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Fiskus fördert Flüchtlingshilfe

Die Vorgaben sind bei Spenden für Flüchtlinge vereinfacht worden und damit leichter von der Steuer absetzbar. (Quelle: Fotolia/Zerbor)+
Die Vorgaben sind bei Spenden für Flüchtlinge vereinfacht worden und damit leichter von der Steuer absetzbar. (Quelle: Fotolia/Zerbor)

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Viele Bäcker helfen Flüchtlingen / Fiskus unterstützt mit vereinfachten Regelungen

Mönchengladbach (abz). Hilfsorganisationen brauchen dringend Geld- und Sachspenden, um Asylsuchende mit dem Nötigsten zu versorgen. Dem trägt der Rechnung und vereinfacht das für Flüchtlinge. Darauf weist die Wirtschaftskanzlei WWS hin.

Ihr zufolge haben Finanzbehörden die steuerlichen Vorgaben deutlich gesenkt. Spenden für Flüchtlinge sei nun mit minimalen Formalitäten möglich. Zum einen sei die Nachweispflicht von Geldspenden gelockert worden. Der Fiskus akzeptiert grundsätzlich den sogenannten „vereinfachten Zuwendungsnachweis“, vorausgesetzt die Zahlungen erfolgen auf Sonderkonten für die . Ungeachtet der Spendenhöhe entfällt das Einholen und Einreichen von Spendenquittungen.

„Bareinzahlungsbelege, Kontoauszüge oder PC-Ausdrucke beim Onlinebanking reichen als Spendennachweis“, sagt Stephanie Thomas, Steuerberaterin der Wirtschaftskanzlei WWS. Zum anderen weitet der Fiskus den Kreis der Spendensammler erheblich aus.

Steuerbegünstigt sind nicht nur Spenden an gemeinnützige oder mildtätige Einrichtungen, die den einschlägigen Zweck der Flüchtlingshilfe fördern, sondern auch an andere gemeinnützige oder mildtätige Organisationen.

Sport-, Musik- oder Kulturvereine etwa dürfen Spenden empfangen und an eine steuerbegünstigte Organisation für die Flüchtlingshilfe weiterleiten. Allerdings reicht für derartige Spenden der vereinfachte Zuwendungsnachweis nicht aus. „In diesen Fällen erwartet das Finanzamt eine Spendenquittung mit einem Hinweis auf die Sonderaktion für Flüchtlinge“, so Stephanie Thomas.

Als Spendensammler kommen auch Privatpersonen und Unternehmen in Betracht. Hier akzeptiert das Finanzamt den vereinfachten Zuwendungsnachweis nur, wenn Spenden auf ein eigens eingerichtetes Treuhandkonto gezahlt und an eine steuerbegünstigte Organisation weitergegeben werden. Auch Sachspenden können eine wertvolle Hilfe für Flüchtlinge sein.

Viele geben neue und gebrauchte Sachen bei einer Hilfsorganisation ab, ohne Steuervorteile in Anspruch zu nehmen. Sachspenden lassen sich steuerlich geltend machen, wenn die Hilfsorganisation den Empfang mit einer so genannten „Sachspendenbescheinigung“ bestätigt. „Zudem müssen Spender gegenüber dem Finanzamt den Marktwert belegen“, sagt WWS-Beraterin Stephanie Thomas.

Bei neuen Gegenständen dient die aktuelle Rechnung als Nachweis über den Spendenwert. Bei gebrauchten Gegenständen ist die Sache etwas komplizierter. Spender sollten alle Sachspenden in einer Liste mit Kaufpreis, Kaufdatum, Zustand und Wert aufführen.

Die Spendenorganisation sollte die Richtigkeit aller Angaben bestätigen. Das Wohlwollen der Finanzbehörden hat Grenzen. Direkte Spenden an Flüchtlinge sind steuerlich nicht abzugsfähig. Es muss immer ein steuerbegünstigter Spendensammler zwischengeschaltet sein.

Jedoch ist Flüchtlingshilfe nicht immer steuerlich motiviert. Wer Flüchtlingen auf direktem Wege helfen möchte, hat die Möglichkeit bei der Jobsuche und Behördengängen zu unterstützen oder auch eine Patenschaft zu übernehmen.

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