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Zur Rettung der City


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„Gastronomie und Handel sollten enger kooperieren“

Emden (tkl). Zur Rettung der Innenstädte sollten Einzelhandel, Kultur und Gastronomie noch viel enger zusammenarbeiten. Das Ziel: „Die Innenstädte müssen mannigfaltiger und multifunktionaler werden, der Angebotsmix in einer City facettenreich sein.“ Diesen Appell richtete Lovro Mandac an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg in Emden. Mandac ist Vorstandsvorsitzender der in der Systemgastronom „schwer aktiven“ Kaufhof Warenhaus AG und Vorsitzender von „Urbanicom“, des Deutschen Vereins für Stadtentwicklung und Handel.

Von der Situation des Handels in den Innenstädten zeichnete Mandac ein eher düsteres Bild. „Die Citys werden immer austauschbarer“, klagte er. Echte 1A-Lagen würden selten; die Immobilienpreise verfielen. Die Filialisierung und Nivellierung des Angebots in den Innenstädten hätten dramatische Ausmaße angenommen. Mit Kreativität und Innovationen müsse von Handel und Gastronomie reagiert werden, empfahl der Kaufhof-Chef. Eine wichtige Funktion kommt dabei nach seiner Auffassung der aktiven Mitarbeit in Gremien der Industrie- und Handelskammern, in Werbegemeinschaften, Gewerbevereinen und ähnlichen Zusammenschlüssen zu.

Zur Stärkung des Einzelhandels sei der Ruf nach Gesetzen ein Fehlgriff, befand der Diplom-Kaufmann. Allein der Kundenwille entscheide über die Zukunft des Einzelhandels. Hingegen sollten sich die Händler klar artikulieren und nicht drauf warten, dass die Kommune erkenne, wo sie der Schuh drücke. „Wir Händler sind die Steuerzahler, die Gemeinden und Städte unsere Dienstleister. Entsprechend müssen wir uns auch verhalten.“

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