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Erste Ernte-Infos 2009

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Backfähigkeit bei Bio-Roggen gut, Bio-Weizen mittel

Ladenburg (p). Nach ersten Auswertungen der aktuellen Bio-Getreide-Ernte in 2009 kann die BÄKO-Zentrale Süddeutschland eG bereits folgende Einschätzungen treffen und Trends ablesen:

Hinsichtlich der Erträge und auch Qualitäten bestehen große regionale Unterschiede aufgrund der sehr unterschiedlichen Standortbedingungen und klimatischen Verhältnisse während der Wachstumsperiode. Die Erntemengen werden den Marktbedarf decken, allerdings wird ein Teil des Getreides aufgrund schlechter Qualität in den Futtertrog abwandern müssen. Differenziert nach Getreidesorten lässt sich folgendes Stenogramm zur ersten Information über Qualität und Markt erstellen:

Bio-Weizen: Die Ertragsmenge liegt im guten Durchschnitt (ausreichend bis viel). Qualität für das Backgewerbe eher unter dem Durchschnitt der letzten Jahre. Bessere Qualitäten sind nur mit Aufpreis erhältlich. Fallzahlen in Ordnung, aber unbefriedigende Protein- und auch Klebergehalte. Proteingehalte deutlich schlechter als in der Ernte 2008; stark schwankende Preise entsprechend der Qualität sind zu erwarten. Derzeit große Spekulationen mit Getreide in hohen Qualitäten; „Normalware“ wird mehr als ausreichend angeboten.

Bio-Roggen: Überdurchschnittliche Erntemenge mit guten Qualitäten, vergleichbar mit dem Vorjahresergebnis. Starke Schwankungen jedoch in Bezug auf die Fallzahlen.

Bio-Dinkel: Eher überdurchschnittliche Ertragsmengen mit ordentlicher Qualität. Protein- und Klebergehalte liegen zum Teil deutlich unter dem Vorjahresergebnis – die vorhandene Qualität ist jedoch ausreichend gut geeignet für das Backen. Die Fallzahlen sind in Ordnung. Folgende Sorten sind grundsätzlich im Einsatz: Frankenkorn, Oberkulmer Rotkorn, Badengold, Zollernspelz, Schwabenkorn, Bauländer Spelz, Ceralio, Ostro, Alkor und Reszack.

Bio-Hafer: Sehr gute Erträge mit entsprechendem Hektolitergewicht. Die Ernte kann größtenteils als Speiseware verwendet werden.

Bio-Gerste: Mittlere Ertragsmengen bei guten Qualitäten. Der Bedarf an Braugerste aus heimischer Produktion ist gedeckt.

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