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Schöner die Steuern nie klingen

Mitarbeiter zahlen für die Ausrichtung der Weihnachtsfeier mit. (Quelle: Shutterstock/Nelosa)+
Mitarbeiter zahlen für die Ausrichtung der Weihnachtsfeier mit. (Quelle: Shutterstock/Nelosa)

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Weihnachtsfeiern sind bis zu einem Freibetrag von 110 Euro pro Mitarbeiter steuerfrei – darüber kassiert der Fiskus

Betriebsveranstaltungen wie die liegen grundsätzlich im eigenbetrieblichen Interesse des Unternehmens und sind deshalb lohnsteuerfrei.

Allerdings hat die Finanzverwaltung für die Steuer- und Beitragsfreiheit enge Grenzen gesteckt. Die Finanzverwaltung stuft zwar Veranstaltungen, die im ganz überwiegenden eigenbetrieblichen Interesse stattfinden, als lohnsteuerfrei ein – bis zu einem Freibetrag von 110 Euro pro Arbeitnehmer. Ausgaben oberhalb dieses Betrags werden als geldwerter Vorteil steuerpflichtig.

Auch ein Sanitäter

wird versteuert

Zu diesen Kosten zählen alle Aufwendungen, die der Arbeitgeber für die Betriebsfeier hat – einschließlich Umsatzsteuer. Das sind Ausgaben für Speisen, Getränke, Tabakwaren und Süßigkeiten, die Übernahme von Fahrt- und Übernachtungskosten, Eintrittskarten, Musik und andere künstlerische Darbietungen, Ausgaben für Räume und Beleuchtung.

Sogar Kosten für anwesende Sanitäter, Gebühren für Behördenauflagen oder auch Stornokosten rechnet das Finanzamt ein. Bestimmte Ausgaben bleiben aber außen vor: Das sind die so genannten rechnerischen Selbstkosten, etwa die anteiligen Kosten für die Lohnbuchhaltung oder die Ausgaben für den Energie- und Wasserverbrauch während einer Betriebsfeier.

Wird eine teurer als geplant und überschreiten die umgelegten Kosten den Freibetrag, ist der übersteigende Betrag grundsätzlich steuerpflichtiger Arbeitslohn.

Pauschale Versteuerung

ist auch möglich

Bei der nächsten Gehaltsabrechnung müsste diese Summe dann auf das Gehalt aufgeschlagen werden, mit der Folge, dass dafür nicht nur , sondern auch Sozialversicherungsbeiträge fällig werden.

Es gibt allerdings eine Alternative: Der Arbeitgeber kann diesen Betrag mit 25 Prozent pauschal versteuern – damit bleibt auch der höhere Betrag für die Angestellten steuerfrei.

Lädt ein Unternehmer Angehörige oder andere Begleitpersonen zur Weihnachtsfeier mit ein, hat das steuerlich Konsequenzen: Deren Kostenanteil wird dem jeweiligen Mitarbeiter zugerechnet. Dadurch wird dessen individuelle Freibetrag kleiner.

Geschenke „anlässlich“

der Feier überreichen

Auch bei Geschenken muss die Freigrenze von 60 Euro inklusive Umsatzsteuer beachtet werden. Nur dann sind die Präsente steuerlich begünstigt. Außerdem verlangt die Finanzverwaltung, dass die Geschenke „anlässlich“ der Veranstaltung überreicht werden. Das heißt, es muss ein Zusammenhang zwischen Betriebsveranstaltung und Geschenk bestehen.

Den Freibetrag gewährt das Finanzamt für bis zu zwei Betriebsveranstaltungen pro Jahr. Bei weiteren Festen gibt es zwar keinen Freibetrag mehr. Arbeitgeber können aber wählen, bei welchen Veranstaltungen der Freibetrag genutzt werden soll. Unternehmer sollten die günstigste als Arbeitslohn behandeln und die teureren als Betriebsfeier mit Steuervorteil. (abz)

Die Teilnahme an einem Weihnachtsessen ist keine Pflicht.
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