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Aufgeräumt und übersichtlich mit attraktiven Sitzbereichen präsentiert sich der neue Laden. Auch die Außengestaltung in Firmenfarben lenkt die Blicke und Kunden ins Geschäft.  (Quelle: Stumpf)+Zur Fotostrecke
Aufgeräumt und übersichtlich mit attraktiven Sitzbereichen präsentiert sich der neue Laden. Auch die Außengestaltung in Firmenfarben lenkt die Blicke und Kunden ins Geschäft. (Quelle: Stumpf)

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Ladenbau

Die Bäckerei Appich in Gemmrigheim hat umgebaut. Der neue Laden verkörpert die Betriebsphilosophie.

Jürgen und Sabine Appich sind sich einig: „Wir wussten schnell, was wir nicht wollten.“ Nach rund einem Jahr der Planung wurde im letzten Oktober ihr Hauptgeschäft modernisiert. Entstanden ist ein Laden mit völlig neuem Gesicht. „Passt zu uns, passt in den Ort“, bringen es die beiden auf den Punkt. Umgesetzt wurde das Projekt zusammen mit den Fachleuten von Beko aus Leingarten.

Doch bis zur Eröffnung am Geburtstag von Sabine Appich war es ein weiter Weg. 1981 wurde der Laden zuletzt komplett umgebaut. In den 1990er Jahren erfolgte ein „Facelifting“, wie es Jürgen Appich nennt. Beleuchtung und Dekor wurden überarbeitet. „Doch der Laden passte nicht mehr in die Zeit“, war man sich schnell einig. So konnte die Bäckerei den Trend zum Außer-Haus-Konsum kaum bedienen, lediglich ein Stehtisch stand im alten Laden. Heute präsentiert sich das Bäckerfachgeschäft völlig neu. Bereits von außen ist klar erkennbar, dass mehr als ein Facelifting vorgenommen wurde. Eine automatische Eingangstür, große Fensterflächen über zwei Seiten und eine Fassade in den Firmenfarben und Logo ziehen die Blicke der Passanten in das Geschäft.

Drei Wochen hatte man für den eingeplant und dass diese Frist auch eingehalten wurde, sei vor allem der genauen Zeitplanung von Beko Ladenbau geschuldet. „Die haben alles geplant und auch die örtlichen Handwerker koordiniert.“ Natürlich habe es auch Probleme gegeben, doch die wurden gemeinsam gelöst, erklärt Jürgen Appich, weil man mit den Planern von Beko „gut zusammenarbeiten“ konnte.

Verschiedene Sitzbereiche

Im Inneren zeigt sich der Laden um ein gutes Drittel größer. Das „Ladenstübchen“, also der Raum in dem Bleche und vieles andere gelagert wurden, ist weg gefallen. Der neu geschaffene Platz wird für einen Sitzbereich mit 14 Plätzen genutzt. Durch die großen Fenster wird ein romantischer Blick auf die Fachwerkfassaden der Nachbarhäuser ermöglicht. Geschickt abgetrennt wird der Sitzbereich durch die Platzierung von SB-Regalen und eines SB-Getränkekühlschrankes. Weitere Sitzplätze wurden durch drei halbhohe Hocker geschaffen, die vor einem Tresen am Fenster platziert sind. „Für uns war es unabdingbar, dass auch Toiletten eingebaut werden“, erklärt Jürgen Appich mit Blick auf das neue Caféangebot. Für ihn gehöre dies zum Service, obwohl es baurechtlich nicht nötig sei.

Im Einvernehmen mit der Gemeinde kann in der warmen Jahreszeit der Platz vor der Bäckerei bestuhlt werden. Jürgen Appich: „Ein Gewinn für alle. Die Gemeinde wird attraktiver und wir können unser Angebot ausbauen.“ Wobei sein Sortiment klar auf die Kernprodukte des Bäckerhandwerks fokussiert ist. „Wir bieten im das an, was es bei uns in der Theke gibt“, sagt Sabine Appich.

Kaffee zieht an

Die hohe Qualität des Sortiments sollte auch durch das Kaffeeangebot untermauert werden. Nach verschiedenen Tests haben sich Sabine und Jürgen Appich letztlich für Kaffee von Darboven entschieden. „Eine Frage des guten Geschmacks und der Bekömmlichkeit“, lächelt Jürgen Appich und verweist auf seine eigenen Erfahrungen mit Kaffee.

Kaffeezeit ist bei Appich vor allem vormittags zwischen 9 und 11 Uhr und nachmittags. Dabei genießen Kunden aus den verschiedensten Zielgruppen das neue Angebot. „Wir sehen, dass unser Laden angenommen wird“, freuen sich Sabine und Jürgen Appich. Denn von vornherein war klar, dass der Laden nicht nur zu ihnen passen sollte, sondern auch zum Ort und den Kunden. Klare Linien, der bewusste Verzicht auf „Schnick-Schnack“, wie Jürgen Appich betont, waren das Ziel. „Die Kunden sollen ja unser Angebot wahrnehmen und sich nicht über den tollen Laden auslassen.“ Bei Besichtigungen von verschiedenen Referenzobjekten habe er dies auch schon anders wahrgenommen.

Doch Beko Ladenbau konnte hier beste Referenzen und das beste Konzept vorlegen. Sabine Appich spricht von einem „aufgeräumten Laden“. Dekorelemente sind kaum zu finden. Vielleicht kann der große Spiegel an der Rückwand des Sitzbereichs dazu gezählt werden. Das war’s dann auch schon. Selbst die Lampen im Sitzbereich, aber auch über der Theke sind vor allem funktional, ohne durch ihre Schlichtheit an Ästhetik zu verlieren. Die Theke ist als Tischtheke konzipiert und lenkt die Blicke auf die präsentierte Ware. Bei der Beleuchtung wird auf LED-Technik von Bäro gesetzt. Jürgen Appich geht davon aus, dass sich die Mehrkosten für diese Technik innerhalb von drei Jahren durch geringeren Stromverbrauch amortisieren.

Drehbarer Blickfang

Auffällig ist der Brotbaum, der nach Aussage von Jürgen Appich wohl einzigartig ist. Dieser einem alter Brotbaum nachempfunden, wie er vor Jahrzehnten zur Brotaufbewahrung genutzt wurde. Den neuen Brotbaum baute dann Beko Ladenbau. Auf dem automatisch angetriebenen, gut ausgeleuchteten Blickfang wird nun das Backhausbrot präsentiert, eine der hauseigenen Spezialitäten. Zur Eröffnung lud man dann vielsagend ein mit dem Slogan „Pflück Dir ein Brot“.


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Drei Kühlsysteme garantieren in der Theke das jeweils richtige Klima, während das motivierte Team für die entsprechende Atmosphäre im Café sorgt. Zur Reinigung wird der Auszug nach vorn ausgefahren.
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