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Die Butter-Erfolgs-Story: Eine Bäckermarke

Neu im Sortiment: Buttersiedegebäcke mit unterschiedlichen Füllungen oder auch ungefüllt.+Weitere Fotos (2)
Neu im Sortiment: Buttersiedegebäcke mit unterschiedlichen Füllungen oder auch ungefüllt.

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Firmenportrait

Wolf Butterback ist weiter auf Expansionskurs / Qualität der Teiglinge steht weiterhin im Mittelpunkt / Neue Produktion in Betrieb genommen

Fürth (kh). Einen Blick hinter die Kulissen eines der bedeutendsten Teiglingshersteller werfen zu dürfen, ist immer wieder spannend. Anlass für einen Besuch beim Spezialisten für Butterteiglinge war die Inbetriebnahme des neuen Werkes bei Wolf Butterback in Fürth.

Eine echte Erfolgsstory

Man könnte glauben, ein so großes und bedeutendes Unternehmen muss auf eine lange Tradition zurückblicken. Dem ist nicht so, in gerade einmal 15 Jahren hat es Wolf Butterback geschafft, einen der vorderen Plätze in der Riege der Teiglingsproduzenten einzunehmen. 1991 wurde das Unternehmen von Erwin Wolf gegründet und im November des gleichen Jahres lief das erste Hörnchen vom Band. Damals war das Unternehmen noch in ganz bescheidenen Räumlichkeiten, einer kleinen, gemieteten Backstube untergebracht. Bereits ein Jahr nach dem Start kam der erste Umzug in neue und größere Produktionsräume. Bis zum Jahr 1999 wuchs das Unternehmen weiter und es wurde an drei Standorten verteilt auf die Region Nürnberg/Fürth produziert.

Im Sommer 2000 bündelte man die Aktivitäten am heutigen Standort, wo Produktion und Verwaltung unter einem Dach Platz fanden.

Bis 2004 leitete Erwin Wolf das Unternehmen, dann zog er sich aus Altersgründen zurück und veräußerte Wolf Butterback an die Martin Braun KG, die den Betrieb als eigenständiges Unternehmen weiterführt.

2006 kam der Erweiterungsbau auf dem Nachbargrundstück hinzu, heute wird mit technisch auf dem neuesten Stand liegenden Technik ein breites Sortiment an Butterteiglingen produziert.

Seit kurzem gehören auch Siedegebäcke wie Berliner/Krapfen und Donuts zur Produktrange. Der Firmenphilosophie folgend, sind diese natürlich ausschließlich mit reiner Markenbutter hergestellt und werden in Butterreinfett gebacken.

Das Chargenprinzip

Der Umgang mit Butter, gerade beim Tourieren, ist nicht unproblematisch, wie man als Bäcker weiß. Eine schonende Aufarbeitung bei nicht zu hohen Temperaturen ist eine Grundvoraussetzung für qualitativ hochwertige Gebäcke. Das ist auch bei Wolf Butterback so. Hier wird der Teig zwar über eine automatische Laminierrange aufgearbeitet, dann aber nicht einfach an eine Aufarbeitungslinie übergeben, sondern er wird portioniert und unter Einhaltung von Ruhezeiten gekühlt zwischengelagert.

„Das alles wird bei uns natürlich dokumentiert und kontrolliert“, erklärt Georg Derrer, Leiter Vertrieb und Marketing bei Wolf Butterback.

Rückverfolgbarkeit ist für die Fürther nicht nur ein Thema, sondern schon längst umgesetzte Realität. Trotz der Größe des Betriebes ist noch vieles echte Handarbeit. Beispielsweise werden die Hörnchen nicht von einer Maschine gebogen, sondern von Hand. Die Produktionslinien vor allem für das breite Sortiment der gefüllten Produkte sind keine Mono-Linien, sondern es werden durch den Austausch von Modulen mehrere Produkte über eine Linie gefahren. Natürlich werden rationelle Chargengrößen verarbeitet, aber die Multifunktionalität der Linien bietet auch Flexibilität für neue Produkte und Innovationen.

Was sich jetzt anhört, als würde ausschließlich nach industriellen Kriterien produziert, ist in der Realität nicht so. Wolf Butterback steht für handwerkliche Qualität und nicht für industrielle Massenware. Die Produkte werden mit Sorgfalt über den gesamten Produktionsprozess begleitet. Da, wo Hände besser sind als eine Maschine, kommen diese zum Einsatz. Beispielsweise werden bei Pizzen bestimmte Komponenten von Hand aufgestreut. Auch die Schlusslage der Teiglinge wird händisch optimiert und nicht durch eine Maschine. Der hohe Personaleinsatz macht sich natürlich in der Qualität, aber auch in der Wertigkeit der Produkte bemerkbar.

Hohe Fertigungstiefe

Bei Wolf Butterback setzt man auf qualitativ hochwertige Rohstoffe für die über 60 Artikel umfassende Produktrange. Es wird für alle Produkte ausschließlich Markenbutter verwendet und selbst alle Füllungen werden nach hauseigenen Rezepturen im Betrieb selbst hergestellt.

„Wir sind für Qualität bekannt und müssen uns im Markt auch daran messen lassen. Kompromisse bei Rohstoffen oder der Aufarbeitung gehen wir bewusst nicht ein, wir haben ein hohes Qualitätsniveau und das wollen wir halten und wo möglich, noch ausbauen“, erklärt Georg Derrer.

Was die Flexibilität der Produktion angeht, so wird nicht in erster Linie darauf geschaut, was man mit der vorhandenen Technik alles produzieren kann, sondern danach, was an innovativen Produkten möglich ist. „Wir können unsere Anlagen dank des modularen Baukastenprinzips durch neue Bauteile flexibel auf neue Produkte einstellen, somit sind wir relativ schnell in der Lage, auch auf Trends aus dem Markt reagieren zu können“, erklärt Georg Derrer.

Hohe Leistungsfähigkeit

Zusammen mit dem Erweiterungsbau verfügt Wolf Butterback inzwischen über eine Produktionsfläche von ca. 16.700 qm inklusive der Kühlflächen. Im computergesteuerten Tiefkühllager, das 2.350 Palettenplätze aufweist, werden die Teiglinge bis zu ihrer Auslieferung an die Bäcker bei optimalen Bedingungen zwischengelagert.

Wolf Butterback konzentriert sich bei seinen Produkten auf Croissantteige und Plunderteige sowohl für den herzhaften als auch für den süßen Genuss.

Zahlreiche Produktinnovationen zeigen in jedem Jahr, wie kreativ man ist und wie abwechslungsreich ein Teiglingssortiment sein kann. Die letzten Produktneuheiten sind die Käseschnecke, die Pizzaschleife und als süße Verführung der Marille-Quark-Traum.

Die neue Produktrange der Butter-Siedegebäcke wurde erstmals zur iba präsentiert und fand bei den Kunden regen Zuspruch. Echte Butterberliner sind eben doch eine andere Qualitätsliga als die in Erdnussfett gesiedeten Verwandten.

Dadurch, dass die Produkte in unterschiedlichen Conveniencegraden angeboten werden, bieten sich dem Bäcker als Kunden noch zahlreiche Veredelungsmöglichkeiten. Auch bei Wolf Butterback ist man sich darüber im Klaren, dass es für den Bäcker wichtig ist, individuell auf dem Markt aufzutreten. Dazu bietet das Unternehmen eine ganze Reihe von Hilfestellungen an.

Schulungen und Seminare

Der Umgang mit Teiglingen, gerade im Verkauf, ist vielfach in der Praxis nicht so einfach, wie viele Denken. Man kann hier Fehler machen, die sich auf die Qualität auswirken. Für die Kunden – also die Bäcker – bietet man daher Schulungen an. Es geht dabei nicht nur um den richtigen Umgang mit der Ware, sondern auch um Veredelungsmöglichkeiten, die richtige Präsentation und eine Menge nützlicher Tipps auch für einen optimierten Abverkauf.

Dazu gehört natürlich auch die Beantwortung der Frage: Welches Sortiment erwartet der Kunde zu welcher Zeit?

Auch für die Verkaufsförderung hat man sich bei Wolf Butterback einiges einfallen lassen. Deckenhänger und vorgefertigte Preisschilder sind als Verkausförderungspaket erhältlich.

Schmale Verwaltung

Gerade einmal 15 Köpfe zählt das gesamte Verwaltungsteam bei Wolf Butterback. Demgegenüber sind in der Produktion rund 270 Personen beschäftigt. Dazu kommen dann noch 22 Fachberater im Außendienst und die Entwicklungsabteilung. Insgesamt stehen bei Wolf Butterback rund 310 Mitarbeiter in Lohn und Brot.

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