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Flexibel den Bedarf bedienen

Optimal präsentieren, arrangieren und servieren - ein ausgeklügeltes Theken- und Snackkonzept macht’s möglich. Dabei sollte das Brotangebot aber nicht untergehen.  (Quelle: Wolf)+Zur Fotostrecke
Optimal präsentieren, arrangieren und servieren - ein ausgeklügeltes Theken- und Snackkonzept macht’s möglich. Dabei sollte das Brotangebot aber nicht untergehen. (Quelle: Wolf)

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Für das tageszeitlich wechselnde Angebot rund um Snacks bieten die Ladenbauer flexible, modulare, funktionale und komfortable Thekensysteme


Von Reinald Wolf

Das Snack- und Kaffeegeschäft ist für Bäcker nach wie vor ein Thema mit Umsatzpotenzial. Allerdings auch ein Thema mit raumgreifender – und finanzieller Wirkung. Umso wichtiger sind die konzeptionellen Überlegungen im Vorfeld von Um- und Neubauten rund um den Verkaufsbereich. Ein entscheidender Faktor dabei: Bei aller Euphorie im Zusammenhang mit Snacking und Co. muss man das Kerngeschäft buchstäblich im Blick behalten – als Anbieter und selbstverständlich aus Sicht der Kunden. Mit funktionalen, flexiblen und ansprechenden Thekenlösungen. Sprich, es geht um ein ausgewogenes Ladenbaukonzept mit der effektiven Präsentation der Produkte im Spannungsfeld von Brot- und Snackgeschäft, von To-stay und To-go. Es geht darum, auf überschaubarem Raum mit tageszeitlich wechselnden Angeboten zu punkten und damit auch Umsatzlöcher im Tagesverlauf zu vermeiden. Hier haben die Ladenbauer ein sehr umfangreiches Beratungs- und Produktprogramm zu bieten. Für warme und kalte Snacks und auch mit dem Fokus auf die Herstellung und Präsentation von belegten Broten und Stullen-Kreationen. Stichwort: Synergieeffekte zwischen Brot und Snacks nutzen.

Belegte Brote im Fokus

„Wenn Bäcker nicht mit belegten Broten anfangen, ist der Brotumsatz bald weg“, so der dringende Appell von Josef Bünger. Im müsse darauf geachtet werden, dass das Brot- und Brötchensortiment im Vordergrund stehe, dass Snacks auf etwa zwei Meter Breite gespielt würden und ausreichend Sitzplätze zur Verfügung stehen, so der Betriebsberater aus Oldenburg. „Wir brauchen keine Paläste, wir brauchen flexible und variable Thekenkonzepte, bei denen das Brot im Vordergrund steht.“

Das beginnt mit dem Frühstücksgeschäft, das sich Bäcker nicht entgehen lassen sollten. „Das Frühstücksbufett ist ein guter Umsatzbringer, vor allem an Wochenenden bietet es sich an, mit Kombiangeboten das Geschäft anzukurbeln“, so die Empfehlung von Stefan Gratzfeld. Wichtig dabei: „Die versenkbare Frontscheibe bei diesem Thekenmodul“, wie das Mitglied der Geschäftsleitung von Einrichtungen betont. Und die Kühlung zum Vorhalten der sensiblen Beläge, Aufstriche und Zutaten fürs Frühstücksangebot.

Ist das Frühstück durch, wird die Senk- oder Kippscheibe vorne „zugeklappt“ und die Theke mit kalten Snacks, zum Beispiel mit belegten Broten und Brötchen bestückt, um dem tageszeitlichen Bedarf der Kunden und Gäste gerecht zu werden. Entscheidend dabei: „Das komfortable Handling und die Möglichkeit, die Theke vor dem Wechsel schnell zu reinigen“, so Gratzfeld. „Wenn das nicht gewährleistet ist, tut sich das Personal schwer, die tageszeitlich nötigen Sortimentswechsel auch vorzunehmen.“

Flexibel gestalten

Das kann Siegrid Mack nur bestätigen: „Der Vorgang sollte insgesamt nicht länger als zehn Minuten beanspruchen und einfach vonstatten gehen, sonst funktioniert es nicht“, weiß die Chefin der Bäckerei Mack in Butzbach. Dabei ist zu beachten, dass es auch fließende Angebotsübergänge gibt. Auch das sollte einfach machbar sein. Wichtige Maßgabe für die Verkaufsexpertin: „Die Theke muss eine individuelle und flexible Sortimentsgestaltung gewährleisten.“

Das ist dann auch bei eventuellen weiteren Veränderungen des Angebots von Bedeutung. Ab 13 Uhr kann das süße Sortiment rund um Kuchen, Torten und Desserts verstärkt in den Fokus treten, auch um den Umsatzeinbruch nach dem Mittagsgeschäft zu verhindern.

Was bei den einzelnen Sortimentswechseln zu beachten ist, ist die entsprechende Klimatisierung und Luftführung. Immer interessant ist die Möglichkeit, die Präsentationsfläche in der Höhe verändern oder leicht kippen zu können, um den Kunden die Produkte näher zu bringen. Stichwort Warendruck. In dem Zusammenhang ist auch zu sehen, dass die Anbieter auf senkrecht stehende Frontscheiben, auf die kubische Form setzen. Nicht nur mit dem Kubussystem, auch Aichinger, , Korte, Keller, oder , um einige Ladenbauer zu nennen, haben die kubische Form im Programm. Denn damit bringt man den Kunden die Ware optisch näher als mit gewölbten und gebogenen Glasfronten. Ein weiteres Argument pro klare Linie: Es gibt weniger irritierende Spiegelungen. Schließlich soll die Aufmerksamkeit auf die Ware gelenkt werden.

Dazu bieten sich auch Zwischenetagen an, die bei Bedarf wegzuklappen oder einschwenkbar sind. Im Zusammenhang mit der Präsentation und den tageszeitlichen Wechseln muss auf weitere Details geachtet werden: Die Präsentationshilfen in Form von Tellern, Tabletts, Etageren, Körben und so weiter. Da hat man mit Blick auf Form und Material die Qual der Wahl. Entscheidungskriterien sind dabei die ansprechende Optik, praktikable Passformen und leicht zu reinigende Oberflächen.

Belegstation im Blick

Was im Zusammenhang mit dem Snackangebot immer eine Überlegung wert ist: Ist die Belegstation an der Thekenfront sinnvoll? Ja, an entsprechenden Standorten und mit entsprechendem Angebot. Die Frage ist nur, ob sich die Station räumlich noch in das Thekensystem integrieren lässt, ob gar mit einem wegklappbaren Vorbereitungstisch eine kombinierte Produktions- oder Präsentationsfläche in dem Segment geschaffen werden kann. Wenn nicht, wäre die Überlegung, diesen Vorbereitungsbereich rückwärtig zu installieren. Die Ladenbauer haben jedenfalls sehr praktikable Funktionseinheiten für die Vorbereitung von warmen und kalten Snacks im Programm.

Hier ist ganz entscheidend, sich vorher bei den einschlägigen Anbietern zu informieren, deren Serviceangebot sich auch auf die Standortanalyse, die Sortimentsgestaltung, die Warenpräsentation und die Optimierung der nötigen Abläufe erstreckt. Gerade im muss eben alles stimmen, ist das systematisch aufgebaute Konzept die Grundlage für den Erfolg. Dafür kann der richtige Partner im Ladenbau die Weichen stellen. „Wir sind im Snackgeschäft sehr aktiv und – recht erfolgreich. Grundlage dafür sind unter anderem unsere flexiblen und praktikablen Thekenkonzepte.“ Hier hätten die Ladenbauer durchweg funktionale Lösungen parat, bestätigt Siegrid Mack. Die Frage ist nur, ob die immer zum jeweiligen Betriebskonzept passen. Deshalb sei es wichtig, sich rechtzeitig zu informieren, um den richtigen Partner zu finden – wenn man den noch nicht hat. Und dann soll es ja auch noch preisliche Unterschiede geben, die es zu beachten gilt.

Ein wesentlicher Punkt im Zusammenhang mit dem Gastroangebot und dem optimalen tageszeitlichen Angebot sollt hier nicht unerwähnt bleiben: Das Thekensystem muss sich nahtlos ins Ambiente fügen. Präsentation und Funktion müssen authentisch zum jeweiligen Unternehmen passen. Und das im tageszeitlichem Wandel.

Bei der Theke Sensus von Schweitzer sind die Glaselemente von der Theke entkoppelt.
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