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Industrie knabbert am Kuchen

Tiefgekühlte Torten sind für Verbraucher und Gastronomen häufig die erste Wahl. (Quelle: Shutterstock/LesyaDolyuk)+
Tiefgekühlte Torten sind für Verbraucher und Gastronomen häufig die erste Wahl. (Quelle: Shutterstock/LesyaDolyuk)

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TK-Backwarenmarkt wächst insgesamt / Einzelhandel verkauft mehr Tiefkühltorten

Von Dieter Kauffmann

Mit 46,3 kg hat im vergangenen Jahr der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch von tiefgekühlten Lebensmitteln (TK) einen neuen Rekord erreicht. Der stieg im Vergleich zum Vorjahr (45,4 kg) um fast ein Kilo.

Gesamtmarkt wächst

um 3,9 Prozent

Wie aus der Absatzstatistik des Deutschen Tiefkühlinstituts (dti) hervorgeht, haben zu diesem satten Plus nahezu alle TK-Warengruppen beigetragen.

Vom Griff in die Truhe besonders profitieren konnten die Hersteller von tiefgekühlten mit einem Gesamtzuwachs von 3,9 Prozent auf einen Absatz von 858.836 Tonnen (2016: 828.541 Tonnen).

Das Institut ermittelt bei seinen Angaben zum Inlandsabsatz einmal die Gesamtmenge an Backwaren und unterteilt dann in Kuchen/Torten, Teige sowie Brot/Brötchen. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist der jeweilige Verkauf über den Lebensmittelhandel (mit Heimlieferdiensten) und über den Außer-Haus-Markt, zu dem Gastronomie, Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung und Backstationen gehören.

Im Segment des Außer-Haus-Marktes waren in den vergangenen Jahren bei Brot und Brötchen neben der deutlich höheren Tonnage auch die größten prozentualen Zuwächse zu verzeichnen (Grafik unten, links).

Der Absatz wuchs hier in den vergangenen fünf Jahren um 130.000 auf 633.056 Tonnen. An dieser Größenordnung haben die in diesem Zeitraum vermehrt installierten Backstationen ebenso einen Anteil (siehe auch ABZ 10/2018) wie der Fachkräftemangel.

Aber auch der Markt für tiefgefrorene Kuchen und Torten ist noch auf dem Wachstumspfad. Die Statistik (Grafik unten, rechts) zeigt, dass Kuchen und Torten zum Gros der über den Einzelhandel abgesetzten Backwaren gehören.

In diesem Bereich wuchs die verkaufte Tonnage von 120.379 im Jahr 2012 auf 130.818 im vergangenen Jahr. Während die prozentualen Zuwächse innerhalb dieser Zeitspanne moderat blieben, stiegen sie von 2016 auf 2017 mit 6,2 Prozent deutlich.

Gastronomen greifen häufiger

zur tiefgekühlten Alternative

Einen Aufwärtstrend zeigt auch der Absatz im Außer-Haus-Markt. Hier stieg der Anteil von 82.157 (2012) auf 90.642 Tonnen im Jahr 2017. Das heißt, auch Gastronomen greifen immer häufiger zur tiefgekühlten Alternative als zum Produkt vom Bäcker oder Konditor.

Die TK-Hersteller bieten ein breites Sortiment, das auf die Zielgruppen des Handels und der Gastronomie abgestimmt ist.
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