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Porzellan ist die perfekte Grundlage

Gutes Geschirrdesign lässt Gebäcke und Heißgetränke hochwertig zur Geltung kommen. (Quelle: Fotolia)+
Gutes Geschirrdesign lässt Gebäcke und Heißgetränke hochwertig zur Geltung kommen. (Quelle: Fotolia)

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Ohne gutes Geschirr schmeckt Kunden der beste Kuchen nicht. Neben der Optik spielt der Reinigungsfaktor beim Kauf von Tellern und Tassen eine wichtige Rolle.

Von Hans Stumpf

Ein Kaffee und ein Stück Kuchen werden erst mit dem passenden zum Genuss. Denn der Gesamteindruck trägt entscheidend zum Eindruck des Kunden und Gastes bei. Wie auch beim Laden, darf es keine optischen Brüche geben. Hochwertige Backwaren und Kaffeespezialitäten müssen auch hochwertig präsentiert werden.

ist

besser als Steingut

Bei Tassen und Tellern sollte Porzellan der Vorzug gegeben werden. Im Unterschied zu Töpferware und Steingut hat glasiertes Porzellan eine dichte, hygienische Oberfläche und ein gutes Wärmespeichervermögen. Wird Porzellan gegen Licht gehalten, wirkt es transparent und durchscheinend.

Neben der dichten Oberflächenstruktur spricht auch die chemische und mechanische Widerstandsfähigkeit für Porzellan. Es wird weder durch Speisesäuren, noch durch Salz angegriffen.

Ideal für die

Spülmaschine

Dennoch sollten stark färbende Speisen wie etwa Tomatensoße und Rote Beete nicht zu lange auf Porzellantellern liegen. Denn trotz der feinen Oberfläche können sie Farbeinträge hinterlassen.

Für die gewerbliche Spülmaschine ist Porzellan ein ideales Spülgut. Von der glatten Oberfläche lassen sich Speisereste leicht entfernen. Das hohe Wärmespeichervermögen im Zusammenwirken mit der Klarspüllösung sorgt für eine gute Trocknung. Diese wird durch die gute Benetzbarkeit des Porzellans noch erleichtert. Generell ist dabei zu beachten, dass Reiniger und Klarspüler richtig dosiert sind.

Probleme kann es bei dekoriertem Porzellan geben. Porzellanoberflächen in dunklen Farbtönen lassen sich in gewerblichen Spülmaschinen in der Regel gut reinigen und klarspülen.

Dabei sollten zu hohe Wasserhärten vermieden werden. Gleiches gilt für den Gesamt-Salzgehalt des Wassers. Ansonsten wird der hohe Abdampfrückstand auf dem dunklen Hintergrund deutlich sichtbar.

Auf den Schutz der

Glasur kommt es an

Bei der Auswahl an Dekoren und auch bei der Herstellung von Porzellan mit dem Firmenlogo muss die Dekorart beachtet werden. Unterglasurdekore sind durch die Glasur geschützt und somit unempfindlich.

Inglasurdekore werden auf fertig glasiertes Geschirr aufgetragen und anschließend eingebrannt. Die Glasurmasse schließt die Farbpigmente und schützt sie. Deshalb sind Unterglasurdekore und Inglasurdekore spülmaschinenbeständig.

Den Hersteller um eine

klare Aussage bitten

Diesen nicht gleich zu setzen sind insbesondere im gewerblichen Bereich Aufglasurdekore. Ähnlich empfindlich sind handbemaltes Porzellan und Edelmetalldekore auf dem Porzellan. Hier empfiehlt es sich, vorab vom Hersteller eine schriftliche Aussage über deren Spülmaschineneignung zu erlangen.

Wobei nicht nur die Art der Glasur über die Qualität und Langlebigkeit von Porzellan entscheidet, sondern auch der Brand. „Unser Hartporzellan wird bei über 1400 °C gebrannt. Es hat eine hohe Kantenschlagfestigkeit und Kratzfestigkeit“, sagt Matthias Schöffel von der Porzellanfabrik Schönwald.

Gerade im hektischen Betrieb von Bäckerei, Konditorei und Café sieht Schöffel die Notwendigkeit von hoher Porzellanqualität. „Wenn zudem Kollektionen mit zeitlosem Design gewählt werden, kann das Porzellan für einen langen Zeitraum eingesetzt werden.“

Zeitloses Design

trifft frische Akzente

Damit „zeitlos“ nicht gleich auch „geschmacklos“ bedeutet, kann zeitloses Design immer wieder mit frischen Akzenten versehen werden. „Dabei empfehlen wir die Kombination mit saisonalen oder trendigen Accessoires“, sagt Susanne Schmidt von proHeq, einem Tochterunternehmen von WMF. So kombiniert WMF bei der Kollektion CultureCup Edelstahl, Porzellan und miteinander. Dabei können Kaffee- und Teegetränke dank verschiedenster Tassen, Gläser und Löffel in Szene gesetzt werden.

Das Tablett als Grundlage –

in doppelter Hinsicht

Grundlage im wahrsten Sinne des Wortes kann das Tablett der Kollektion sein, das auch noch Platz für ein Glas Wasser, Gebäck, Milch oder Zucker hat. Alle Teile der Kollektion sind spülmaschinengeeignet, wobei die Griffe und Tassen separat voneinander gereinigt werden können.

Der Porzellanhersteller Bauscher empfiehlt Abwechslung im Geschirrsortiment durch die Kombination von zeitlosen Motiven mit trendigen, wie die aus dem Playground-Sortiment. „So lassen sich inspirierende Tischkonzepte umsetzen, ohne dass gleich das gesamte Porzellan getauscht werden muss“, sagt Marketingleiterin Manuela Küfner.

Porzellan für den gewerblichen Einsatz ist von verschiedenen Herstellern auch für das maschinelle Spülen optimiert worden. Das heißt, es wurde so gestaltet, dass sich kein Spülwasser in Mulden oder Doppelwänden sammeln kann. Es muss also nicht noch nachgetrocknet werden.

Zudem zeigt auch hier das Porzellan seine Stärken, nämlich sein gutes Wärmespeichervermögen. Während des Reinigungsvorgangs mit der heißen Reinigungslösung wird es entsprechend erwärmt.

Hersteller nutzen den

Charme von Keramik

Durch den Zusatz von Klarspüler in der Frischwasser-Klarspülung werden die Geschirroberflächen von der Klarspüllösung voll benetzt. Das Restwasser läuft filmartig ab.

Im Vergleich zu Porzellan hat Keramik einen individuelleren Charme. Deshalb hat Vega die Porzellan-Serie Sidina in Keramik-Optik gestaltet. Mit den unregelmäßig lasierten Kanten wirkt sie wie von Hand gemacht und hat einen Vintage-Look.

Größen und Farben

sind kombinierbar

Das Geschirr gibt es in Beige, Türkis und Terrakotta und lässt sich sowohl in verschiedenen Größen als auch in den Farben miteinander kombinieren. Es empfiehlt sich für individuelle Cafés oder hochwertige Bäckergastronomie.

Der schnelle Kaffee für unterwegs ist in die Kritik geraten. Irgendjemandem fiel auf, dass die geschätzten sieben Millionen Tassen/Becher, die getrunken werden, wohl eine Menge Müll verursachen. Die Deutsche Umwelthilfe spricht von 38.000 Tonnen Kohlendioxid, die jedes Jahr für die Produktion von Coffee-to-go-Bechern in die Luft geblasen werden.

Mehrwegkonzepte

beginnen mit Freiburg

Von Freiburg ausgehend, forcieren Städte und Initiativen zunehmend Mehrweg-Becher. Auch die backende Branche macht mit. Am Markt erhältlich sind verschiedenste Porzellan- und Kunststoffbecher.

Unter Umweltgesichtspunkten interessant dürften Bambus-Becher sein. Diese werden in einem Verfahren über mehrere Schritte aus Bambusfasern und Mais hergestellt.

Solche Becher bringen dem Bäcker Aufmerksamkeit und Sympathie. Denn auch sie können mit Logo und Werbespruch versehen werden. Das kann zum Beispiel die knappe Aussage „Glücklichmacher“ sein. Die steht auf Verpackungen und Bechern der Bäckerei Jürgens.

Die eigene Handschrift

als Werbemittel

In dem Familienunternehmen stand ein Generationenwechsel an. Der Sohn wünschte sich, seine eigene Handschrift in der Bäckerei sichtbar zu machen. Eine Agentur nahm das wörtlich und ließ von ihren Grafikern auf Grundlage der Unterschrift des Juniorchefs das neue, moderne Logo gestalten.

Die bisherige Kernaussage „Nur vom Feinsten“ ersetzen nun moderne Statements wie „Lieblingsbäcker“ oder „Kaffeespezialist“.

Das Auge isst mit: Teller und Tassen sollten zum Produkt passen, das auf ihnen serviert wird. Für den Bäcker spielen zudem Wertigkeit des Produkts und damit die Haltbarkeit eine wichtige Rolle bei der Anschaffung.
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