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Computersysteme erleichtern die Arbeit in vielen Bereichen des Unternehmens: Vernetzungen sorgen für immer neue Möglichkeiten.

Von Markus Nitz

Der Einsatz spezieller EDV-Lösungen hat in Bäckereien eine mittlerweile über 30-jährige Geschichte. Die Programme für Bäckereien wurden immer weiter an die Bedürfnisse des Marktes angepasst. Zusätzliche Funktionen kamen dazu, wie beispielsweise die Lagerverwaltung und der Wareneinkauf. Die Filialabrechnung rückte immer weiter in den Fokus sowohl der Anbieter als auch der Kunden. Moderne Kassensysteme erlaubten die Entwicklung zu den heutigen Standards. Dazu gehört eine regelmäßige Kommunikation zwischen Verwaltung und Filialen, die moderne Netzwerk- und Kommunikationssysteme ermöglichen. Übertragen werden unterschiedlichste Daten wie Sortimente, Preise, Aktionen, Bestellvorschläge, Retouren, Bestände, Bestellungen und Mitarbeiterzeiten. Einige Systeme erlauben aus dem Büro eine Live-Überwachung der Kassiervorgänge. Auch in der Produktion und in der Logistik kamen Anwendungen dazu, zum Beispiel für die Verwaltung der Rezepturen, Teigaufbereitung und die Verteilung der hergestellten Produkte. Auch hier sind vernetzte Lösungen erhältlich, die es erlauben, dass Komponenten wie Silos ihren Füllstand oder Fehlermeldungen ins Büro und an gewünschte weitere Terminals weiterleiten.

In Zukunft werden wohl viele Anwendungen in allen Bereichen des Unternehmens über das Internet gesteuert werden. Dies erlaubt einen schnellen, flexiblen, komfortablen und, dank moderner Sicherheitstechnologien, auch sicheren Zugriff. Eine Integration einzelner Lösungen in ein bestehendes System ist auf dieser Ebene deutlich einfacher als es teilweise heute möglich ist, wo Schnittstellen oft eine Hürde bei der Integration darstellen.

Die Branchenlösungen des Anbieters Comp Data sind Comback und TurboBack XP. Comback stellt die Branchenlösung für größere Backbetriebe und Filialunternehmen dar, umfasst alle wichtigen Abläufe eines Betriebes und liefert Informationen über einzelne Bereiche wie beispielsweise über die Bestellabwicklung, die Warenwirtschaft und die Filialabrechnung. TurboBack XP ist ein explizit für kleine und mittlere Bäckereiunternehmen konzipiertes Programm, dessen zentraler Bestandteil es ist, eine einfache und übersichtliche Bestellabwicklung zu ermöglichen. Beide Anwendungen wurden überarbeitet und den heutigen Anforderungen der sich stets weiterentwickelnden Bäckereibranche angepasst.

Djucom bietet Systeme zur Zeiterfassung und Personaleinsatzplanung an. Die Zeiterfassung Djutime kann die Arbeitszeitdaten aus verschiedenen Quellen, wie Kassensystemen und anderen Hardware-Terminals, beziehen. Eine Anwesenheitsübersicht ist in Echtzeit möglich. Durch die Software lassen sich Arbeitszeitkonten einfach und übersichtlich verwalten. Die Soll- und Ist-Zeiten werden anschaulich dargestellt.

Information überall

Goecom hat seine Software weiter verbessert, um sie an die Bedürfnisse der Bäckereien anzupassen. Eine der großen Neuerungen ist der „Marvin Information Client“. Mit diesem Client wird die Möglichkeit geboten, einfach und zuverlässig mit Filialen, Wiederverkäufern oder der zentralen Datenbank zu kommunizieren. Egal, wo man sich aufhält – sämtliche Daten des Bestellwesens stehen jederzeit zur Verfügung. Dabei wurde besonderer Wert darauf gelegt, alle Wege der modernen Kommunikation zu nutzen und in Marvin einzubinden. Auf diese Weise können Daten sowohl über Handy als auch über Internet, PC-Direktverbindung übertragen werden.

Die Software OptiBack2 des Ravensburger Anbieters Optimo Software GmbH ist eine integrierte Lösung mit einem vielfältigen Leistungsspektrum, die hilft, die Strukturen und Abläufe des Unternehmens abzubilden. Ein modularer Aufbau und eine bedienerfreundliche Programmoberfläche mit standardisiertem Aufbau sah man bei der Entwicklung als elementare Grundanforderung.

Bei dem online-geführten Komplettsystem L-Control von Lebcon werden sämtliche Anforderungen an eine Bäckerei-Software wie Bestellabwicklung, Fakturierung, Backzettel, Verteilerlisten und Kassenbuchführung praxisnah realisiert. Funktionen wie Mehrfachbestellungen, Umbuchungen, Snack-Auflösung, Retouren-Optimierung, Einmalkunden und vieles mehr sind bei L-Control selbstverständlich. Arbeitszeiterfassung mit Personaleinsatzplanung sind als Option verfügbar. Als Controlling-System hilft Ihnen L-Control, Fehlentwicklungen für das Unternehmen und jede einzelne Filiale frühzeitig zu erkennen.

Warenverteilung

Mit B.I.T.-Logi bietet neben dem System von Toolbox Software auch Ulmer Kemo eine Dispositionssoftware an, die viele Vorteile gegenüber der manuellen Variante bietet. Die Warenverteilung wird effizienter, schneller und fehlerfreier. Mehr- bzw. Mindermengen lassen sich einfach nach Schlüsseln sinnvoll verteilen. Da nur die wirklich verteilten Mengen erscheinen sind die Lieferscheine exakt. Die zeitaufwendige manuelle Korrektur der Lieferscheine im Büro entfällt.

Bei Abweichungen zwischen produzierten und zu verteilenden Mengen kann dies durch B.I.T.-Logi rechtzeitig berücksichtigt werden. Dem Anwender stehen bei der automatischen Verteilung verschiedene Modi zur Verfügung, wie die Disposition der Ware erfolgen soll. Die hohe Flexibilität des Systems erlaubt es dem Nutzer, die verteilten Mengen jederzeit manuell zu korrigieren. Mit einer Verbindung zu B.I.T.-POS Touch Kassen ist es möglich, einen elektronischen Lieferschein über das B.I.T.-LOGI System an die Kassen zu senden.

Kassensysteme

Wer auf ein ausgefeiltes Warenwirtschaftssystem Wert legt, sollte auch seine Filialen im Griff haben. Hier helfen computergesteuerte Kassen, die Auswertungen deutlich erleichtern.

Ulmer Kemo bietet im Kassenbereich mit B.I.T.-POS Touch eine Lösung an, die sich in das Komplettprogramm des Herstellers integriert. Ein digitales Infoterminal lässt sich mit der Kasse koppeln und erlaubt es dem Kunden, Informationen zu einzelnen Produkten abrufen – zum Beispiel Nährwertangaben, Diabetiker-Hinweise, Zutatenlisten. Ebenfalls können Videosequenzen, Diashows oder andere Multi-Media Programme ausgeführt werden, um die Werbung direkt an den Kunden zu bringen. Optional lassen sich, für Filialen in denen bedient wird, Tischfunktionen (Bestellung über Tische, Bon-Splitting etc.) an der Kasse aktivieren. Die Tischbestellungen können stationär oder über ein mobiles Eingabeterminal erfasst werden.

Mit der QT-6600 Premium stellt Casio ein neues Kassensystem vor, das sich an die spezifischen Bedürfnisse von Bäckerei-Filialbetrieben anpassen lässt. Es bietet Platz für Wünsche oder Ideen und umfangreiche Ressourcen für die Betriebsplanung und -steuerung. Eine genaue Verkaufsauswertung des Tagesgeschäfts gehört ebenso dazu, wie eine Analyse zur systematischen Auswertung aller Bediener- und Verkaufsaktivitäten.

Da es sich hier nicht um ein PC-basiertes System handelt, haben Viren und Trojaner bei dieser Kasse keine Chance und auch nach einem möglichen Netzspannungsausfall kann sofort weiter gearbeitet werden – im hektischen Tagesgeschäft ein nicht unwesentlicher Vorteil.

Touch Screen-Technologie

FoxLogic bietet ein Kassensystem mit dem Namen Aktive-POS an. Bei der Hardware handelt es sich um ein leistungsfähiges, PC-basierendes Kassensystem der Firma Epson, Typ IR700, mit Farb-Touch-Screen, Kundendisplay, Thermo- oder Nadeldrucker, wahlweise Kartenleser und Scanner. Durch die Touch-Screen Bedienung ist der Umgang mit der Kasse schnell erlernbar und stellt auch für Aushilfen kein Problem dar. Auf Wunsch des Anwenders kann dieses System von sich aus aktiv werden, wenn zum Beispiel ein Mindestbestand bei einem Artikel erreicht wurde, in der Zentrale automatisch nachbestellen.

Die Aktive-POS vereinigt zwei Kassen in einem System. Zum Einen die normale Ladenverkaufskasse, wobei hier über die Bereichstaste innerhalb eines Bons z.B. auf Stehcafé umgeschaltet werden kann, um einen anderen MwSt-Satz zu berücksichtigen, und die Kellnerkasse mit Tischbedienung, wobei hier wahlweise mit oder ohne Schublade gearbeitet werden kann.

KMZ ist Fachhandelspartner für Vectron-Kassensysteme und bietet als Schwerpunkt Lösungen ausschließlich mit Kassensystemen dieses Herstellers an. Für die zweite Stufe des Controllings, nach der Warenwirtschaft und Zeiterfassung, bietet das Unternehmen die selbst entwickelte Software Filiafox an. Grundgedanke dieser Entwicklung war die Frage vieler Bäcker, wie man Tausende von Informationen, die täglich aus den Verkaufsstellen in der Zentrale eintreffen, selbst herausfiltern könne, erklärt das Unternehmen.

Vielfältige Ausstattungen

Mit der Palette an stationären, mobilen und hybriden Kassensystemen hält Vectron die passende Ausstattung für unterschiedlichste Filialkonzepte bereit. Die doppelte Plattformstrategie von Hard- und Software stellt dabei sicher, dass alle Kassenmodelle untereinander vernetzt werden können. Bediener- und Kundenwechsel über mehrere Kassen hinweg sind ebenso möglich wie einfacher Datenabgleich und gemeinsame Artikelstammpflege über alle Kassenmodelle. Die Kassensoftware ist auf die Anforderungen in der Bäckereibranche abgestimmt. Ihr Baukastenkonzept bietet zusätzlich vollen Zugriff auch auf Funktionen, die primär im Handels- und Fleischereibereich bzw. in Cafés und Restaurants benötigt werden.

Die Kassenlösung BackShop aus dem Hause Samuelson hält auf kleinem Raum Lösungen für alle üblichen, in einer Bäckerei anfallenden Aufgaben bereit. Die IBM-Kassen können mit ihrem 70 mm tiefen Gehäuse auf engstem Raum – an einem Rohr oder mit Fuß – installiert werden. Durch die WLAN Technik lassen sich mehrere Kassen bei Bedarf barrierefrei miteinander vernetzen. Nur noch eine Stromanbindung ist nötig. Das klassische Kundendisplay wird ersetzt durch einen 8“ TFT Bildschirm, welcher nicht nur die Kundenpreise anzeigt, sondern auch Angebote, Filme oder Präsentationen abspielen kann.

Durch den Touch-Screen in Verbindung mit einer auf die Backwarenbranche spezialisierten Software lassen sich Brötchen, Brote, Kuchen & Co. übersichtlich und benutzerfreundlich abbilden. Lästiges und langwieriges Auswendiglernen von Nummern entfallen, so können Auszubildende und Aushilfskräfte schnellstmöglich in den Verkauf eingeführt werden.

Seit vielen Jahren bietet die Kasucom Softwareentwicklung GmbH erfolgreich das Analysetool Lisa für Sharp- und Vectron-Kassensysteme an. Der Schwerpunkt ist die Archivierung des elektronischen Journals mit den daraus folgenden Auswertungen, die somit immer taggenau sind, auch bei nicht erfolgter Datenkommunikation. Die tägliche Kontrolle der aktuellen Filialumsätze gegen vordefinierte oder mit einem Aufschlag versehene historische Daten aus Lisa ist mit der Software möglich. Neben der grafischen Darstellung kann eine Ausgabe auch in kumulierter Form erfolgen, welche die aktuellen Abweichungen ab Monatsanfang darstellt.

Frei definierbare Grenzwerte ermöglichen die sofortige Erkennung von kritischen Ereignissen. Spezielle Schnittstellen zu den Backprogrammen erlauben eine zentrale Auswertung aller wichtigen Unternehmensdaten.

Der Kontrollaspekt steht auch bei der Firma OK GmbH mit ihrer Warenwirtschafts-Software BBN im Mittelpunkt. Dort ist man überzeugt, dass mit einem gezielten Einsatz von BBN in Verbindung mit einem elektronischen Kassensystem enorme Potenziale im Bereich Filialkontrolle und Filialsteuerung stecken. Bei den Filialkontrollmechanismen liefert BBN dem Anwender täglich die Übersicht über Inventur, gelieferte Werte, verkaufte Mengen, getätigte Umsätze abzüglich aller gegebenen Nachlässe und errechnet dabei sofort Fehlmengen getrennt nach Warengruppen. In der Filiale selbstproduzierter Snack wird dabei ebenso berücksichtigt. Beim geringsten Anfangsverdacht auf Schwund kann sofort in der artikelgenauen Abverkaufsliste kontrolliert werden, bei welchen Artikeln Fehlmengen auftreten, um dann sofort Maßnahmen zu ergreifen.

Die Auswahl an Kassensystemen ist insgesamt groß. Genau formulierte, individuelle Anforderungen, ein Auge auf der Zukunft des Unternehmens und Beratungsgespräche mit den Anbietern helfen hier, den genauen Bedarf zu ermitteln und ein passendes System zu finden.

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