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Keine Sorgen, wenn Kunden im Netz surfen

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Immer mehr Gäste wollen auch beim Bäcker ins Internet / Professionelle Hotspot-Lösungen bieten Rechtssicherheit

Wer seinen Kunden anbieten will, muss bestimmte gesetzliche Vorgaben einhalten. Nach dem Telekommunikationsgesetz gehört dazu auch, dass bestimmte Bestandsdaten erhoben werden: Name des Gastes, Geburtsdatum, der genaue Zeitpunkt der Internetsitzung und die MAC- sowie IP-Adresse des verwendeten Endgeräts. Diese Daten müssen gespeichert und fristgerecht gelöscht werden. Außerdem muss der Gast die Nutzungsbedingungen akzeptieren.

Hält der des W-Lans diese Vorgaben nicht ein, handelt er als Störer und somit fahrlässig – es greift die sogenannte Störerhaftung (siehe ABZ 12). Das bedeutet, der Anschlussinhaber ist verantwortlich für über seinen Internetanschluss begangene Rechtsverletzungen, solange er fahrlässig handelt. Rechtsverletzungen entstehen beispielsweise durch illegales Herunterladen von Filmen, dem Konsum von illegalen Inhalten oder dem Kauf von illegalen Produkten.

Rechtlich unsichere Lösungen sind die Weitergabe des W-Lan-Passwortes oder sogar die Freischaltung ganz ohne Legitimation. Manche Internet-Router bieten einen sogenannten Gast-Zugang an. Diese Funktion hält zwar die Gäste vom Hauptnetzwerk getrennt, doch es schützt den Anschlussinhaber nicht vor Rechtsverletzungen. Auch in diesem Fall haftet er.

Damit Bäcker ihren Gästen ein rechtssicheres W-Lan anbieten können, sollten sie auf eine professionelle Hotspot-Lösung zurückgreifen. Damit diese Lösung rechtssicher ist, müssen sich die Gäste in irgendeiner Form anmelden und Nutzungsbedingungen akzeptieren. Dafür benötigen sie einen externen Anbieter, der diese Anforderungen erfüllt. Neben den klassischen Anbietern wie der Telekom oder Kabel Deutschland mit ihren Hotspots gibt es weitere Anbieter. Die Firma Socialwave aus München beispielsweise bietet nach eigenen Angaben eine rechtlich sichere Hotspot-Lösung, die dem Bäcker nebenbei einen Werbeeffekt verspricht. Der Kunde habe dabei die Möglichkeit, sich über seinen Facebook-Account in das Gäste-W-Lan einzuloggen. Hier erfolgt der Login mit nur einem Klick. Das macht die Anmeldung für das W-Lan nicht nur einfach für den Gast, sondern beschert dem Bäcker gleichzeitig auch einen „Like“ für dessen Facebook-Seite. Alternativ besteht für die Kunden auch die Möglichkeit, sich klassisch – ohne – zu authentifizieren. Es sei kein zusätzlicher Internetanschluss nötig, der Router lasse sich ans bestehende Netzwerk anschließen. Die Gäste surfen getrennt vom bäckereiinternen Netzwerk, es bestehe keine Gefahr für Kassensysteme. (abz)

Bei illegalen Online-Aktivitäten von Kunden können gerichtliche Abmahnungskosten für den Betrieb folgen - das will das Wirtschaftsministerium ändern.
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