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Ein Bäcker macht Kaffee zum neuen Superstar

Barista-Meister Thomas Schießl und Schrader-Mitarbeiterin. (Quelle: Hoenig)+
Barista-Meister Thomas Schießl und Schrader-Mitarbeiterin. (Quelle: Hoenig)

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Feinste Maschinen, beste Bohnen, anziehendes Ambiente: Die aktuell eröffnete Filiale der Bäckerei Schrader ist viel mehr Café denn Shop mit Möglichkeit zum Vor-Ort-Verzehr

Von Dorothee Hoenig

Die Einrichtung des Cafés ist mit Sesseln aus den 1950er-Jahren – und gleichzeitig modern. Die bestimmenden Materialien sind Holz und Metall. So hat sich die neu gestaltete Scheeßeler Filiale der Bäckerei Schrader zur Neueröffnung im August vorgestellt.

Das Licht ist warm, gemütliche Sitzecken laden zum Entspannen ein. Im Eingangsbereich empfängt den Kunden die Theke mit dem Backwarenangebot, dahinter glänzen die neuen Kaffeemaschinen.

„Eine Bäckerei sollte ein Ort sein, an dem sich Menschen gerne aufhalten und wohlfühlen“, sagt Alexander Schrader: „Und in einer Bäckerei bekommen sie dazu auch noch für vergleichsweise entspanntes Geld etwas Gutes zu essen.“

Über Emotionen verkaufen – dieses Marketing-Konzept setzt die Bäckerei Schrader erfolgreich um. „Schrader, ein Stück seit 1990. Handwerkskunst, reine Zutaten und ganz viel Liebe“, steht im Firmenlogo, das kleinformatig auf Printprodukte wie Speisekarten gedruckt ist.

Im Großformat findet es sich an den Wänden des Cafés wieder. „Glückstee“ in verschiedenen Sorten gehört zu den Angeboten, und das soll für die Kunden „ein glücklicher Start in den Tag“ sein. So steht es auf der Tafel mit den Frühstücksangeboten.

Ein Frühstücks-Arrangement heißt zum Beispiel „Glücksmoment“. „Wir möchten unseren Kunden echte Glücksmomente verschaffen“, sagt Alexander Schrader: „Das wollen wir durch ein angenehmes und gute Produkte erreichen.“

17 Filialen betreibt die Bäckerei Schrader in Hamburg und in den niedersächsischen Landkreisen Stade, Harburg und Rotenburg. Der 32-jährige Alexander Schrader leitet den Betrieb zusammen mit seiner Frau, zwei Schwestern und gelegentlich der Unterstützung seiner Eltern. 80 Mitarbeiter beschäftigt das Familienunternehmen mit Sitz in Apensen. „Alle unsere Filialen bieten Premium-Kaffee an“, sagt Alexander Schrader: „Doch die Filiale in Buxtehude, die wir 2015 eröffnet haben, ist das erste große Café und das erste mit aus der Lagoa-Bohne. In Scheeßel haben wir weitergeführt, was wir in Buxtehude angefangen haben und den Schwerpunkt Kaffee sogar noch ausgebaut.“

„Die Lagoa-Kaffeebohne stammt von der UTZ- und Rainforest-Alliance-zertifizierten Kaffeefarm Fazenda da Lagoa in Brasilien“, erklärt Thomas Mittelstädt von „Meister Kaffee“. Ihre Herkunftsgeschichte steht in großen Lettern an einer Wand im Café.

Geschmack, kombiniert

mit feiner Optik

„Transparenz ist unseren Kunden wichtig – bei den Backwaren und beim Kaffee“, sagt Alexander Schrader. Und die Bohne ist das Herzstück des Kaffee-Konzeptes, das die Bäckerei Schrader in Kooperation mit dem Kaffeeanbieter „Meister Kaffee“ umgesetzt hat.

Dieses beinhaltet zum einen die Kaffeesorten Espresso, Caffè Crema und Filterkaffee, zum anderen gehören auch hochwertige Kaffeemaschinen sowie Werbe- und Präsentations-Mittel dazu. Unter Glasglocken präsentiert werden die Kaffeetüten, die der Kunde für zuhause kaufen kann.

Gegenpole aus Exotik

und Apfelkisten

Dekorations- und Wohnaccessoires, die ferne Länder und Kaffee zum Thema haben, drücken der Innengestaltung des Cafés Schrader ihren Stempel auf. Als Gegenpol das Regionale mit dem Bezug zum „Alten Land“, dem Apfelanbaugebiet vor den Toren Hamburgs.

Apfelkisten sind in die Vorderfront der Theke integriert und dienen außerdem als Regale für Verkaufsprodukte. Ähnlich sieht es auch in der Filiale in Buxtehudes Innenstadt aus. Mobiliar und Wand-Deko sind ähnlich, doch die Verkaufstheke ist wesentlich kleiner. Dort steht nur eine einzelne Kaffeemaschine.

Schmales Brotregal,

Hochglanz-Optik

Das Café in Scheeßel betritt der Kunde von der Kopfseite her. Der Verkaufstresen mit den Backwaren streckt sich rechts in den Raum hinein. An der Rückwand vorne steht ein für eine Bäckerei ungewöhnlich schmales Brotregal.

Und in der Mitte, rechts an der Wand, befinden sich als unübersehbare „Eye-Catcher“ die Kaffeemaschinen, zwei davon in Hochglanz-Optik in Silber und Gold.


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    Werner Kräling | Pierre Nierhaus | Bernd Kütscher | Rainer Veith

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    Werner Kräling | Jürgen Rieber

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