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Das Auge isst mit: Teller und Tassen sollten zum Produkt passen, das auf ihnen serviert wird. Für den Bäcker spielen zudem Wertigkeit des Produkts und damit die Haltbarkeit eine wichtige Rolle bei der Anschaffung. (Quelle: Vega)+
Das Auge isst mit: Teller und Tassen sollten zum Produkt passen, das auf ihnen serviert wird. Für den Bäcker spielen zudem Wertigkeit des Produkts und damit die Haltbarkeit eine wichtige Rolle bei der Anschaffung. (Quelle: Vega)

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Geschirr und Gläser setzen das Angebot des Bäckers und der Bäckergastronomie in Szene. Tradition und Trends sind gleichermaßen möglich. Qualität ist unumgänglich.

Von Hans Stumpf

An das wird häufig zu allerletzt gedacht, wenn eine neue Filiale eingerichtet oder ein Laden modernisiert wird. Dabei spielen Geschirr, Gläser und eine wichtige Rolle im Alltag des Ladens und des Cafés.

Sie unterstreichen die Qualität der damit servierten Produkte von der Kaffeespezialität bis zum Tortenstück. Passen die Tassen und Teller nicht dazu und wirken eher störend im Gesamteindruck, leidet die Empfindung des Kunden für die servierten Produkte.

Firmenphilosophie

übers Geschirr vermitteln

Deshalb heißt es, die richtige Wahl zu treffen. Dabei sollte zum einen das Design betrachtet werden. Was passt zu uns? Was passt zu unseren Produkten? Wie kann unsere Unternehmensphilosophie auch über das Geschirr vermittelt werden?

Bestes Beispiel ist das Kaffeeangebot. Damit sich ein Bäcker am Markt profilieren kann, muss er etwas Besonderes in Sachen Kaffeeauswahl und -qualität bieten.

Pappbecher sind

ein Auslaufmodell

Pappbecher sind selbst zur Mitnahme nicht mehr schick. Erst recht im Ladenlokal wird Kaffeegenuss aus einer ansprechenden Tasse zum Genuss.

Anbieter Vega hat die Porzellan-Serie Lekely neu im Sortiment. Das Innenleben der Kaffeetasse leuchtet in Rot, Gelb oder Grau. Passend dazu ziert die Snackplatten und die flachen Teller ein feiner farbiger Rand. Auch Espressotassen und Kaffeebecher sind im passenden Design gehalten.

Für Kaffeespezialitäten wie Cappuccino oder Latte Macchiato hat Vega das Kaffeeglas Barista im stylischen Design im Angebot.

Die Gläser eignen sich auch zur Präsentation von Desserts, Vorspeisen und Cocktails. Ist ein Ladenlokal eher traditionell ausgerichtet, passt die rustikale Emaille-Serie Luni gut dazu. Der typische blaue Rand an jedem Teil der Serie unterstreicht den Charakter eines handgefertigten Unikates.

Tasse und Griff lassen

sich separat reinigen

Milchkaffeespezialitäten, Tee oder auch Kakao lassen sich gut in den Glastassen mit 95 mm Höhe der Serie CultureCup von WMF Professional präsentieren. Das moderne Design unterstreicht der Griff aus Edelstahl. Praktisch für die Reinigung ist, dass Tasse und Griff separat voneinander gereinigt werden können.

Die Serie CultureCup kombiniert in mehr als 80 Teilen die Materialien Metall, Glas und Porzellan. Das Tablett der Serie bietet Platz für alle Tassengrößen plus ein begleitendes Glas Wasser, Milch oder Zucker.

Glasdruck stärkt

Corporate Design

Insbesondere Filialisten sind es, die Geschirr mit eigenem Logo passend zum Corporate Design des Betriebes anschaffen. Bei Gläsern kann dies mittels Glasdruck erfolgen. Das kostengünstige Verfahren bietet verschiedenste Gestaltungsmöglichkeiten. Handicap ist, dass der Glasdruck mit der Zeit verblasen oder abkratzen kann.

Die Alternative ist die Glasgravur mittels Laser. Dabei wird das Material ganz ohne Zusätze von Farben und Chemikalien verändert. Die Glasgravur ist dauerhaft spülmaschinenfest und verbleicht auch bei UV-Einstrahlung nicht. Allerdings hat dies auch seinen Preis.

Während sich der Bedarf an Gläsern im Bereich der Bäckergastronomie meist in Grenzen hält, wird Porzellan von der Tasse bis zu den verschiedensten Tellern verstärkt benötigt. Porzellan zu individualisieren, ist dann eher sinnvoll.

Das preiswerte Verfahren ist dafür die Aufglasur. Bedruckt werden lassen sich Außenflächen und Tellerfahnen. Vega bietet eine umfangreiche Auswahl an HKS- und Pantone-Farben, die spülmaschinengeeignet sind.

Inglasur veredelt

Innen- und Außenflächen

Wesentlich länger haltbar und spülmaschinenfest ist die Inglasur. Dafür werden keramische Farben verwendet. Veredelt werden so Innen- und Außenflächen.

Das individuelle Design auf Porzellan und Gläser ist bei Marktkontor ab 300 Teilen möglich. Zunächst werden Folienmuster bzw. Visualisierungen mit dem Firmenlogo erstellt und den Kunden präsentiert.

Individuelle Dekore

ab 300 Stück machbar

„Die Wertigkeit und die Werbewirksamkeit sprechen für den Einsatz eines individuellen Designs“, argumentiert Heike Brandes-Stehle, Geschäftsführerin von Marktkontor. Die Zahl 300 nennt auch Matthias Schöffel von der Porzellanfabrik Schönwald als Mindestmenge, um Tassen und Teller mit individuellen Dekoren zu versehen.

Es empfiehlt sich, für den gewerblichen Bereich nur Hotelporzellan und Glaswaren zu verwenden, die robust sind. Keramik sei zu weich in der Rohmasse und Haushaltsporzellan gehöre – wie der Name schon sagt – in den Haushalt. „Dabei sollte die Entscheidung nicht durch den Preis beeinflusst werden, da sich die Investition in hochwertige Qualität bezahlt macht“, rät Brandes-Stehle von Marktkontor.

Keramik-Optik

im Vintage-Look

Da Keramik jedoch auch einen besonderen Charme hat, kommt von Vega die Porzellan-Serie Sidina in Keramik-Optik. Mit den leicht unregelmäßig lasierten Kanten wirkt sie wie von Hand gemacht.

Die Elemente in verschiedenen Größen und Farben (Beige, Türkis, Terrakotta) lassen sich miteinander kombinieren und strahlen einen Vintage-Look aus.

Zwar spülmaschinengeeignet, jedoch nicht so langlebig sind Methoden wie der Digitaldruck auf Tassen und Teller. Das könnte bei kleinen Mengen und für Aktionen interessant sein.

Neben der Optik

entscheidet die Haltbarkeit

So können zum Beispiel jährlich für den Weihnachtsmarkt Tassen mit einem einmaligen Motiv gestaltet werden. Das Tassenpfand sollte gleich so hoch sein wie der Tassenpreis, damit auch Souvenirjäger auf ihre Kosten kommen.

Wobei neben dem Design auch die Haltbarkeit von Geschirr und Gläsern eine zentrale Rolle bei der Auswahl spielen muss.

Oberfläche

muss dicht bleiben

„Die Artikel müssen robust sein und über Stapelbarkeit, eine hohe Kantenschlagfestigkeit und einfaches Handling verfügen“, erklärt Manuela Küfner von Porzellanhersteller Bauscher.

Hochwertiges Profi-Porzellan muss auch noch nach Jahren intensivsten Gebrauchs eine homogene, absolut dichte Oberfläche aufweisen.

„Die hoch gebrannte Glasur bietet Keimen und Bakterien keine Angriffsfläche“, sagt Manuela Küfner. Bei Tassen und Kannen sorgt Bauscher mit geschliffenen und polierten Borden und Füßen für eine leichte Reinigung.

Keine Wasseransammlung

auf den Böden

Spülmaschinen-Profi-Porzellan, dass ist ein Hartporzellan, wie es etwa auch die Porzellanfabrik Schönwald bietet. Es wird bei über 1400 ° Celsius gebrannt, lässt sich aufgrund seiner Porzellan-Glasur mit besonders glatter Oberfläche sehr gut reinigen.

„Darüber hinaus ist das Geschirr bereits so konzipiert, dass das Wasser während der Reinigung gut abläuft und sich nicht in den Böden ansammelt“, erklärt Matthias Schöffel, Marketingleiter von Schönwald.

Werden Gläser in der Spülmaschine gespült, empfiehlt Susanne Schmidt von WMF Professional, die Spültemperatur möglichst niedrig zu halten und die Maschine direkt nach dem Spülvorgang zu öffnen.

Osmose sorgt für

glänzende Ergebnisse

Dadurch könne der Wasserdampf entweichen, und Flecken würden vermieden. Schmidt empfiehlt Reinigungsprodukte zu verwenden, die vom Hersteller empfohlen sind.

Um Bruch beim Handling zu vermeiden, rät WMF zur Nutzung von Spülmaschinen mit Osmose, deren einwandfreie Wasserqualität für „glänzende Ergebnisse“ sorgen. So entfällt das Abtrocknen und Polieren von Hand.

Der Ladenbauer

plant mit

Modern und trotzdem zeitlos: Das Geschirr für Heißgetränke, Gebäcke und Snacks soll verschiedene Zielgruppen ansprechen und für ganzheitlichen Genuss des Servierten sorgen.
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