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Information weckt Kundeninteresse

„Lettering“, die handwerklich anspruchsvolle Art, die eigenen Produkte zu bewerben. (Quelle: van Groen)+
„Lettering“, die handwerklich anspruchsvolle Art, die eigenen Produkte zu bewerben. (Quelle: van Groen)

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Die Bewerbung des Angebots kann stilvoll per Hand oder in digitaler Form auf einem Bildschirm erfolgen

Von Hans Stumpf

Auf den ersten Blick sind es Widersprüche, die sich gerade in den Läden zeigen: Auf der einen Seite werden große Tafeln aufwändig mit der Hand beschrieben.

Beim „Lettering“ wird nicht nur geschrieben, sondern werden die Buchstaben formverliebt in Szene gesetzt. Auf der anderen Seite zieht massiv die digitale Bildschirmwelt in die Läden ein.

Trotzdem ist es kein Widerspruch, denn es geht darum, die Aufmerksamkeit der Kunden zu gewinnen. Die Franziskaner Bäckerei in Bozen macht dies mit einer digitalen Kreidetafel.

„Die wartende Kundschaft wird über Produkte und Neuheiten informiert. Für vorbeilaufende Personen hat die Tafel die Funktion eines Kundenstoppers“, beschreibt Geschäftführerin Judith Pfitscher die Neuerung. Technik und Know-how dafür kommen von der österreichischen Firma Wesual.

Von der Frühstückskarte

bis zum Imagefilm

Angebracht ist der große Flachbildschirm im Laden so, dass er auch durch das Fenster von Passanten gesehen werden kann. Am Vormittag wird die Frühstückskarte für das Bistro beworben, den restlichen Tag auf Brotneuheiten oder Produkte der Saison aufmerksam gemacht. „Wir haben die Tafel auch schon für kurze Imagefilme genutzt“, so Pfitscher.

Produktfotos für die digitale Kreidetafel, Auftritte im Netz und macht die Bäckerei schon länger selbst. Dafür nutzt sie die Fotobox von Wesual. Das ist ein professionelles Mini-Fotostudio inklusive Kamera und Leuchten (weiße LEDs mit 5000 Kelvin).

Wesual verspricht, damit in rund 30 Sekunden professionelle Produktfotos machen zu können. Denn gerade auch in der digitalen Welt gilt, dass Bilder und auch kurze Videos mehr als 1000 Worte sagen.

Digitale Tafeln bewerben

Angebote tageszeitlich

Das ist wohl der Hauptgrund, warum zunehmend analoge Kreidetafeln durch Bildschirme über dem Brotregal ersetzt werden. Hans-Jürgen Päsler, Geschäftsführer des Ladenbauers Schrutka-Peukert, nennt aber noch einen weiteren Grund: „Spätestens dann, wenn sich das Angebot täglich oder sogar tageszeitlich ändert, sollte statt auf Tafel auf Bildschirmpräsentation gesetzt werden.“

Wobei sich der Bäcker vom „Fernseh-Charakter“ verabschieden kann. Dank LED-Bildschirmen sind die Flächen frei definierbar. „Das gibt ganz neue Möglichkeiten der Gestaltung“, sagt Stefan Glunk, Geschäftsführer von Wedeko, die digitale Informations- und Werbesysteme anbieten.

Das können aus mehreren Bildschirmen zusammengestellte Bildwände sein, die ein großes digitales Plakat für das Schaufenster oder für eine Wand im Laden ergeben.

Zugriff auf

eigene Datenbanken

Für den Thekenbereich empfiehlt Wedeko Menüboards, die aus mehreren Bildschirmen in Reihe bestehen. Die Inhalte dafür werden mit der Software VisuScreen Cloud erstellt.

Darin lassen sich Bilder genauso einbinden wie Microsoft Office-Dokumente. Wedeko bietet zudem die Möglichkeit, auf die eigene Bilderdatenbank zuzugreifen, aus der Hintergründe, Produktfotos und Videos hochgeladen werden können.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass auch Nachrichten aus verschiedenen Themenbereichen in die Präsentation auf dem Menüboard eingebunden werden können.

„Flexibilität ist auch das große Thema bei digitalen Preisschildern am Brotregal und in der Theke“, argumentiert Stefan Glunk von Wedeko. Hier kommt eine lnk-Display-Technologie zur Anwendung, die eine hohe Lesbarkeit verspricht und grafisch viele Möglichkeiten bietet. Die digitalen Schilder werden per WLAN-Router angesteuert.

Batterien spenden

bis zu fünf Jahre Energie

„Energie brauchen sie nur, wenn eine Änderung erfolgt“, erklärt Stefan Glunk. In der heißt dies, dass die kleinen Knopfzellen-Batterien bis zu fünf Jahre halten.

„Sie sparen sich viel Arbeit und können sehr flexibel die Preise gestalten“, argumentiert Glunk. Als Beispiel nennt er den Sonntagsverkauf. Mit einem Knopfdruck könnten andere Preise auf die digitalen Preisschilder gebracht werden. Die Übergabe der Preise kann aus Warenwirtschaftssystemen, also den Kassen, erfolgen.

„Das muss nicht nur der Preis sein, sondern kann auch die Zutatendeklaration sein“, zeigt Sebastian Kiser von Software- und Kassenanbieter HS-Soft auf. Die Zutaten sind auch ein wichtiger Bestandteil bei der Preisauszeichnung von verpackter Ware wie Plätzchen. Über die Kassen lassen sich bei Anbietern wie HS-Soft direkt Etiketten und Preisschilder ausdrucken.

Ofendaten zur

Kundenunterhaltung

Die Möglichkeiten der digitalen Vernetzung im Ladenbereich zeigt auch Shop IQ. Ein Tool ist hier die digitale Präsentation, die dank der umfassenden Vernetzung auch auf Ofendaten zugreifen kann. So lässt sich das Backzeitende publikumswirksam auf die Bildschirme bringen.


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