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Ein Lächeln sorgt für gute Stimmung

Natürliche Freundlichkeit: Ein Lächeln darf nicht aufgesetzt wirken. (Quelle: Colourbox.de)+
Natürliche Freundlichkeit: Ein Lächeln darf nicht aufgesetzt wirken. (Quelle: Colourbox.de)

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Freundliche Mitarbeiter sind Imageträger der Bäckerei. Keine Verkäuferin ist jedoch immer gut drauf. Wie Freundlichkeit trotzdem gelingt.

Von Rolf Leicher

Wenn messbar wäre, lägen die meisten Leute im Mittelbereich, könnten sich also verbessern. In der Bäckerei erlebt jeder Kunde die Freundlichkeit des Personals subjektiv. Durch nette Verkäuferinnen entsteht Vertrauen, und das steigert das Image der Bäckerei. Auch die Bereitschaft des Kunden steigt, Nachteile wie Parkplatzsuche oder ungünstige Öffnungszeiten in Kauf zu nehmen.

Mit der richtigen Einstellung

die Ausstrahlung verbessern

Wer positives erlebt, hat es leichter dem Kunden gegenüber positiv zu wirken. Manchen ist die positive Ausstrahlung in die Wiege gelegt. Diese Menschen sind beliebt und man hat gern mit ihnen zu tun. Was kann jeder tun, um seine Freundlichkeit zu verbessern? Gibt es Maßnahmen, mit denen man Sympathie signalisiert?

Es kommt auf die Einstellung an. Und darauf, wie man mit Sorgen, Problemen, dem täglichen Stress und Hektik umgeht. Dazu sollte man auf schlechte Stimmungen achten und diese umprogrammieren. Je früher man Frust erkennt, desto leichter ist es, diesen zu bekämpfen.

Den Moment akzeptieren

und Negatives ausblenden

Es hilft, ein paar Sekunden zu überlegen: Warum bin ich schlecht drauf? Was muss ich für eine positive Ausstrahlung tun?

Die Antwort ist schnell gegeben: Negatives ausblenden, den Moment akzeptieren, auch wenn es schwer fällt. Wer überlegt, findet Positives. Man fühlt sich besser und strahlt das aus. Auch Kunden sind entgegenkommender und freundlicher, wenn man mit gutem Beispiel vorangeht.

Zufriedenen Mitarbeitern fällt es leichter, freundlich zu sein. Wer Ansprüche reduziert und den Weg des Minimalismus geht, erreicht schneller Freude. Auch Ärger und Wut lassen sich so bekämpfen. Negative Gefühle verschwinden, werden diese im Zusammenhang mit größeren Ereignissen betrachtet.

Natürliche Freundlichkeit entsteht jedoch nicht unter Druck, etwa mit dem Vorsatz: Ich muss freundlich sein. Das strengt an und ist nicht von Dauer. Aufgesetztes Lächeln wirkt wie ein Grinsen und ist als solches erkennbar.

Stress und schlechte Laune

fordern die Verkäuferin heraus

Stress im Laden ist herausfordernd und stellt die Freundlichkeit des Personals auf eine Probe. Der Kunde kann dafür nichts. Selbst wenn der Kunde unflätiges Verhalten an den Tag legt, sollte Mitarbeiter stets zuvorkommend bleiben. Das Chairman-Prinzip bedeutet, dass man Herr seiner Gefühle bleibt und sich nicht von der Laune eines Kunden beeinflussen lässt.

Ein Lächeln macht jedes

Kundengespräch angenehmer

Niemand lächelt den ganzen Tag, aber bei der Begrüßung an der Theke kommt es gut an. Lächeln macht aus viel Arbeit nicht weniger, aber sie geht leichter von der Hand. Ein freundliches Gesicht verkürzt das Kundengespräch nicht, aber es wird angenehmer. Ein Lächeln wirkt sich nicht auf die Qualität der Backwaren aus, aber es hilft. Eine freundliche Gesprächsführung ist für die Kundenbindung essenziell.

Zeigt sich der Kunde entgegenkommend und kramt nach passendem Kleingeld, sollte die Mitarbeiterin sich bedanken. Bei einer Geburtstagstorte, die abgeholt wird, wünscht die Verkäuferin eine schöne Feier oder gratuliert. Lächelt der Kunde, ist das freundliche Verhalten des Personals angekommen.

Manche Kunden legen auf

eine Begrüßung keinen Wert

Der erste Eindruck entsteht Sekunden bei der Begrüßung. Kunden freuen sich, wenn sie mit Namen angesprochen werden. Der Mitarbeiterin kann es trotz freundlicher Begrüßung passieren, dass der Kunde diesen nicht erwidert. Die Verkäuferin sollte sich davon nicht verunsichern lassen. Es gibt Kunden, die kommen lieber gleich zur Sache. Der Grundsatz, dass alle Kunden begrüßt werden, sollte deshalb nicht zur Debatte stehen.

Hallo und Tschüss

reichen als Grußformel aus

Kunden nicht negativ bewerten, nur weil sie nicht grüßen. Auch dessen äußeres Erscheinungsbild darf keine Rolle spielen. Zum ersten Eindruck gehört der Tagesgruß selbstverständlich dazu – egal ob Hallo, Grüß Gott oder Guten Morgen. Mit Grüß Gott ist man im Süden zeitunabhängig. Ein Hallo hat sich eingebürgert, vor allem wenn Kunden diese Grußformel nutzen. Bei der Verabschiedung passt dann Tschüss statt dem offiziellen Auf Wiedersehen.

Bei einer angespannten Stimmung im Laden kann Humor viel zur Entspannung beitragen.
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