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Urlaubsentspannung beginnt mit Planung

Die Urlaubsplanung muss mit Chef und Kollegen abgesprochen werden. (Quelle: Fotolia)+
Die Urlaubsplanung muss mit Chef und Kollegen abgesprochen werden. (Quelle: Fotolia)

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Wer darf wann fahren? Können Urlaube angeordnet werden? Sind Verschiebungen möglich? Hier die Antworten.

Von Wolfgang Büser

und Maik Heitmann

Je größer der Betrieb oder auch nur eine Abteilung, desto eher kann es Probleme beim Erstellen des Urlaubsplans geben. Hier die wichtigsten Punkte, die bei einer möglichen „Wegfahrsperre“ Auseinandersetzungen bringen können:

Wenn die Arbeitnehmer sich in die Liste eingetragen haben: Wer legt dann endgültig fest, wer zu welcher Zeit machen kann?

Der Arbeitgeber – unter Berücksichtigung der Wünsche der Arbeitnehmer. Davon darf er nur abweichen, wenn dringende betriebliche Gründe entgegenstehen oder Terminwünsche anderer Kollegen Vorrang haben.

Und wenn mehrere Arbeitnehmer zur selben Zeit in Ferien gehen möchten, aber nicht alle gleichzeitig entbehrlich sind?

Dann ist vom Arbeitgeber eine „Sozialauswahl“ vorzunehmen, wenn sich die Beschäftigten nicht selbst einigen. Familienväter (oder -mütter) haben Vorrang vor Alleinstehenden, wenn Kinder vorhanden und die Eltern auf die Ferienmonate angewiesen sind.

Ansonsten können Arbeitnehmer, die länger im Betrieb sind, den Vorzug vor Jüngeren bekommen. Schließlich kann berücksichtigt werden, wer im Vorjahr bevorzugt wurde.

Was passiert, wenn Arbeitnehmer einer „Zuteilung“ nicht zustimmen?

Gespräche mit Kollegen können zu einer anderen Lösung führen. Sonst entscheidet der Arbeitgeber, in Betrieben mit Betriebsrat beide zusammen.

Darf der Arbeitgeber Betriebsferien anordnen?

Ja, wenn dies aus betrieblichen Gründen angezeigt ist. Etwa: Eine Arztpraxis schließt, weil der Doktor Ferien macht. In Betrieben mit Fließbändern sind Betriebsferien an der Tagesordnung. Ist ein Betriebsrat vorhanden, so geht nichts ohne ihn.

Kann ein Urlaubstermin vom Arbeitnehmer später geändert werden?

Ja, wenn dringende persönliche Gründe dafür sprechen. Beispiel: Ein naher Angehöriger stirbt. Dann muss neu geplant werden.

Darf auch der Arbeitgeber einen Termin verschieben?

Ja, wenn dies aus dringenden betrieblichen Gründen erforderlich ist. Beispiele: Unerwartete Auftragsflut, Krankheit mehrerer Mitarbeiter ohne die Möglichkeit, Ersatz zu bekommen. Aber: In diesen Fällen hat der Arbeitgeber den Mehraufwand zu tragen, den Mitarbeiter wegen der Verschiebung des Urlaubs aufzuwenden haben.

Was geschieht, wenn ein Arbeitnehmer während des Urlaubs krank wird: Kann er die dadurch ausgefallenen Tage „anhängen“?

Nein, er muss sich neu mit dem Arbeitgeber abstimmen. Eine eigenmächtige Urlaubsverlängerung ist ein Abmahnungs-Grund.

Benedikt Goeken (28) Bad Driburg (52 Standorte)
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