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Qualität muss ansprechend präsentiert werden

Die Kühltheke wurde bewusst am Ladeneingang platziert, um das Angebot an Torten herauszustellen.  (Quelle: Stumpf)+Zur Fotostrecke
Die Kühltheke wurde bewusst am Ladeneingang platziert, um das Angebot an Torten herauszustellen. (Quelle: Stumpf)

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Laden-Konzepte

Das neu gestaltete Ladengeschäft der Bäckerei Löbig sorgt für Aufmerksamkeit / Während der Umbauphase nur zwei Werktage geschlossen

Rödermark (p). „Es war die richtige Entscheidung“, sagt Bäckermeister Wolfgang Löbig. Zusammen mit seiner Frau Martina betreibt er in Rödermark-Urberach eine Bäckerei und hat jetzt einen neuen Laden. „Der Ladenumbau war für uns nichts Alltägliches. Aber mit Schrutka-Peukert hat es rundum geklappt.“

Bekannt ist die Bäckerei Löbig durch ihre handwerklich sehr gute Qualität. Wolfgang Löbig bäckt zum Beispiel ein Sauerteigbrot mit einer Zweistufenführung ohne den Zusatz von Backhefe. Für Weizenallergiker wird ein reines Roggenbrot frei geschoben gebacken. Die Grundlage für alle Brote ist der eigene Sauerteig.

Kosten in Grenzen gehalten

Hervorragende handwerkliche Qualität alleine reicht jedoch nicht mehr aus. Auch die Präsentation der Brote, Brötchen und feinen Backwaren muss stimmen. „Wie wichtig dies ist, sehen wir jetzt am neuen Laden“, zeigt Bäckermeister Löbig auf. „Die bisherigen Kunden sind beeindruckt und wir bekommen neue Kunden.“

Doch bis sich der neue Laden präsentieren konnte, dauerte es einige Zeit. Verschiedene Entwürfe und Angebote wurden eingeholt. Martina und Wolfgang Löbig waren sich jedoch auch einig, dass sich die Kosten in Grenzen halten müssten. „So wollten wir vermeiden, dass zum Ladenpreis nochmals genauso hohe Kosten für Arbeiten im Umfeld anfallen.“

Der Planer Paul-Stephan Hartfil von Schrutka-Peukert konnte hierzu ein Konzept vorlegen. Eingangsbereich, Schaufensterfront und auch die rückwärtigen Türen blieben gleich. Nur die Ladeneinrichtung selbst wurde neu gestaltet. „Dies hat auch eine wesentlich kürzere Umbauzeit zur Folge“, fügt Wolfgang Löbig noch an.

Am Samstag nach Ladenschluss wurde mit dem Umbau begonnen und am Mittwoch konnte das Geschäft im neuen Laden schon wieder eröffnet werden. Martina Löbig: „Unser Geschäft war also nur zwei Tage geschlossen. Wir brauchten weder einen Verkaufsanhänger zu mieten, noch war zu befürchten, dass Kunden abwandern.“

Möglich wurde dies durch die genaue Planung und Bauausführung der Ladenbauer und Schreiner der Firma Schrutka-Peukert. „Fünf Sterne für die Monteure vor Ort“, freut sich noch heute Wolfgang Löbig. Mit handwerklichem Geschick konnten diese auch die vorhandenen Tchibo-Regale integrieren.

Jetzt mit Kaffeeausschank

Auch dies war eine Vorgabe der Familie Löbig. „Nach wie vor zieht Tchibo Kunden zu uns in den Laden“, argumentiert Martina Löbig. „Wir sind hier im Ortskern der einzige Betrieb, der Tchibo anbietet.“ Also musste auch im neuen Laden das Sortiment seinen Platz finden.

Neben Tchibo-Kaffeebohnen und Non-Food-Artikeln wird jetzt auch Kaffee ausgeschenkt. An der Theke schließt sich hierzu ein Tisch an. Auch dies sieht Martina Löbig als richtige Entscheidung an. „Kaffee aus der Kanne ist kein großer Aufwand, jedoch ein kleiner Service für die Kunden.“

Im Mittelpunkt des Ladens steht die Theke. „Berücksichtigt werden muss, dass wir hier nur eine begrenzte Raumfläche zur Verfügung haben“, zeigt Planer Hartfil von Schrutka-Peukert die Situation auf. „Deshalb kann hier eine mehretagige Theke empfohlen werden. Nur so ist es möglich, das ganze Sortiment entsprechend zu präsentieren.“ Gleichzeitig ist die Theke trotzdem schmal gebaut, um den Platz optimal zu nutzen.

Ganz bewusst wurde an den Anfang der Theke der Kühlbereich gesetzt. Hier werden den Kunden Sahne- und Cremespezialitäten präsentiert. „Jetzt nehmen die Kunden dieses Angebot erstmals bewusst wahr“, ist Martina Löbig mit der Positionierung der Kühltheke zufrieden.

Die Bäckerei Löbig ist bekannt für Tortenspezialitäten wie Schwarzwälder Kirsch, Joghurtröllchen oder Zitronenschnitten. Hinzu kommen saisonal wechselnde Angebote wie beispielsweise die Zimt-Sahne-Schnitten. Gekühlt werden diese in einer Umluftkühlung in der Theke. Der Glasüberbau ist in der sogenannten Bistroform konstruiert, also senkrecht.

Mehr Platz durch Winkeltheke

Das umfangreiche Brötchensortiment wird in einer großen Schütte in der Theke angeboten. Diese ist durch Glasscheiben teilbar, was es ermöglicht, die Brötchen gut sortiert zu präsentierten. Alternativ können auch Körbe in die Schütte gestellt werden. Platz für die Brötchenpräsentation in der Theke wurde dadurch geschaffen, dass die Theke abgewinkelt wurde. „Es kostet zwar Platz auf Kundenseite, jedoch sehen die Kunden die Auswahl besser“, zeigt sich Wolfgang Löbig begeistert.

Schaufenster flexibel gestaltet

Vervollständigt wird der neue Laden durch großzügige Brotregale an der Rückfront. Während auf der einen Seite der Schriftzug der Bäckerei steht, sind über dem anderen Brotregal Tafeln angebracht. „Ideal für Werbung“, sagt Martina Löbig. „Die Kunden schauen dort hin, lesen die Aufschrift und schauen auch auf unsere Brote – eine prima Werbung.“

Reklame wird auch im Schaufenster gemacht. Gleichzeitig wird es allerdings aus Platzgründen auch als Stellfläche für Regale genutzt. Herausnehmbare Glasböden schaffen zum einem Transparenz und zum anderen Präsentationsfläche für Saisonartikel wie Plätzchen. „Auch dies ist eine gute Idee unseres Ladenbauers“, freuen sich Martina und Wolfgang Löbig.

Informationen zum Ladenbau:

Tel. 09221 9568-0

www.schrutka-peukert.de

Der Brezen-Meyer setzt auch weiterhin auf seine Kernkompetenz.
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