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Flotter Flitzer

Durch die sparsame LED-Beleuchtung ist der Verkaufsbereich trotz trüben Wetters hell ausgeleuchtet. Unter der Kasse sitzt der kleine
Kühlwürfel, der große steht hinter dem Fahrersitz.  (Quelle: Stumpf)+Zur Fotostrecke
Durch die sparsame LED-Beleuchtung ist der Verkaufsbereich trotz trüben Wetters hell ausgeleuchtet. Unter der Kasse sitzt der kleine Kühlwürfel, der große steht hinter dem Fahrersitz. (Quelle: Stumpf)

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Bäckerei Schöler macht mit Verkaufsmobilen ein Drittel des Umsatzes / Wichtig sind Zuverlässigkeit und Handling

Wenn die Kunden nicht zu uns kommen, dann müssen wir eben zu den Kunden“, erzählt Gerd Schöler. Der Konditormeister aus dem thüringischen Saalfeld hat Anfang der 1990er-Jahre schnell gemerkt, dass die Kunden nicht mehr automatisch kommen, wie es zu DDR-Zeiten üblich war. Schöler begann damals mit dem mobilen Verkauf. Heute sind drei Verkaufsfahrzeuge im Einsatz und erst vor wenigen Wochen wurden zwei neue Mercedes Sprinter angeschafft, die BSK zu Verkaufsmobilen umgebaut hat.

Denn auch heute muss Gerd Schöler schauen, wie er Umsatz generieren kann. „Als in den Märkten angefangen wurde, frisch zu backen, haben wir das schon gespürt“, gibt er offen zu. Nicht nur daraus resultierend hat der Betrieb einiges umgestellt. Mit betriebseigenem Sauerteig wurde schon immer gebacken, jetzt werden bei vielen Gebäcken aber auch Vorteige eingesetzt. In den Filialen werden die langzeitgeführten Brötchen direkt auf der Herdplatte gebacken. So kommt es beispielsweise, dass die beiden Vorkassen-Filialen trotz der starken Wettbewerbsdrucks gut laufen.

„Und richtig gut läuft’s im mobilen Verkauf“, freut sich Gerd Schöler. Rund 30 Prozent des Umsatzes werden mit den drei Fahrzeugen erwirtschaftet. Wobei er auch sagen könnte „richtig gut fährt es sich“, denn Schöler hat seit 2005 Mercedes Sprinter im Einsatz. „Vorher bin ich eigentlich davor zurückgeschreckt, weil es einige Mehrkosten im Vergleich zu anderen Fahrzeugen waren“, gibt er zu. „Doch den Ärger und die ständigen Reparaturen habe ich bei einem Mercedes einfach nicht.“ Schöler ist so überzeugt, dass nun auch eines der Lieferfahrzeuge durch einen Sprinter-Transporter ersetzt wird.

Jedes Fahrzeug hat feste Touren, die so ausgewählt sind, dass sie maximal 30 km vom Stammhaus entfernt sind. Gerd Schöler: „So können wir bei Bedarf noch mal Ware nachliefern.“ Denn der Abverkauf kann schon mal sehr verschieden sein, was auch bei den neuen Fahrzeugen berücksichtigt wurde. Der Kühlwürfel in der Theke wird nun ergänzt durch einen Kühlwürfel hinter dem Fahrersitz. So können vier Bäckerbleche in der Theke und zusätzlich noch sechs Bleche mit Kuchen und Konditoreiprodukten im großen Kühlwürfel präsentiert und bevorratet werden. Die Ablage auf dem Kühlwürfel der Theke ist gleichzeitig der Platz für die Registrierkasse. An der Rückfront wird das Brotregal auf der einen Seite vom großen Kühlwürfel flankiert, auf der anderen Seite vom Handwaschbecken angebracht. BSK baut so alles für den mobilen Verkauf Notwendige in die Hülle eines Sprinters ein. Im Gegensatz zu Verkaufsfahrzeugen mit Kofferaufbau bleiben damit das Fahrzeug und vor allem seine Fahrcharakteristik vollkommen erhalten. „Unsere Verkäuferinnen kommen damit sehr gut zurecht“, erklärt Schöler.

Der Service passt

Auch der Verkauf geht leicht von der Hand: Eine Glasschiebetür trennt Führerhaus und Verkaufsraum. Steht das Fahrzeug, kann schon auf Knopfdruck die Verkaufsklappe geöffnet werden. Auch hier zeigt sich, dass sich Qualität bezahlt macht. Da die Klappe jeden Tag zigmal auf und zu geht, ist der Hubspindelantrieb besonders gefordert. „Der ging auch schon mal kaputt“, blickt Schöler zurück, aber die Werkstatt vor Ort konnte dies schnell reparieren. Zu BSK musste noch kein Fahrzeug zurück. Gerd Schöler konnte aber immer Hilfe von dort in Anspruch nehmen und weiß, dass er beispielsweise bei einem Unfall schnell auf ein Ersatzfahrzeug zugreifen kann. „Von der Verkaufsabwicklung bis hin zum Service passt einfach alles.“

Die Techniker von BSK Verkaufsmobile haben sich auch bei der Technik einiges ausgedacht. „Ein Thema ist immer der Stromverbrauch und die Batteriekapazität“, erklärt Schöler. Beide Aspekte hängen miteinander zusammen und für beides bietet BSK eine Lösung an: So verfügt der Verkaufsraum über eine vierreihige LED-Beleuchtung, die Theke und das Brotregal werden so optimal ausgeleuchtet. Wird die Klappe geöffnet, geht auch automatisch das Licht über der Theke an. Aufgeladen werden die Batterien nicht nur während der Standzeit über Nacht, Mercedes bietet für den Sprinter ein „Blue Efficiency“-Paket an. Darin enthalten ist unter anderem ein System, das die Bremsenergie in die Batterien zurück führt. Das ist wichtig, denn Strom wird nicht nur für Licht und Kühlung gebraucht, sondern auch für die Standheizung. „Die Mitarbeiter müssen sich ja auch wohl fühlen, um gut verkaufen zu können“, argumentiert Gerd Schöler. Da habe sich auch der Windfang aus Verbundsicherheitsglas bewährt. „Die Kunden sehen alles, aber die Kälte bläst nicht voll in das Fahrzeug.“

Der Verkaufstresen darf nicht zu hoch sein, sonst wirkt er als Barriere zwischen Kunden und Verkäufern.
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