Anzeige
Verkauf & Marketing
Statt auf eine banale Filiale auf ein zweites Hauptgeschäft mit Etagenofen gesetzt
Keine Frage, das Backen im Laden kommt an. Diese Erfahrung konnte auch Dirk Voß, Inhaber einer Bäckerei in Stuttgart machen. Seit Oktober 2004 ist er im Stuttgarter Osten mit einem zweiten Standort am Markt.
Dabei handelt es sich um keine banale Filiale. Es ist das zweite Hauptgeschäft, wie Voß betont. Im Mittelpunkt des Geschehens: Ein Miwe Etagenbackofen, der am Freitag oder Samstag auch von zwei Bäckern betätigt wird. Aber auch die zwei bis drei Verkäuferinnen können je nach Bedarf ins Geschehen eingreifen. Vor den Augen der Kunden werden unter anderem Brezeln, Ciabattas, Blätterteiggebäck und halb gebackenes Brot produziert. Eine besondere Attraktion war die Herstellung des Weihnachtsgebäcks direkt hinter der Theke.
Zur Philosophie der Produktionstransparenz gehört für Meister Voß auch, dass praktisch alles selbst hergestellt wird. Selbst die hochwertigen Pralinen werden nicht zugekauft und sind ein hauseigenes Produkt. „Wir verwenden keine Backmittel, Vormischungen oder zugekauften Teiglinge“, so Dirk Voß, der in Kürze auch Weizensauer zum Einsatz bringen will.
Die Idee, vor Ort zu backen, ist dem Umstand zu verdanken, dass in der Backstube des ersten Hauptgeschäfts praktisch die Kapazitätsgrenzen erreicht waren. Vor allem aber entspringt sie der Überzeugung, dass hauseigene Handwerksproduktion durch „Frontbaking“ hautnah und verkaufsfördernd vermittelt werden kann. Mit Korte Ladenbau wurde dafür auf recht engem Raum eine Optimallösung gefunden, mit kleinem Stehcafé und einem fahrbaren Thekenbereich mit einer Aktionsfläche.
So ist es mit wenigen Handgriffen möglich, für die Sommerzeit eine Eistheke zu installieren – selbstverständlich bestückt mit Eis aus dem Hause Voß.
Für Voß geht die Rechnung mit diesem doch recht personalintensiven Konzept auf. Das Unternehmen ernährt immerhin 21 fest angestellte Mitarbeiter. Die Warteschlangen (vor allem Freitags und Samstags) vor dem zweiten Hauptgeschäft zeigen, dass die Action rund um Qualitätsbackware honoriert wird. Und das vor dem Hintergrund, dass es im Umkreis von 200 Metern insgesamt acht Verkaufsstellen von Backwaren gibt.
Croissants im ABZ-Vergleichstest
Grundlagen und Vorüberlegungen: Teiglinge richtig bewerten und Markpotenziale nutzenSeite VI Die richtigen Rohstoffe finden Vom Mehl bis zum Backmittel, die Rohstoffe entscheiden über die Qualität mitSeite VI/VII Vom Kneten bis zur Gare Spezifische Anforderungen der Teiglinge an die Knetung und die produktspezifische GareSeite VII Tiefkühlen und Backen Optimale Kälte und optimales Backen, spezielle Anforderungen von Teiglingen Seite VIII Grundrezepte für die Teiglingsproduktion Weizenvollkornbrötchen, Schnitt- und Kaiserbrötchen, Plundergebäcke und Croissant Seite VIII mehr...
Foto: Wolf" />