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Einheitlichkeit bei Kleidung ist stilbildend

Für Kunden spielt der optische Auftritt des Personals bei der Kaufentscheidung eine Rolle. Die Mitarbeiterinnen müssen sich in ihrer Kleidung wohlfühlen, um sympathisch zu wirken. (Quelle: Mewa)+
Für Kunden spielt der optische Auftritt des Personals bei der Kaufentscheidung eine Rolle. Die Mitarbeiterinnen müssen sich in ihrer Kleidung wohlfühlen, um sympathisch zu wirken. (Quelle: Mewa)

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Neben den optischen Kriterien zählen bei der Anschaffung Funktionalität, Tragekomfort und der Service des Anbieters fürs Rundum-Sorglos-Paket

Von Hans Stumpf

ist aus dem nicht mehr wegzudenken. Im Laden ist ein einheitliches Outfit genauso notwendig, wie in der Produktion ein Outfit gefordert wird, das den hygienischen Anforderungen gerecht wird. Immer spielt jedoch der eine entscheidende Rolle. Das persönliche des Personals ist wichtig für einen positiven Auftritt.

Optik und

Tragekomfort zählen

„Wir haben die neue Mietberufskleidung von Mitarbeitern testen lassen“, zeigt Kathrin Scheffel, Prokuristin in Scheffels Frischbackstube, das Vorgehen auf. Rund 30 Filialen zählt der Familienbetrieb im Westerwald.

Die Mitarbeiterinnen in der Filiale in Altenkirchen konnten die neue Mietkleidung vom dbl-Vertragswerk Itex im Arbeitsalltag testen. „Kriterien waren: Gefällt sie? Ist sie bequem?“, erklärt Scheffel und warnt davor „über die Köpfe hinweg zu bestimmen“. Das sei meist kontraproduktiv.

Firmenlogo

auf allen Kleidungsstücken

Entschieden hat sich der Betrieb für eine Variante, die unterschiedlichsten Figuren und Größen gerecht wird. Die Farbgebung ist mit grauen Blusen oder Hemden eher schlicht. „Praktisch, dass die Ärmel krempelbar sind“, sagt Kathrin Scheffel.

So wird der Langarm bei Bedarf schnell zum Kurzarm. Latzschürzen in Bordeaux oder Anthrazit komplettieren das Erscheinungsbild. Zum einheitlichen Outfit gehört auch das Firmenlogo auf den Kleidungsstücken.

Denn die Berufskleidung muss nicht nur den Mitarbeitern gefallen, sie muss auch zum Gesamterscheinungsbild des Unternehmens passen. Claudia Urzinger-Woon vom Landshuter Unternehmen Urzinger Textilmanagement empfiehlt, in den Hausfarben zu wählen und diese mit Logos und Namensschildern zusätzlich zu personalisieren.

Die Berufskleidung sollte länger verfügbar sein, um neue Mitarbeiter passend im Design auszustatten. „Dies ist bei Miete meist eher gegeben als bei Kaufkleidung“, sagt Urzinger-Woon.

Zertifizierte Wäscherei

hält Richtlinien ein

Darüber hinaus müssen die HACCP-Richtlinien eingehalten werden. In der Schlussfolgerung heißt dies, dass nur in einer zertifizierten Wäscherei die Berufskleidung richtig gewaschen und aufgearbeitet werden kann.

„Da ist die Zusammenarbeit mit einem textilen Dienstleister sinnvoll“, bestätigt auch Kathrin Scheffel. Sie sieht in der Summe den Mietservice organisatorisch als weit weniger aufwändig als den Kauf von Berufskleidung. Dies auch, weil sehr kurzfristig auf neue Bestellungen reagiert wird.

Dienstleister waschen,

bessern aus, passen an

Firmen wie Urzinger, dbl oder Mewa bieten Miet- und Reinigungsservice aus einer Hand an. Das heißt, es wird jedem Mitarbeiter passende und saubere Kleidung zur Verfügung gestellt.

Getragene Kleidung geht zum Dienstleister zurück, wird gewaschen, gegebenenfalls repariert oder ausgetauscht und kommt dann wieder zum Nutzer. Kleidung von ausscheidenden Mitarbeitern wird zurückgenommen. Neue Mitarbeiter bekommen neue Kleidung.

Dieses Gesamtpaket an Serviceleistungen spiegelt sich im monatlichen Mietpreis wider. Im Vergleich zum Kauf von Berufskleidung ist dieser Preis höher. Wobei im Kaufpreis allerdings die Reinigungs- und Servicekosten nicht enthalten sind.

„Deshalb ist eine umfangreiche Beratung im Vorfeld immens wichtig“, argumentiert auch Kathrin Scheffels. „Das vermeidet Fehlentscheidungen, die für uns teuer werden können.“

Der Trend geht

zu Mischgeweben

Bei der Reinigung der Kleidung, gilt es die Norm EN 14065 zu berücksichtigen. Dieser spezielle Pflegeprozess garantiert mikrobiologische Unbedenklichkeit und sorgt für ein Maximum an Sicherheit bei der Textilhygiene. Dies stellt an die Materialauswahl der Berufskleidung besondere Ansprüche.

Der Trend geht hin zu Mischgeweben. Diese sind angenehmer zu tragen als schwere Baumwollgewebe. Gleichzeitig sind sie aber auch sehr gut geeignet für anspruchsvolle Waschvorgänge.

Bäcker baut

eigene Wäscherei

Ein Bäcker aus Süddeutschland ist selbst zum textilen Dienstleister für seine Mitarbeiter geworden. „Wir haben beim Neubau der Produktion gleich einen Raum für die Wäscherei mit eingeplant“, erklärt er. Sein Konzept sieht er ein wenig in der Grauzone und möchte deshalb nicht genannt werden.

Jeder Mitarbeiter in der Produktion holt sich dort täglich ein sauberes weißes Shirt. In allen Größen sind entsprechende Mengen vorrätig. Nach Arbeitsende werden die verschmutzten Shirts einfach wieder abgegeben und in der betriebseigenen Waschmaschine gewaschen. „Die Norm erfüllt diese wohl nicht. Jedoch sind die Shirts sauber“, beschreibt er seine Situation. Beanstandungen von Behördenseite hatte er noch keine.

Verwendet werden Shirts in einer hohen Qualität, die für das gewerbliche Waschen geeignet sind. Denn die Stoffauswahl trägt wesentlich zur Langlebigkeit der Berufskleidung bei.

Ausgeleiert, löchrig:

zu oft gewaschen

Ausgeleierte Kragen und Ärmel oder gar Löcher sind ein Zeichen dafür, dass die Kleidung zu oft gewaschen wurde und ausgetauscht werden muss. Es empfehlen sich Mischgewebe, die speziell für diese Anforderungen konzipiert wurden.

Die gibt es sogar im Jeans-Look in der Jobeline-Kollektion der Unternehmensgruppe Erwin Müller. Latzschürze und Kochjacke in hellen Denim-Look vermitteln ein Gefühl von Lässigkeit. Mit Stehkragen, Latzschürzen-Schlaufe im Nacken, zweigeteilter Ärmelstifttasche und raffinierter Verschlussleiste ist die Kochjacke ein Hingucker.

Kleidung sollte zum

Gesamtkonzept passen

Bei der Latzschürze im gleichen Look fallen das Nacken- und Taillenband aus echtem Leder auf. Praktisch sind Stifttaschen und Geschirrtuchlasche.

Solche trendigen Schürzen und Kochjacken empfehlen sich nur, wenn sie auch zum Gesamtkonzept des Betriebes passen. Ist eher Kaffeehausstil angesagt, sind schlichte Töne oder auch mal Signalfarben angesagt. Letztere sollen einen klaren Kontrapunkt zum dezenten Einrichtungsstil liefern.

Eine Bäckerei mit jungen Publikum, einem hohen Kaffeegetränke- und Snackgetränkeanteil wird hingegen eher modern auftreten. „Der Trend geht hin zu Casual und Sportiv“, sagt Carla Cacitti, Leiterin des Produktmanagements bei Bierbaum Proenen (BP).

Das Unternehmen bietet mit Kollektionsartikeln aus BP-Gourmet, sowie BP-Essentials eine Baukastenlösung nach dem Mix & Match-Prinzip. So können einzelne Träger und das Team individuell ausgestattet werden.

Dreiviertel lange Ärmel

sind chic und praktisch

Die Marke Weitblick vom Unternehmen Gottfried Schmidt OHG bietet Schürzen in knalligen Farben für Bäckerei und Café an. Weitblick empfiehlt Blusen mit dreiviertel Ärmel.

Diese sind praktisch, da kein Ärmel im Kuchen oder im Milchschaum landet. Gewebe, Knöpfe und Reißverschlüsse sind für die textile Aufarbeitung bei Dienstleistern ausgelegt.

Spezielle Kleidung

für die Fahrer

Gerade auch Fahrer von Bäckereien und Konditoreien sind eine Visitenkarte ihres Betriebes. Passanten und Kunden sollen schnell erkennen, von welchen Unternehmen der Fahrer ist. Durch eine entsprechende Berufskleidung wird die Professionalität der Arbeit untermauert.

Gleichzeitig sind auch funktionelle und sicherheitsrelevante Aspekte bei der Berufskleidung zu berücksichtigen. Werden Filialen in einem weiten Umkreis angefahren, sind längere Fahrzeiten gang und gäbe. Auch auf jahreszeitliche wechselnde Wetterbedingungen muss die Berufskleidung der Fahrer angepasst sein.

Engelberg Strauss bietet hierfür eine Kombination aus Bundhose mit Westen, Sweatjacken und Softshelljacken an. Die Bundhosen e.s.fusion hat ein flexibles Bundsystem, das beim Strecken und Bücken einen sicheren Sitz der Hose garantiert. Außerdem sind Bundhosen und Softshelljacken mit Reflektoren ausgestattet, um Sicherheit in der Dämmerung zu bieten.

Mietkleidung auch für die

Mitarbeiter des Fuhrparks

Auf Mietberufskleidung auch bei den Fahrern setzt die Bäckerei Bubner in Sonnenwalde in Brandenburg. Nachdem bereits der Verkauf und in den größeren Filialen die Küchenmitarbeiter mit Berufskleidung von dbl Steyer versorgt wurden, werden auch Produktion und Fuhrpark damit bedient.


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    Werner Kräling | Pierre Nierhaus | Bernd Kütscher | Rainer Veith

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