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Mobil und komfortabel auf den Markt

Mercedes-Sprinter mit BSK-Kofferaufbau: Im Verkaufsraum stehen viel Stauraum und genügend Arbeitsfläche zur Verfügung. Wegen der Anhängerkupplung wurde der gefederte Auftritt am Heck verkürzt.+Zur Fotostrecke
Mercedes-Sprinter mit BSK-Kofferaufbau: Im Verkaufsraum stehen viel Stauraum und genügend Arbeitsfläche zur Verfügung. Wegen der Anhängerkupplung wurde der gefederte Auftritt am Heck verkürzt.

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Familie Schöll verkauft ihre Demeter-Backwaren hauptsächlich auf Wochenmärkten. Langwieriges Auf- und Abbauen ist nun vorbei.

Familie Schöll verkauft ihre Backwaren hauptsächlich auf Wochenmärkten. Statt eines mobilen Marktstandes verkaufen sie jetzt aus einem Verkaufsfahrzeug heraus. „Das war zu Beginn schon eine Umstellung, doch es war die richtige Entscheidung“, sagen Helga Schöll und ihr Mann Walter. Er ist es auch, der mit dem neuen Verkaufmobil von BSK auf die Märkte fährt. „Das ist für uns komfortabel und für die Kunden praktisch“, ergänzt Schöll. Verkauft werden Bio-Backwaren aus der Hofbäckerei, die im eigenen landwirtschaftlichen Betrieb in Brunzenberg im Landkreis Schwäbisch Hall mit 60 Hektar Fläche erzeugt werden. Im Jahr 2005 wurde neu gebaut und die Backstube mit einem großzügigen Landcafé erweitert.

Die nach Demeter-Richtlinien hergestellten Backwaren werden an Naturkostläden in der Region verkauft und an vier Wochentagen sind Walter Schöll und ein Mitarbeiter auf Märkten in der Region präsent. „Unsere Kunden haben das Verkaufsfahrzeug anfangs eher widerwillig angenommen“, gibt Helga Schöll zu. Denn so ganz ins Bild des Hofbäckers passte das moderne Fahrzeug nicht. Dennoch sah Familie Schöll keine Alternative und die Kunden haben den neuen mobilen Verkaufsstand dann auch schnell angenommen.

Für den Mercedes-Sprinter mit Kofferaufbau von BSK hat sich Familie Schöll nach langer Suche entschieden. Helga Schöll hat es vor allem „der solide und schnörkellose“ Innenausbau des Fahrzeuges angetan. Für Walter Schöll dagegen war schnell klar, dass als Fahrzeug nur ein Mercedes in Frage kommt. Ein starker 129 PS-Motor sorgt für eine gute Zugleistung und mit einem auf 3,5 Tonnen optimierten Gewicht kann das Fahrzeug mit dem PKW-Führerschein der Klasse B gefahren werden.

Der Mercedes Sprinter als Marktführer bei den Transportern wird von BSK vor allem als Kastenwagen zum Verkaufsmobil ausgebaut. Um einen Kofferaufbau auf ein Fahrwerk des Mercedes-Sprinter zu setzen, wird ein Tiefrahmen von AL-KO genutzt und damit eine Rahmenabsenkung um 205 mm zu ermöglichen. Der Antriebsstrang des hinterradgetriebenen Fahrzeuges kommt weiterhin von Mercedes. „Wir stehen also gar nicht so hoch über den Kunden“, erklärt Walter Schöll den Vorteil. Hinzu kommt, dass durch den Kofferaufbau genügend Platz zur Verfügung steht. Bei 227 cm äußerer Breite stehen innen 220 cm zur Verfügung.

Im Inneren des Fahrzeuges steht genügend Stauraum zur Verfügung. So können unter der Theke 40-er Körbe verstaut werden, in die Theke selbst ist eine Kühlung für drei Normbleche (60 x 40cm) integriert. nach Gewicht

Zum Verkauf kommen vor allem Brote, deren Getreide von den eigenen Feldern rund um die Backstube kommt. Angebaut werden vorwiegend alte Getreidesorten wie Lichtkornroggen, Emmer und Einkorn, verarbeitet werden aber auch Dinkel und Kamut. Die daraus hergestellten Brote sind wahre Spezialitäten, wie etwa das Emmerrosso – ein Baguettebrot mit Rotwein und Walnüssen – oder reine Emmer- und Einkornbrote.

Platz im Fahrzeug für die Brote gibt es genug, denn die Rückwand im Verkaufsraum hat genügend Staufläche. In der Thekenmitte ist ein großes Schneidebrett angebracht, auf dem die Brote nach Kundenwunsch geteilt werden. Schöll verkauft bis auf Blechkuchen alles nach Gewicht, sogar Laugengebäcke oder die schwäbischen Flachswickel. Die Waage dafür wird während der Fahrt im Fahrzeug verstaut und am Verkaufspunkt auf die Theke gestellt.

Steht das Fahrzeug am Standplatz auf dem Wochenmarkt, kann es auch schon los gehen. Die Verkaufsklappe wird elektrisch geöffnet, gleichzeitig klappt die Taschenablage auf Kundenseite automatisch aus. „Da sparen wir wertvolle Zeit beim Aufbau“, erklärt Walter Schöll die Vorteile gegenüber einen Marktstand. Die Beleuchtung und Kühltechnik für den Verkaufsraum ist wie die des Transportes auf 12-Volt-Basis aufgebaut. „Reicht auch vollkommen aus“, sagt Helga Schöll, denn unabhängig von außen kann Strom von der Mercedes Benz-Technik (Lichtmaschine bzw. Batterie) bezogen werden. „Das reicht durchaus mal vier Stunden“, ergänzt Walter Schöll. Um aber den ganzen Tag über das Verkaufsmobil am Standplatz mit Strom zu versorgen, nutzt er eine Außensteckdose. Die beiden Hauptlichtreihen sind so geschaltet, dass bei Anschluss einer 230-Volt-Außensteckdose diese nicht über das Batteriepaket laufen. BSK nennt dies „Vorrangschaltung Außenstrom“ und verwendet es auch bei der Kühltheke, weil viele Nutzer die Kühltheke nachts laufen lassen. Ins Verkaufsmobil integriert ist auch eine große Standheizung, da die Märkte zu jeder Jahreszeit beschickt werden. Sie ist im Sockelbereich des Brotregals angebracht und sorgt für wollige Wärme von unten. „Das passt also alles“, lächelt Walter Schöll und fährt mit dem vollgepackten Verkaufsmobil zum Wochenmarkt.


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