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Eine aktive und systematische Information der Medien lohnt sich auf jeden Fall / Von Christoph Beck
Schriftliche Presseinformationen sind das Herzstück der Medienarbeit. Die professionelle Aufbereitung und Verpackung eines Pressetextes vergrößert seine Chance, von den Journalisten veröffentlicht zu werden.
Machen Sie durch eine gute Vorarbeit dem Redakteur die Arbeit leichter. Er freut sich, wenn er mit einem Text nicht mehr Mühe hat als unbedingt nötig. Je mundgerechter, schmackhafter und leichter verdaulich Ihre Pressemeldung ist, desto größer ist Ihre Chance, dass der Redakteur sie auswählt.
Besonders wichtig sind natürlich Sprache und Stil. Denken Sie daran: Der Journalist ist der erste Leser Ihrer Botschaft. Ihn müssen Sie durch Überschrift und Einstieg auf Ihre Story neugierig machen. Ihn müssen Sie vom Wert Ihrer Information überzeugen.
Einfache Formulierungen und allgemein verständliche Aussagen kommen einfach besser an! Sprechen Sie stets zielgruppengerecht, also so, dass die Menschen, die Sie erreichen wollen, Sie auch verstehen.
Vermeiden Sie gestelztes Bürokratendeutsch, künstliche „Hochsprache“, Schachtelsätze und Passivformulierungen. Versuchen Sie nicht, sich mit wissenschaftlichen Erläuterungen und komplizierten Formulierungen zu profilieren. Lösen Sie sich von gewohnten Fachtermini, Expertendeutsch oder Technikerjargon. Bleiben Sie normal, kommunizieren Sie natürlich. Versuchen Sie, selbst komplexe und komplizierte Sachverhalte locker zu präsentieren, bildhaft und mit Beispielen rüberzubringen. Bemühen Sie sich, den Nutzen emotional zu vermitteln, den Empfänger der Information zu locken, zu begeistern.
Orientieren Sie sich beispielsweise an Wissenschaftssendungen im deutschen Fernsehen. Die werden beim breiten Publikum immer beliebter – nicht zuletzt, weil sie es verstehen, komplexe Vorgänge einfach, anschaulich und bildhaft darzustellen und somit verständlich zu machen.
Unternehmer, Experten oder Wissenschaftler haben häufig die Befürchtung, durch eine vereinfachende, allgemein verständliche Darstellung ihres Wissens käme das Thema nicht angemessen rüber. Aber es ist doch allemal besser, wenn zumindest der Kern des Themas, das Grundprinzip einer Entwicklung hängen bleibt, als wenn wegen der detailreichen und wissenschaftlichen Erläuterung gar nichts ankommt.
„So einfach kann man das doch nicht ausdrücken“, heißt es da immer wieder. Falsch: So einfach kann man nicht nur, so einfach muss man es ausdrücken, um in Medien und Öffentlichkeit Gehör und Anklang zu finden! Denn die Empfänger Ihrer Botschaft, also die Journalisten und Bürger, sind meist keine Experten auf Ihrem speziellen Fachgebiet. Was sie nicht verstehen, nehmen sie nicht an.
90 Prozent aller Pressemeldungen, die eine Redaktion erhält landen im Papierkorb. Wenn Sie zu den wenigen „Auserwählten“ gehören wollen, sollten Sie dem Journalisten seine Arbeit so einfach wie möglich machen, Ihre Pressetexte also möglichst journalistisch schreiben:
Inhalt sachlich aktuell, interessant, „nutzwertig“
Keine Superlative, kein Selbstlob
Dieser Aufbau erleichtert dem Redakteur die Arbeit: Er weiß bereits nach den ersten Zeilen, um was es geht, und kann entscheiden, wie er mit dieser Information weiter umgeht (der Zeitungsleser geht später genauso vor). Und je nach verfügbarem Platz kann er von hinten her streichen und die Meldung auf die passende Länge bringen, ohne die Kernbotschaft zu beeinträchtigen.
Gut ist es außerdem, wenn Sie Ihrer Pressemeldung ergänzend ein Foto, eine erläuternde Grafik oder eine andere optische Zusatzinformation beilegen können, die das Thema visualisiert.
Beispiel: Sie möchten in Ihrer Pressearbeit über Ihr neues Produkt xy informieren, mit dem es Ihnen gelungen ist, einen internationalen Großauftrag an Land zu ziehen.
Gehen Sie gezielt auf die unterschiedlichen Informationsbedürfnisse Ihrer Medienpartner ein. Bereiten Sie Ihre Botschaft so auf, dass sie für jeden Journalisten ein echter Wert ist. Die Investition wird sich lohnen.
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