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Ein Jahr Zeit.pl.an

Bäckermeister Karl Schrafstetter aus Mauern: „Zeit.pl.an ist eine ziemlich große Erleichterung!“ Fotos: Fettahoglu 
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Bäckermeister Karl Schrafstetter aus Mauern: „Zeit.pl.an ist eine ziemlich große Erleichterung!“ Fotos: Fettahoglu Fotos: Fettahoglu

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Unternehmensfuehrung

Anwender zeigen sich mit neuer Planungssoftware zufrieden / Jetzt auch online

Von Turan Fettahoglu

Ein Jahr nach Auslieferung der ersten Programmversion von Zeit.pl.an zieht der Landes-Innungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk eine positive Bilanz: Von den Anwendern kommen meist wohlwollende Rückmeldungen. Im Sommer konnte der hundertste Anwender begrüßt werden. Der Name des Programms ist eine Schöpfung aus den Worten „Zeit“, „Planung“ und „Analyse“. Zeit.pl.an ermöglicht eine mitarbeiter- und filialbezogene Einsatzplanung („wer soll wann, wo, wie lange arbeiten?“), die Erstellung von Stundenplänen auch für Springer und die Ermittlung von Nacht- und Feiertagszuschlägen. Ferner werden Urlaubs- und Krankheitszeiten überwacht, so dass man rechtzeitig eine Ersatzkraft einplanen kann. Durch einen Abgleich der geplanten mit den geleisteten Arbeitszeiten wird unter anderem das Führen von Arbeitszeitkonten ermöglicht.

Up to date

Auch vor der Veröffentlichung von Zeit.pl.an waren diverse Zeit- und Schichtplanungsprogramme für Bäckereien auf dem Markt. Manche waren noch für MS-DOS konzipiert, andere waren für eine mittelständische Bäckerei unerschwinglich oder wurden nicht mehr weiterentwickelt. Zeit.pl.an wurde in erster Linie für handwerkliche Bäckereien konzipiert. Zu den Anwendern gehören aber größere Betriebe ebenso wie kleinere Bäckereien mit einer Backstube und einer Verkaufsstätte.

Leichter Einstieg

Dank einer ausführlichen gedruckten Programmdokumentation konnten sich die Anwender meist auf eigene Faust mit dem Programm vertraut machen. Nach einigen Tagen „Ausprobieren nach Feierabend“ sind dem Anwender die wichtigen Programmpunkte vertraut. Für das Programmpaket werden auch Schulungen angeboten.

Die Zeitdarstellung in Balkendiagrammen wurde als besonders hilfreich empfunden: Hierdurch fällt sofort auf, wenn ein Mitarbeiter zum Beispiel wegen Krankheit ersetzt werden muss. Auch bei den Mitarbeitern wurden die übersichtlichen Einsatzpläne sehr begrüßt. Kleinere Bäckereien erstellen ihre Einsatzpläne gerne mit Excel-Listen. Hier stößt man spätestens an die Grenzen der Übersicht, wenn ein Mitarbeiter unbemerkt an zwei Arbeitsstätten gleichzeitig eingeteilt wurde. Zeit.pl.an prüft dies automatisch, so dass solche Überschneidungen sofort berichtigt werden können. Aber auch bei teilweise handschriftlichen Listen mit Zeitbalken stößt man schnell an die Grenzen der Übersichtlichkeit.

Weitere Schnittstellen

Ein Großteil der Anwender ist bisher in Bayern beheimatet. Aber auch in den anderen Bundesländern wurde das Programmpaket gut angenommen. Mittlerweile gehören sogar drei österreichische und eine niederländische Bäckerei zu den Anwendern, was beschleunigte Programmänderungen in Bezug auf regionale Feiertage, Frühzuschläge oder Telefon-Vorwahlen zur Folge hatte.

Bezüglich der Weiterentwicklung hängt vieles von den Wünschen und Bedürfnissen der Anwender ab. Der große Schritt wäre zum Beispiel die Anbindung an Stechuhren oder Datenkassen. Aber auch Verknüpfungen zu Office-Anwendungen wären durchaus denkbar. „Die Zeitplanung und -abrechnung ist eine höchst wichtige Aufgabe“, kommentiert Landesinnungsmeister Heinrich Traublinger das Programmpaket. „Wer Arbeitszeiten im Griff hat, geht bewusster damit um und optimiert das Betriebsgeschehen.“

Die Planungssoftware ist jetzt auch über das Internet erhältlich: Im Marketing- und Servicebereich der Internetseite www.baecker-bayern.de sind Programmbeschreibungen, Screenshots und eine Demo-Version zum Herunterladen freigeschaltet.

Mit der Internetpräsenz bietet der Verband eine zusätzliche Bestellmöglichkeit für das Programm, das mittlerweile bereits von über 100 Bäckereien verwendet wird. Zudem soll der Dialog mit gegenwärtigen und künftigen Programmnutzern intensiviert werden. Bereits in naher Zukunft sollen registrierte Nutzer auch Programmupdates per Internet beziehen können.

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