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Deko ist wie der Sahnetupfen auf dem Kuchen

Saisonal passende Dekoration stimmt Kunden auf die Produkte ein. (Quelle: Fotolia)+
Saisonal passende Dekoration stimmt Kunden auf die Produkte ein. (Quelle: Fotolia)

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Ambiente besteht auch aus Dekorationstücken als schmückendes Beiwerk. So entsteht Einzigartigkeit.

Von Hans Stumpf

Der Wohlfühlfaktor eines Ladens entsteht über den Gesamteindruck. Der muss stimmen und stimmig sein. Die Dekoration des Objektes ist vermeintlich nur schmückendes Beiwerk. Hinterfragend betrachtet, ist die Ladendeko jedoch ein wichtiger Teil des Gesamtkonzeptes. Mit ihr kann die Bäckerei ihre Botschaft an die Kunden untermauern und festigen.

Stellt sich ein Bäcker als Traditionsbetrieb dar, muss sich dies auch in der Dekoration wiederfinden.

Die Geschichte

zum Schaustück

So lassen sich alte Fotografien aus der Firmenchronik mit überschaubarem Aufwand auf Leinwände oder sogar auf Fototapete reproduzieren.

Alte Gerätschaften wie Kuchenformen oder ein alter Kneter werden zum Hingucker für Gäste und Passanten. Idealerweise sollte zu diesen Gerätschaften eine Geschichte erzählt werden, die eben die Tradition des Betriebs widerspiegelt.

Laden- und Cafédekoration muss jedoch nicht zwangsläufig im „historischen Touch“ sein. Wer sich als junges Unternehmen darstellen will, muss entsprechend dekorieren. Dies kann der Backbetrieb sein, der moderne Kaffeespezialitäten anbietet. Die Kaffeebohne kann hier ein Thema der Dekoration sein.

Wortlose Werbung

für Kaffeekompetenz

Das lässt sich mit ganz einfachen Mitteln realisieren: Kaffeebohnen können ins gestreut werden. „Ein ganz einfaches, aber optisch ansprechendes Stilmittel“, sagt Ursula Schoder von der Bäckerei Schoder im fränkischen Seßlach. Zusammen mit einer übergroßen Tasse wird so wortlos für Kaffeekompetenz geworben.

Im Sitzbereich einer Bäckereifiliale können Fotos rund um das Thema Kaffee aufgehängt werden. Bildmaterial bieten die Kaffeelieferanten oder auch Fotoarchive im Internet an. So lässt sich die Geschichte des Kaffees vom Kaffeestrauch bis zur Kaffeespezialität in Bildern erzählen.

Lebensmittelattrappen

mit Vorsicht verwenden

Eine andere Möglichkeit ist, auf Lebensmittelattrappen im Schaufenster zu setzen. Wörner aus Leingarten ist einer der Anbieter. Alle Attrappen sind licht- und formbeständig, bis 80 °C waschbar.

Es kann zu einer Diskrepanz zwischen ausgestellter Ware und der Frischware kommen. Deshalb sollte genau überlegt werden, ob und was an Attrappen ins Schaufenster kommt.

Sinnvoll kann dies zum Beispiel im Pralinen und Schokoladenbereich sein. Diese Produkte sind besonders licht- und temperaturempfindlich. Mit Attrappen kann zumindest auf das Sortiment im Laden aufmerksam gemacht werden.

Schaufenster

verlieren an Bedeutung

Wobei vielfach die Schaufensterdekoration an Bedeutung verliert. Der Grund ist, dass Schaufenster in ihrer klassischen Form zunehmend verschwinden.

Sie werden durch bodentiefe Glasflächen ersetzt, die im Sommer weit zu öffnen sind. Hier darf nicht der Fehler gemacht werden, diese Glasflächen mit Plakaten zu verunstalten.

Gleiches gilt für die Wandflächen im Laden- und Gastbereich. Dort aufgehängte Bilder sollten immer einen Bezug zum Unternehmen und / oder zur Region haben.

Bäcker stellt Wände für

Ausstellungen zur Verfügung

Das können die erwähnten historischen Bilder genauso sein wie aktuelle Bilder von Produkten des Betriebs oder Einblicke in die Produktion.

Eine ganz andere Möglichkeit ist, die Wandflächen für Ausstellungen zur Verfügung zu stellen. Dies macht zum Beispiel die Bäckerei Butterbrot in München. Inhaber Walter Spannagel bietet Kunden die Möglichkeit, ihre Bilder auszustellen und zu verkaufen. „Das bringt uns Umsatz, macht den Laden aber auch in der Summe attraktiver, weil die Kunden immer wieder Neues sehen“, sagt Walter Spannagel zu seiner Strategie.


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