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Höchstwerte festgelegt

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Ernährungs- & Warenkunde

EU-Vorschriften über Ochratoxin A auf Kaffee erweitert

Im Technologie-Transfer-Zentrum Bremerhaven wurde jetzt ein neues Projekt gestartet, das zum Schutz von Kaffeetrinkern beitragen soll. Unter dem Titel Mycoplex entwickeln insgesamt acht Partner aus fünf europäischen Ländern einen neuen Schnelltest zur Erkennung von Ochratoxin und Aflatoxin.

Schimmelpilzgifte wie „Ochratoxin A“ und Aflatoxin gehören zu den stärksten Giften, die natürlich vorkommen. Sie können die körpereigene Abwehr schwächen und Organe wie Leber und Nieren schädigen. Ochratoxin A kommt in vielen pflanzlichen Lebensmitteln vor. Kaffee zählt zu den stärker belasteten Lebensmitteln. Wenn der Kaffee geröstet ist, ist der Schimmel für den Verbraucher nicht mehr erkennbar, aber dennoch vorhanden. Die Konzentrationen sind aber meistens so gering, dass für den Verbraucher bei normaler Ernährung keine Bedenken bestehen.

Trotzdem hat der Ständige Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit einem Vorschlag der Europäischen Kommission zur Änderung der Verordnung 466/2001 zugestimmt, mit dem ein Höchstgehalt für Ochratoxin A in Kaffee, Wein und Traubensaft festgelegt wird. Für die wichtigsten Lebensmittel, bei deren Verzehr die Unionsbürger diesem Kontaminanten ausgesetzt sind, vor allem Getreide und getrocknete Weintrauben wurden bereits Höchstgehalte festgelegt, doch die laufende Überwachung habe gezeigt, dass auch für andere wichtige Lebensmittel Höchstgehalte festgelegt werden sollten.

Die Kommission ist deshalb dabei, weitere Lebensmittel zu prüfen, damit erforderlichenfalls Höchstgehalte festgelegt werden können. Es wurden folgende Höchstgehalte vereinbart:

Geröstete Kaffeebohnen und gemahlener gerösteter Kaffee(5,0µg/kg),

Löslicher Kaffee (10,0 µg/kg),

Wein u. a. Getränke auf Wein- und/

oder Traubenmostbasis(2,0 µg/kg), Traubensaft und Traubensaftzutaten in anderen Getränken (2,0 µg/kg)

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