasse. Betroffene sollten umgehend fachlichen Rat einholen und den Sachverhalt prüfen lassen. Dazu kann gehören:

Geldanlagen: Nach wie vor horten Anleger heimlich hohe Summen auf ausländischen Konten oder Depots, insbesondere bei kleineren Banken. Wenn ein Auslandsdepot existiert, ohne dass ein Anleger je Erträge gemeldet hat, liegt der Schwarzgeldverdacht nahe – und ruft die Finanzbehörden auf den Plan.

Auslandsimmobilien: Einige Käufer geben den Wert einer Ferienimmobilie im offiziellen Notarvertrag absichtlich viel zu niedrig an. Die Differenz zwischen dem verbrieften und dem tatsächlichen Wert zahlen sie schwarz. Oder: Käufer erwerben eine alte Immobilie zum Spottpreis und beauftragen Schwarzarbeiter mit der Sanierung.

Bargeld: Auch größere Bargeldmengen im Nachlass sind nicht unproblematisch. Bei einem aufwändigen Lebensstil, der nicht im Einklang mit den Einkommensverhältnissen steht, kann der Fiskus die Finanzierung hinterfragen. Das Finanzamt kann eine Schätzung vornehmen. Erben müssen den Betrag nachversteuern und Hinterziehungszinsen zahlen.

Sonstiges: Stiftungen oder Trusts führen nicht zwangsläufig zur Steuerhinterziehung, können aber genau dazu genutzt werden. Heikel sind auch hohe Vermögenstransfers zwischen Eheleuten, auch auf ein Gemeinschaftskonto. Schnell werten die Finanzbehörden Transaktionen als Schenkung, die dem Finanzamt angezeigt werden müssen.

Quelle: BKL Fischer

Kühne + Partner

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