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Mit Convenience richtig punkten

Das Sortiment kann vor allem im Nischenbereich und für spezielle Anlässe wie die EM durch Convenienceprodukte sinnvoll ergänzt werden. (Quelle: Hiestand)+
Das Sortiment kann vor allem im Nischenbereich und für spezielle Anlässe wie die EM durch Convenienceprodukte sinnvoll ergänzt werden. (Quelle: Hiestand)

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Der Einsatz sorgt für Vielfalt, kann aber vergleichbar machen. Individuelle Gestaltung schafft Differenzierung.

Von Hans Stumpf

Convenienceprodukte sind die Grundlage für ein breites in der Ladentheke. Mit ihnen werden Arbeitsschritte an Zulieferer ausgelagert und so die Qualität und Rationalität sicher gestellt.

Die Verwendung von Convenienceprodukten erhöht zwar das Risiko der Uniformität, kann aber auch zur Qualitätssicherung und Wirtschaftlichkeit beitragen.

Kunden erwarten, dass

Bäcker alles selbst herstellen

Theoretisch dürfte für Bäcker gar kein Thema sein. In vielen Branchen werden Arbeitsschritte an Zulieferer aus- bzw. vorgelagert. Im klassischen Bäckerhandwerk ist dies anders: Es wird erwartet, dass die Bäckerei alles selber aus Grundrohstoffen produziert.

Von einzelnen Kunden, aber auch von regionalen Medien wird das Thema Clean Label immer wieder nachgefragt.

Vielleicht deshalb will sich der Chef einer Bäckerei mit 40Filialen in Nordrhein-Westfalen nicht öffentlich zum Thema Convenience äußern: „Für uns ist dies sehr heikel, und wir befürchten einen Imageverlust“, sagt er, der sich im Marketing als „echter Handwerker“ darstellt.

Der Trend hin zu speziellen Konzentraten ist bei vielen mittelständischen Bäckereien sichtbar. Dies bestätigt auch Anastasios Petsinis von Martin Braun: „Die Rohstoffe und Vorprodukte, die ein Bäcker einsetzt, sollten an die Betriebsgröße und der Betriebsstruktur entsprechend ausgerichtet sein.“

Für kleinere Betriebe sei es in der Regel sinnvoll, Vorprodukte einer höheren Conveniencestufe zu wählen. Diese bieten neben einer gleichbleibend hohen Gebäckqualität eine Gelingsicherheit und dazu Zeit- bzw. Arbeitsersparnis.

In mittelständischen Bäckereien gibt es Produkte, die zu einem hohem Grad aus Vorprodukten hergestellt sind. „In der Konditorei sind wir stark darauf angewiesen“, sagt Klaus W., Konditormeister bei einem Filialisten mit rund 30 Filialen.

Convenience sichert

gleichmäßige Qualität

Er hat auch keine Probleme damit. Vielmehr kann er schnell eine gleichmäßige Qualität herstellen. „Die Kunden sehen am Ende nur optisch attraktive Torten und Schnitten, die auch gut schmecken.“ Die viel kritisierte Uniformität wird durch individuelle Garnierungen und Dekore oder durch eigene Rezeptvarianten vermieden.

Neben Sahnefonds im süßen Bereich sind dies zum Beispiel Biskuitgrundmischungen. Jung Zeelandia bietet Jung Basis-Biskuits an, die nach der Produktion individuell gestaltet werden können.

Dass bei derartigen Backgrundmischungen auch eine „saubere Deklaration“ möglich ist, zeigt Backaldrin mit dem Wiener RührMix Clean Label. „Solche Produkte gewinnen bei den Konsumenten an Bedeutung und werden immer mehr von unseren Kunden nachgefragt“, beschreibt Wolfgang Mayer, Unternehmenssprecher von Backaldrin die Marktsituation.

Der Backgrundstoff Wiener RührMix Clean Label enthält keine Emulgatoren und keine Stabilisatoren, dafür ist das Ei bereits enthalten.

Für die Zubereitung der Grundmasse im All-In-Verfahren werden nur noch Wasser und Speiseöl zugegeben. Aus der Grundrührmasse lassen sich unter anderem Früchterührkuchen, Guglhupf und Dessertvarianten herstellen.

Grundmischungen für

Trendprodukte sinnvoll


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