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Den Backstubengeruch kennen lernen

Obermeister Hans-Jürgen Matzker (Mitte), Vorstandmitglied Harald Hinkert (rechts) und Meister Dietrich Grundmann gaben den lokalen Medien bei der Vorstellung des Bäckerfrühschoppens gut gelaunt einen Vorgeschmack auf die Aktion.+Weitere Fotos (2)
Obermeister Hans-Jürgen Matzker (Mitte), Vorstandmitglied Harald Hinkert (rechts) und Meister Dietrich Grundmann gaben den lokalen Medien bei der Vorstellung des Bäckerfrühschoppens gut gelaunt einen Vorgeschmack auf die Aktion.

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Zweite Auflage des Dresdner Bäckerfrühschoppens fand bei den Innungsbetrieben große Resonanz

Dresden (ad). Den Geschmack der Kunden trafen 20 Mitglieder der Bäckerinnung Dresden mit der zweiten Auflage ihres Bäckerfrühschoppens. In ihren Backstuben drängten sich einen Sonntagvormittag lang die Kunden, um hinter die Kulissen des Bäckerhandwerks zu schauen und mit eigenen Augen zu sehen, wie frische Backwaren von Meisterhand zubereitet werden.

Dabei machte der Bäckerfrühschoppen bei seiner Premiere im vergangenen Jahr ganz und gar nicht den Eindruck eines Erfolgsmodells. Nur vier Mitglieder der Bäckerinnung Dresden waren damals bereit, sich am Frühschoppen zu beteiligen. Zuvor war die Idee, die Backstuben und Geschäfte jeweils am letzten Sonntag im April für die wissbegierige Kundschaft zu öffnen, während einer Innungsversammlung eingehend diskutiert worden. Zwar fand der von Obermeister Hans-Jürgen Matzker eingebrachte Vorschlag überwiegend die Zustimmung der Meisterkollegen, doch den meisten erschien die bis zum Frühschoppen verbleibende Zeit zu gering zur Vorbereitung der Veranstaltung.

In diesem Jahr war davon keine Rede mehr. Per Rundscheiben wurden die Innungsmitglieder über den Bäckerfrühschoppen informiert und zur Teilnahme aufgefordert. Insgesamt 20 Betriebe erklärten ihre Bereitschaft, unter dem Innungsmotto „Einigkeit macht stark“ bei den Kunden Flagge zu zeigen.

Kein Freibier ausschenken

Um den Betrieben die Organisation des Frühschoppens zu erleichtern, wurde in der Innung zudem ein farbiges Einladungsplakat kreiert, das die Meister in unterschiedlichen Größen bei der Bäko Ost ordern können. Außerdem enthielt das Rundschreiben Empfehlungen zur Durchführung des Frühschoppens bis hin zu dem Rat, kein Freibier auszuschenken.

„Zum einen haben wir nichts zu verschenken, zum anderen würden wir mit der kostenlosen Abgabe von Bier und Backwaren die falschen „Kunden“ anziehen“, begründete Obermeister Hans-Jürgen Matzker diese Empfehlung. „Dafür weisen wir daraufhin, dass der Verkaufserlös einem guten Zweck zugute kommt, zum Beispiel einem Kindergarten oder einer anderen sozialen Einrichtung.“

Einige Tage vor dem Termin des Frühschoppens luden die Dresdner Bäcker die ortsansässigen Medien zudem zur Pressekonferenz ein. In der gläsernen Backstube der Bäckerei von Meister Dietrich Grundmann erhielten die Medienvertreter bei frischen Brötchen, Bier und Kaffee buchstäblich einen Vorgeschmack auf die Genüsse, die die Besucher des Frühschoppens erwarten.

Auch die Jüngsten ansprechen

„Wir wollen unseren Kunden demonstrieren, wie im Handwerk gearbeitet wird“, machte Obermeister Matzker das Anliegen des Frühschoppens deutlich. „Bei mir kann sich in der Backstube jeder die Zutatensäcke anschauen und feststellen, dass da keine Chemie drin ist.“ Wichtig sei es zudem, auch die jüngsten Kunden anzusprechen, so Matzker. „Sie sollen den Geruch der Backstube kennen lernen.“ In seinem Geschäft hielt der Obermeister für die kleinsten Besucher des Bäckerfrühschoppens einfachen Quarkteig zum Ausrollen und Ausstechen bereit. Die größeren Kinder konnten ihr Geschick beim Flechten von Zöpfen unter Beweis stellen.

In Radebeul begrüßte Bäckermeister Tobias Heinze die Besucher des Frühschoppens per Handschlag und zeigte ihnen den Weg in die Backstube. Dort war zu sehen, wie Brötchen und Zöpfe hergestellt werden. Geselle Karsten Moschek bot den Gästen nur zu gern eine Portion Teig und die Möglichkeit zum Mitmachen an. Einem Besucher, der beim Teigflechten besonderes Geschick bewies, bot er an, gleich in der Bäckerei anzufangen.

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