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Innovationen und Zukunftstrends geboten

Messe mit praktischem Vorführeffekt: Halle 2 (Konditoren) und in Halle 7 (Bäcker).+Weitere Fotos (2)
Messe mit praktischem Vorführeffekt: Halle 2 (Konditoren) und in Halle 7 (Bäcker).

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Matthaes Stände in den Hallen Halle 5.0, Stand 200 Halle 7.0, Stand 242

südback 2005: Mehr als 400 Aussteller zeigen ihre Produkte / Messe Stuttgart erwartet 25.000 Fachbesucher / China zum ersten Mal dabei

Mit dem Namen Südback sind richtungsweisende Trends, zukunftsträchtige Innovationen und zündende Umsatzideen für das Bäckerhandwerk verbunden. Vor allem dank der Kreativität der ideellen und fachlichen Träger, der Bäko-Zentrale Süddeutschland eG sowie der Förderungsgesellschaft des Stuttgarter Bäckerhandwerks mbH – Bäckerinnung Stuttgart, gingen und gehen viele Impulse für wichtige Entwicklungen in diesem mittelständischen Handwerkszweig von der Südback aus.

Die zentralen Themen in diesem Jahr sind „Kaffeespezialitäten“, „Außer-Haus-Verpflegung“, „Backwaren aus ökologischem Anbau“ sowie „Konditoreien und Cafes der Zukunft“. Als weitere Attraktion wird im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung am Samstag, 15. Oktober, zum dritten Mal der „Südback Trend Award“ verliehen, um den sich mehr als 30 Unternehmen bemüht haben. Das traditionelle und stets stark frequentierte Back- und Meister-Forum ist dieses Mal ebenfalls in Halle 7 zu finden, wo die publikumswirksamen Sondervorführungen mit Meistern aus dem Partnerland Ungarn unter Federführung des dortigen Bäckereiverbands stattfinden. Zudem werden landestypische Spezialitäten an einem eigenen Stand vorgestellt. Die Vorführungen der ungarischen Fachleute wird durch pfiffige Kuchenkreationen abgerundet, die ein Bäckerteam der Württembergischen Bäckerfachschule den Fachbesuchern vorstellen. Ein weiteres Highlight ist das informative Trendforum für Konditoren, das zum vierten Mal im Rahmen der Südback stattfindet. Es ist größer und attraktiver als früher und wird in gewohnter Manier vom Landesinnungsverband Baden-Württemberg des Konditorenhandwerks in Halle 2 veranstaltet.

Das Berufsbild des Bäckers hat sich stark verändert. Nach wie vor steht das handwerkliche Können im Vordergrund, aber dies allein reicht nicht mehr aus, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Der moderne Bäcker muss sich mit Frühstücksideen und warmen Zwischenmahlzeiten ebenso auskennen wie mit Convenience- und Cafeteria-Produkten.

Der Außer-Haus-Verzehr und Kaffeespezialitäten werden zu Schlüsselfaktoren der Branche. Wer diese Trends verpasst, bleibt mittelfristig auf der Strecke. Lifestyle, internationale Speisekarte und nicht zuletzt die eigenen kulinarischen Erfahrungen beim Urlaub im Ausland stellen die Bäcker vor neue Herausforderungen. Die Stuttgarter Südback übernimmt gerne die Vorreiterrolle für Lösungsvorschläge und informiert ihre Fachbesucher, die mehrheitlich traditionell aus mittelständischen Handwerksbetrieben stammen, über die wichtigsten Zukunftstrends der Branche.

Mehr ausländische Aussteller

Das Angebot unserer Partner und Aussteller, darunter alle Marktführer, zeigt das gesamte Spektrum der Branche auf. Die Produkte von mehr als 400 Firmen aus 13 Ländern, darunter neben Deutschland Italien, USA, Polen, Tschechien, Schweden, Frankreich, Belgien, Niederlande, Dänemark, Schweiz, Österreich und zum ersten Mal China werden auf einer Hallenfläche von rund 35.000 Quadratmeter präsentiert.

Erfreulich für die Messe ist die Tatsache, dass rund 60 neue Aussteller einen Platz auf der Südback bekommen haben. Dabei ist festzuhalten, dass die verstärkten Akquiseaktivitäten im Ausland Früchte getragen haben. Der Anteil von Ausstellern aus dem Ausland hat sich um 28 Prozent gegenüber der Vorveranstaltung erhöht. Die Südback 2005 hat nicht nur ihre Internationalität deutlich gesteigert, sondern ist auch wieder ausgebucht.

Die Schwerpunkte der Südback liegen in der Arbeits- und Betriebstechnik, also der Hardware, die knapp 50 Prozent der Ausstellungsgüter ausmacht, gefolgt von Rohstoffen, Halbfabrikate, TK-Backwaren und Convenience sowie von Produkten der Verkaufsförderung und Dekoration. Wie im Frühjahr 2004 rechnen wir mit rund 25.000 Fachbesuchern aus Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland sowie aus dem angrenzenden Ausland, also aus dem Elsass, aus Österreich und der Schweiz.

Verpflegung am Arbeitsplatz

Gesunder Genuss, der mit wenig Aufwand erreichbar ist – so lässt sich der Anspruch vieler Verbraucher an die moderne Ernährung zusammenfassen. Beim Einkauf, Verzehr und bei der Entsorgung soll ein möglichst geringer Aufwand entstehen. Gleichzeitig soll die Nahrung gesund und abwechslungsreich sein. Der stetig wachsende Anteil kleinerer Haushalte, die steigende Zahl an berufstätigen Frauen sowie die rückläufige Zahl an Kindern beeinflusst seit Jahren das Konsumverhalten. Immer häufiger wird außer Haus gegessen. Statt der drei großen Mahlzeiten pro Tag greifen viele Konsumenten zu kleineren, leichteren Snacks wie belegte Brötchen, Bagels, Wraps oder Ciabatti. Da Brot und Backwaren eine gute Basis für kleine Zwischenmahlzeiten darstellen, ist es für viele Bäcker nahe liegend, ein eigenes Snack-Angebot zu produzieren.

Nach Angaben der Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle GmbH (ZMP) lag das Ausgabenvolumen 2004 im Außer-Haus-Markt bei 41,2 Mrd. Euro. Davon entfielen auf die kommerzielle Gastronomie 36 Mrd. Euro und auf die Verpflegung am Arbeitsplatz 5,2 Mrd. Euro. Während die kommerzielle Gastronomie im Vergleich zu 2003 einen Rückgang von 0,3 Prozent hinnehmen musste, entwickelten sich die Ausgaben in der Arbeitsplatzverpflegung mit einem Plus von 2,7 Prozent positiver.

Bezogen auf die Ausgaben für den Außer-Haus-Verzehr lagen nach einer Untersuchung des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks Mittagessen mit 35 Prozent und Abendessen mit 34,7 Prozent weiter an der Spitze, allerdings mit rückläufiger Tendenz zu Gunsten der Zwischenmahlzeiten.

Bei den Ausgaben waren die Gastronomie mit einem Anteil von 43,1 Prozent, Lebensmittel-Einzelhandel / Bäcker / Metzger mit 14 Prozent und Kantinen / Mensen mit 10,3 Prozent die wichtigsten Verzehrsstätten. Nach Verzehrsfällen gerechnet waren Lebensmittel-Einzelhandel / Bäcker / Metzger mit 28,2 Prozent, die Gastronomie mit 22,1 Prozent und Kantinen / Mensen mit 16,8 Prozent die wichtigsten Verzehrsstätten. Gewinner waren die klassische (ausländische) Gastronomie, Bringdienste und Imbisse.

Steigerung bei „Außer-Haus“

Prognosen der CMA zufolge soll in den nächsten Jahren im Außer-Haus-Verzehr ein Marktvolumen von rund 50 Mrd. Euro erzielt werden. Dabei soll der Anteil der Außer-Haus-Mahlzeiten amerikanische Verhältnisse erreichen (Anteil von 50 Prozent). Beim Außer-Haus-Frühstück und bei den Zwischenmahlzeiten werden weitere Steigerungen erwartet.

Hier sehen wir eine gewinnbringende Chance für Bäcker und Konditoren, die sich durch die Angebote der Südback mit Sicherheit erhöhen lässt. (p)

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