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Ein sauberes Hemd, ein attraktiver Kittel und eine flotte Fliege – hier von Mewa – schmücken jede Servicekraft und begeistern die Kunden im direkten Kontakt+Zur Fotostrecke
Ein sauberes Hemd, ein attraktiver Kittel und eine flotte Fliege – hier von Mewa – schmücken jede Servicekraft und begeistern die Kunden im direkten Kontakt

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Der erste Eindruck muss stimmen. Deshalb setzen Bäckereien heute auf eine Top-Qualität in Sachen Berufsbekleidung.

Von Silke Liebig-Braunholz

Von einer schlampig angezogenen Servicekraft mit fettigen Haaren und schmutzigen Händen lässt sich heute kein Gast mehr bedienen. Die Personalhygiene ist Pflicht, die muss sitzen – neben Funktionalität und Tragekomfort sind es heute die modischen Akzente, mit denen sich Betriebe in ihrem Erscheinungsbild abheben können

„Das Design in der Berufsbekleidung ist in den vergangenen Jahren aufwendiger geworden. Schnitt- und Linienführung sind raffinierter – Farben spielen eine große Rolle“, sagt Britta Kunst-Uhlenbruck vom Hersteller in Köln. In seiner Produktentwicklung sei der Konfektionär mutiger geworden. Von stylischen Kochjacken mit raffinierten Applikationen über Bistroschürzen oder Vorbinder in neuen Farben wie sanftes Ecru oder warmes Braun bis hin zu flotten Kopfbedeckungen zeige das Produktportfolio farbliche Abwechslungen in den einzelnen Linien, die problemlos kombiniert werden können. „Wir bauen die Linien systematisch auf und greifen ineinander“, betont Kunst-Uhlenbruck.

Denn gefragt sind heute ebenso facettenreiche wie funktionale Kollektionen, die in Bezug auf Optik, Tragekomfort, Strapazierfähigkeit und CI-Charakter perfekt überzeugen – den kritischen Gast ebenso wie den anspruchsvollen Träger der Kleidung. Kombinationsvielfalt und individuelle Farbvariationen liegen im Trend: „Im dominieren oft kräftige Farben. Mit aktuell beliebten Tönen wie Mocca oder Cassis setzt sich das Team geschmackvoll in Szene“, erklärt auch Michael Koch, Verkaufsleiter der W. Marwitz Textilpflege GmbH in Lüneburg – ein Vertragswerk der Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH (DBL). „Gerade geschnittene Herrenhemden und figurbetonte Damenblusen in den neuen angesagten Farben stehen in der Beliebtheit weit oben. So werden cremefarbene Blusen aktuell gern zu moccafarbenen Bistroschürzen kombiniert – oder umgekehrt. Das vermittelt dezente Eleganz“, erklärt er.

Vorbinder, Koch- und Kellnerschürzen bieten weitere farbliche Kombinationsmöglichkeiten. Im Kontrast zu schwarzen oder weißen Blusen passen sie sich dem Corporate Design des Betriebes bzw. Cafés sauber an. Genau das gelingt auch mit passenden Accessoires wie etwa Halstüchern in diversen Farben. Neben der attraktiven Optik sind atmungsaktive und hautsympathische Materialien gewünscht – ebenso wie moderne Schnitte: „Hier reagieren wir mit Unisexschnitten, aber auch angesagten 5-Pocket-Hosen mit niedriger Leibhöhe“, beschreibt Koch.

Neue, flotte Schnitte

Auch Bierbaum-Proenen hat mit raffinierten Verarbeitungen, extravaganten Attributen und attraktiven Eyecatchern in den Kollektionen auf die modernen Bedürfnisse reagiert. So zeigt die Jeans der Kollektion Med&Care beispielsweise einen kleinen silbernen, eingestickten Zauberstab auf der hinteren Hosentasche – ein besonderes Highlight, das Aufmerksamkeit erregen soll. Es sind speziell die Kollektionen für die Branchen mit dem direkten Kundenkontakt, die durch pfiffig-farbliche Applikationen, neue Schnitte und flotte Accessoires überzeugen. Ob Workwear, Service oder Pflege – der Trend der Kleidung geht klar in Richtung Style und soll die persönliche Note des Trägers unterstreichen.

Neben den modischen und farblichen Akzenten, die im direkten Kundenkontakt eine übergeordnete Rolle spielen, wird für die Kleidung in der Backstube klassisch die Farbe Weiß gewählt. Denn noch immer wird in der Backstube gern die traditionelle Bäckerhose getragen, dazu ein weißes T-Shirt und ein weißer Vorbinder. Verstärkt hat hier auch die Funktionalität Vorrang. Zudem lassen sich die hohen Hygieneanforderungen gerade bei weißer Kleidung aufgrund ihrer kochfesten Beschaffenheit optimal umsetzen. Generell empfiehlt es sich daher, neben der Entscheidung für eine hygienegerechte Kollektion, die Pflege der Kleidung in die Hände eines professionellen textilen Dienstleisters zu geben. Denn die gesetzlichen Vorgaben zu Berufskleidung, deren Pflege und dem gesicherten Nachweis der wurden in den letzten Jahren deutlich verschärft. Damit gilt die konsequente Einhaltung der Hygienevorschriften für Lebensmittel verarbeitende Betriebe als existentielles Thema. Hier legt der Gesetzgeber sein Augenmerk nicht nur auf die Auswahl der neuen Berufskleidung. Er möchte sicherstellen, dass die Kleidung auch nach jeder Wäsche den hohen Kriterien an die Hygiene entspricht – im Sinne des Verbrauchers.

„Die dauerhafte Hygiene kann nur sichergestellt werden, wenn die eingesetzte Berufskleidung fachgerecht gesammelt, transportiert und gewaschen wird. Eine Wiederaufbereitung im Privathaushalt gilt aus hygienischen Gründen als bedenklich“, betont in diesem Zusammenhang der Geschäftsführer Finanzen und Organisation bei der , Andreas W. Merk. Ein Textil-Service stelle laut Andreas W. Merk letztendlich sicher, dass immer Ersatz vor Ort ist, die saubere Kleidung im Schrankfach liegt und der Betrieb auch beim Einsatz von Saisonkräften flexibel und schnell reagieren kann. Zudem kann ein Textilmanagement-Partner aufgrund seines umfangreichen Sortiments mit einer breit aufgestellten Größenauswahl auch schnell auf die gerade erst wieder eingestellten Auszubildenden reagieren – ein weiterer Vorteil in Punkto Flexibilität für Bäckereifachbetriebe. Letztendlich passe professionell gepflegte Kleidung in jedes HACCP-Konzept – das Sicherheitskonzept mit dem Ziel, Gesundheitsgefährdungen auszuschließen.

Maximale Sicherheit

Textil-Service-Unternehmen, die wie das Mewa Textil-Management entsprechend zertifiziert sind, erfüllen alle relevanten hygienischen Anforderungen. Generell garantieren professionelle Textildienstleister einen speziellen Pflegeprozess für mikrobiologische Unbedenklichkeit – das Maximum an Sicherheit bei der Textilhygiene.

Auch die Mietberufskleidung aus dem Haus Urzinger Textilmanagement erfüllt die strengen Hygiene-Richtlinien innerhalb der EU und damit die gesetzlichen Bestimmungen der Lebensmittelverordnung bezüglich Beschaffenheit und Aufarbeitung der Textilien. Urzinger hat sich in den letzten Jahren zudem verstärkt dem aktiven Umweltschutz im Sanitärbereich gewidmet und stattet diesen mit der Rico-Line komplett aus. Mit dieser Linie bietet das Unternehmen seinen eine Alternative zu Papierhandtuch-Systemen und weist darauf hin, dass Handtuchrollen im Gegensatz zu Papierhandtüchern etwa 100-mal gewaschen werden können. Der Energieverbrauch reduziere sich um rund 63 Prozent und die Treibhausgas-Emissionen um etwa 48 Prozent. Zudem werde etwa 79 Prozent weniger Abfall produziert.

Auch die DBL setzt auf Waschraumhygiene, die zweifellos die Personalhygiene beeinflusst. Denn schon das sorgfältige Händewaschen gilt als ein Akt der Hygiene und nicht ohne Grund wurden in den letzten Jahren Seifenstücke auf den Toiletten durch Seifenspender ersetzt, auf denen sich keine Mikroorganismen sammeln können. Seifenspender sind eine ebenso robuste wie hygienische Alternative und werden durch die DBL-Handtuchspender mit ihren textilen Trockenstoffen ergänzt. Der benutzte Handtuch-Bereich verschwindet dank automatischem Rolleneinzug im Gerät. Die separate Kammer für die saubere Handtuchrolle entspricht den aktuellen Hygiene-Vorschriften.


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