Anzeige
Praxis
Aha! Einrichtungen – der Ladenbauer mit dem Ausrufezeichen im Namen setzt Akzente: Mit erfolgreichen Objekten in der Backbranche
Von Werner Kräling
In der recht jungen Firmengeschichte setzte Aha Einrichtungen ein Ausrufezeichen nach dem anderen – zuerst nur eins hinter dem eigenen Namen; aber dann folgte eine ganze Reihe, nämlich mit den erfolgreichen Realisierungen sehenswerter Objekte: Ob als großartige Erlebniswelt inszeniert, modernes Bistro konzipiert oder klassisches Bäckerfachgeschäft eingerichtet – ob in München, Frankfurt, Luxemburg oder Bochum; ob mit Kleinbetrieben oder den Spitzenbäckern der Branche gebaut: Die Konzepte überzeugten. Waren es in den Anfängen von Aha im Jahr 2001 rund 30 Läden, bauen die Einrichtungs-Experten aus Gersthofen bei Augsburg heute über 130 Läden jährlich.
Eine enorme Schlagzahl, ermöglicht durch die Leistungsstärke, die das junge, motivierte Team von gut30 festangestellten Mitarbeitern mit Geschäftsführer Michael Mayer tagtäglich unter Beweis stellt. Vor drei Jahren erzielte das Unternehmen 2,5 Mio. Euro Umsatz, 2007 dann 3,5 Mio., im Folgejahr waren es dann 4,5 und 2009 werden es 6 Mio. Euro sein. Eine beachtliche Erfolgsstory, die sich ohne viel Marktgeschrei eher still und bescheiden vollzogen hat – typisch für Michael Mayer: Erst als Geheimtipp gehandelt, dann durch Empfehlungen von Bäcker zu Bäcker kontinuierlich gewachsen. Als Newcomer kann man das dynamische Unternehmen also kaum noch bezeichnen: Aha spielt heute sicher in der Champions-League der Ladenbauer, ist der Größe nach schon unter den Top Five angekommen, worauf es Michael Mayer aber gar nicht ankommt:
Flexibel bleiben
„Wir haben jetzt eine optimale Größe erreicht, die einerseits eine hohe Leistungsfähigkeit – z. B. in der Produktion garantiert, uns aber andererseits noch sehr flexibel planen, individuell bauen und vor allem schnell agieren lässt – man muss aufpassen, dass man als Ladeneinrichter nicht zum Systembau gezwungen wird: Qualitatives nachhaltiges Wachstum bleibt daher unsere Marschroute, um wirklich maßgeschneiderte Verkaufs- und Erlebniswelten zu schaffen“, erläutert der 40-Jährige. Keine vorgetragene Attitüde, sondern echte Überzeugung. Um diesem hohen Anspruch gerecht zu bleiben, erwägt Mayer sogar, ob er in diesem Jahr auf eine Präsentation auf der iba verzichten soll.
Langfristige Partnerschaft
Ebenso wenig wie das schnelle Wachstum, interessiert Mayer der schnelle Erfolg: Ein nachhaltiges, partnerschaftliches Zusammenarbeiten ist eine der Säulen in der Unternehmensphilosophie, die Aha Einrichtungen im Umgang mit Ihren Kunden auszeichnet: „Ein Blick in die Unternehmensgeschichte der Ladenbauer für das Bäckerhandwerk lehrt ja, dass einige, auch solche, die zu groß wurden, wieder vom Markt verschwanden – den Fehler wird Aha sicher nicht machen.“ Transparente Angebote mit ehrlicher Basis und faire Festpreise sind für Mayer die erste Voraussetzung für eine langfristige Partnerschaft, die auf Vertrauen basiert.
Qualitätsvorstellungen
Aha will auch weiterhin in der Lage bleiben, von der Auswahl der eingesetzten Elemente, über die Produktion bis hin zur individuellen Planung stets unabhängig und beweglich zu bleiben, um einzigartige Erlebniswelten an einen Standort – am besten in Alleinlage – zu inszenieren: „Da liegt sicher eine unsere Stärken und gleichzeitig eine große Chance des Bäckerhandwerks, sich unabhängig vom LEH mit guten Standorten aufzustellen. Richtig konzipierte Standorte müssen dann nicht einmal in Citylage mit hoher Miete liegen. Wir beobachten den Markt für das Bäckerhandwerk – ob für den Kleinbetrieb oder einen Filialisten – sehr genau, um mit unseren Konzepten einen optimalen Marktauftritt und damit Verkaufserfolg von Backwaren zu erreichen,“ so Mayer. Alle entscheidenden Teile werden in Gersthofen von Aha selbst hergestellt, auch komplexe Sitzbereiche. Der Einsatz von Systembauelementen liegt lediglich bei 30 Prozent – noch größere Ladenbauer als Aha müssen schnell über 60 Prozent Systembauteile einsetzen und können daher auf die baulichen Bedingungen und Anforderungen des Standortes nicht mehr so flexibel reagieren, erläutert der Schreinermeister.
Und um sich optimal in die tatsächlichen Anforderungen eines modernen Bäckereifiliale mit Backwaren, Snackgeschäft und gegebenenfalls Coffee-Shop hineinzudenken, geht Mayer auch für einen Ladenbauer eher ungewöhnliche Wege: Jüngst absolvierte er mit einigen Mitarbeitern eine Schulung zum Barista: „Wir wollen immer ein Stück schlauer und auch schneller sein und dürfen uns heute als Ladenbauer nicht als Makler für Standorte oder nur Einrichter verstehen, sondern müssen erfolgreiche Konzepte realisieren, die sich gut refinanzieren. Die Planung und Beratung geht deshalb z. B. weit über die Auswahl der Materialien hinaus und bezieht das gesamte Konzept des Bäckers mit ein: Welches Kaffee-Konzept eignet sich für den Standort? – passt ein Franchise-System – und wie wirkt es sich auf die Marge aus? Das sind Fragen, die gemeinsam beantwortet werden – schließlich wollen wir, dass der Bäcker das Geld verdient.“ Gefragt nach trendigen Materialien, muss Mayer schmunzeln: „Materialien, die wir vor drei, vier Jahren eingesetzt haben, kommen jetzt bei Mitbewerbern zum Einsatz. Wenn für uns heute etwas interessant ist, z. B. Schilfgräser in Glas eingearbeitet oder Granit scharf geschnitten auf nur 0,8 mm, den man dann hinterleuchten kann, sind wir ja schon gleichzeitig wieder auf der Suche nach neuen Ideen. Wir müssen der Zeit fünf Jahre voraus sein, um dem Bäcker nahezu zeitlos schöne Läden zu bieten.“
Kompetenz und Erfolg
Anregungen und Ideen holt sich das Kreativteam von Aha weltweit und zwar nicht nur im Food-Segment, sondern beispielsweise auch in Top-Hotels. Abseits der ausgetrampelten Pfade zu suchen und eine Portion „Querdenken“ – kombiniert mit der Bodenständigkeit und Praxisnähe, die Mayer als Schreinermeister mitbringt – diese Kombination ist sicher eine Erklärung für den Erfolg von Aha. Denn die Funktionalität kommt bei Aha-Einrichtungen wahrhaftig nicht zu kurz: „Wir optimieren mit den Verkäuferinnen einer Filiale gemeinsam die Abläufe, finden so z. B. neue Systeme zur Entnahme der Brötchentüten, arbeiten uns also bis ins Detail der Arbeitsabläufe ein“, erläutert Mayer.
In Stuttgart präsentierte Aha als erster Ladenbauer eine Kühltheke, die per DFÜ-Verbindung über den Fühler in der Theke die zentrale Kontrolle sowie Auswertung der Kühltheken aller Filialen ermöglicht. Schon seit zwei Jahren verfügt jede Kühltheke von Aha über einen Keimschutz – längst noch kein Standard in der Branche. „Als wir angefangen haben, mussten wir auch das ein oder andere kopieren – heute ist es schön, dass uns die anderen kopieren!“
