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Höchstbetrag nicht nennen

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Warengutscheine für Mitarbeiter steuerfrei

Kiel (p). In einem aktuellen Urteil setzt sich das Finanzgericht München (Az.: 8 -K-3213/07) mit der Frage auseinander, wie Warengutscheine steuerlich zu beurteilen sind. Darauf verweist der Hamburger Steuerberater (DStV e.V.) Frank Zingelmann von der DASV Deutsche Anwalts- und Steuerberatervereinigung für die mittelständische Wirtschaft e. V.

Warengutscheine sind nur dann als Sachbezug nach zu behandeln, wenn die Gutscheine auf eine nach Art und Menge konkret bezeichnete Sache lauten.

Weist hingegen ein Gutschein ohne konkrete Bezeichnung der zu beziehenden Ware lediglich einen Geldbetrag aus, der bei Einlösung des Gutscheins auf den Kaufpreis angerechnet wird, ist von einer Barlohnzuwendung auszugehen. In diesem Falle wäre der Geschenkgutschein als steuerpflichtiger Arbeitslohn zu behandeln.

Wenn auf dem Gutschein Art und Menge der zu beziehenden Ware vermerkt ist, handelt es sich um einen begünstigten Sachbezug, der steuerfrei sein kann, wenn die Freigrenze von 44Euro nicht überschritten wird. Aber Achtung, so warnt Zingelmann, wenn der Gutschein die zusätzliche Wertangabe in Euro enthält, ist sie in jedem Fall für die Anwendung der 44-Euro-Freigrenze schädlich!

Beispiel: Der Arbeitgeber gewährt seinem Arbeitnehmer folgenden Gutschein: „30 Liter Diesel im Wert von höchstens 44 Euro“, der bei einer bestimmten Tankstelle einzulösen ist. Da der Höchstbetrag angegeben ist, liegt kein Sachbezug vor; die 44-Euro-Freigrenze ist nicht anwendbar. Der Wert des Gutscheins ist steuerpflichtiger Arbeitslohn.

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