ABZ - Das Fachportal für Bäcker

Was Gutes fürs Kröpfchen

Weitere Artikel zu


Von

Ernährungs- & Warenkunde

Bundesinstitut: Kritik an Jodprophylaxe unberechtigt

Die Menschen in Deutschland haben dank der bisherigen Jodversorgung immer weniger Kröpfe. Wie der Arbeitskreis Jodmangel berichtet, sei dieser Erfolg hauptsächlich auf die Verwendung von Jodsalz zurückzuführen. Dennoch müssten in Deutschland jährlich immer noch rund 100.000 Kropfoperationen durchgeführt werden.

Kritikern, die in dem gängigen Jodzusatz in Lebensmitteln eine „Zwangsmedikation“ und die Ursache für Schilddrüsenerkrankungen sehen, tritt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) mit einer Stellungnahme zur Bewertung des gesundheitlichen Nutzens und der Risiken der Jodprophylaxe entgegen: „Die Verwendung von Jodsalz im Haushalt, in der Gastronomie und in der Lebensmittelherstellung ist für die Gesundheit unbedenklich. Im Gegenteil: Durch die kontinuierliche Versorgung mit dem lebensnotwendigen Spurenelement ist das Risiko für eine vergrößerte Schilddrüse, den Jodmangelkropf, in den letzten Jahren deutlich gesunken.“

Der Jodgehalt in deutschen Böden und im Trinkwasser sei im Verhältnis zu anderen Regionen sehr gering. Um Mangelerscheinungen vorzubeugen, wird bei der Zubereitung von Speisen und der Herstellung von Back- und Fleischwaren häufig Jodsalz zugesetzt.

Jod dient dem Aufbau der Schilddrüsenhormone, die wichtige Prozesse im Körper wie Wachstum und die Entwicklung des Gehirns steuern. Empfehlenswert ist eine tägliche Zufuhr von zweihundert Mikrogramm. In der Schwangerschaft und Stillzeit haben Frauen einen erhöhten Tagesbedarf. Jodmangel verursacht bei Neugeborenen Entwicklungsstörungen und kann bei Jugendlichen und Erwachsenen eine Vergrößerung der Schilddrüse, den Jodmangelkropf, hervorrufen.

Hilfestellung für Laien: Jens Scheler sorgt mit den Backkursen für nachhaltig gutes Image.
Auch interessant

Backkurse für Touristen geboten

Von Zeit zu Zeit stehen in der Bäckerei Anton im kleinen thüringischen Steinheid neben Bäckermeister Jens Scheler Mitarbeiter in der Backstube, die sich bei der Arbeit auffällig ungeübt anstellen. mehr...

Weitere Artikel aus Praxis vom 11.03.2005:

 

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel