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Neues Gesetz gilt auch für Bewerbungen

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(abz). Am 25. Mai treten die EU-Datenschutzgrundverordnung und das neue in Kraft. Unternehmen müssen sich bei Bewerbungsverfahren auf neue Anforderungen einstellen. Darauf verweist der Anwalt für Arbeitsrecht und gewerblichen Rechtsschutz, Klaus-Dieter Franzen.

Bewerber müssen beim Eingang der Unterlagen über die Art der Datenerhebung informiert werden – wie den Namen und die Kontaktdaten des Verantwortlichen, die Zwecke, für die die Daten verarbeitet werden sollen oder den Hinweis auf das Recht, eine erteilte Einwilligung jederzeit widerrufen zu können.

Im Bewerbungsverfahren dürfen Fragen nach Grunddaten gestellt werden, und es können Unterlagen wie Zeugnisse angefordert werden. Es bleibt aber untersagt, Auskünfte über Privatleben, sexuelle Orientierung sowie über politische Ansichten oder die Weltanschauung abzufragen. Informationen aus diesen Bereichen dürfen nicht erhoben, verarbeitet oder gespeichert werden – auch nicht mit Einwilligung des Bewerbers.

Es ist strittig, ob es Unternehmen datenschutzrechtlich erlaubt ist, Daten und Informationen des Bewerbers im Internet zu suchen. Die Recherche in berufsbezogenen Netzwerken gilt als zulässig, in privaten sozialen Netzwerken als unzulässig.

dsgvo-gesetz.de/bdsg-neu/

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