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Datendiebe profitieren von Leichtfertigkeit

Um sich vor Datendiebstahl wirkungsvoll zu schützen, müssen Bäcker verstärkt in die Sicherung ihre Daten investieren. (Quelle: Fotolia/Kamasigns)+
Um sich vor Datendiebstahl wirkungsvoll zu schützen, müssen Bäcker verstärkt in die Sicherung ihre Daten investieren. (Quelle: Fotolia/Kamasigns)

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Kassen, die mit dem Internet verbunden sind, werden auch von dort bedroht. Schutz bieten nur Firewalls.

Von Hans Stumpf

Je mehr eingesetzt wird, desto größer wird das Risiko von Ausfällen. Besonders ärgerlich ist das, wenn Manipulationen von außen das System lahmlegen. „Computerkassen sind prinzipiell angreifbar“, sagt Reiner Veit, Geschäftsführer beim IT-Spezialisten , mit Blick auf die Sicherheit betrieblicher Netzwerke.

Die Kassen in den Filialen sind Teil der betrieblichen Hardware-Infrastruktur. Das heißt, sie können Einfallstor und Angriffsziel von Schadangriffen gleichzeitig sein. „Wenn in eine neue Filiale hohe Beträge investiert werden, darf es an einigen hundert Euro für eine Firewall in den Kassen nicht fehlen“, sagt Veit und sieht noch zu oft fehlendes Problembewusstsein in der Branche.

Kassen bieten

Angriffsfläche

Wobei Betriebe jeglicher Größenordnung schon mal Ziel von Angriffen waren. „EDV-Sicherheit ist heute genauso wichtig, wie das Zusperren der Ladentür am Abend“, sagt ein EDV-Fachmann.

Und in den Filialen seien es vor allem die Kassen, die Angriffsfläche bieten. Er spricht von „Endpoint-Security“ an den Computerkassen. Über diese kann zum Beispiel bestimmt werden, welche Programme aufgerufen werden.

Sicherheitsfaktor Mensch:

Angestellte und Kunden

Für Reiner Veit ist das Sicherheitsrisiko Mensch hoch. Dies könnten Mitarbeiter und Gäste gleichermaßen sein. „Wir empfehlen zum Beispiel, dass USB-Anschlüsse an Kassen bautechnisch abgeschaltet werden“, sagt Veit.

So könne verhindert werden, dass über einen USB-Stick Daten auf- oder abgespielt werden. Zumal Kassendaten zunehmend auch Kundendaten sind, die es zu schützen gilt.

Wichtigste Maßnahme bleibt die Absicherung des Netzwerks durch eine Firewall. Diese muss ständig aktuell gehalten werden. Sie prüft unter anderem, ob Programme aufs oder aus dem Internet auf den Computer zugreifen wollen und dürfen.

Nicht nur Programme sind von den Schutzmaßnahmen betroffen. Sollte ein fremder Computer unerlaubt auf den eigenen Computer zugreifen wollen, blockiert die Firewall dessen unerlaubten Versuch eines Zugriffs. Es gilt aber auch, den E-Mail-Verkehr abzusichern, um vor Spam-Mails und Spyware geschützt zu sein.

Hackerangriff als

Bewerbung getarnt

„Heimtückisch ist, dass Stellenausschreibungen als Basis für Angriffe verwendet werden“, nennt Reiner Veit die von Hackern. Über infizierte, aber echt aussehende Bewerbungs-E-Mails erhalten Unbefugte Zugriff auf das Netzwerk. Daher ist es wichtig, Mitarbeiter zu sensibilisieren, Anlagen erst nach sorgfältiger Prüfung zu öffnen.

Neben Kassen bieten auch mobile Endgeräte eine Angriffsfläche. Deshalb kommt dem Mobile Device Management (MDM) eine zunehmende Bedeutung zu.

Damit lassen sich die mobilen Geräte verwalten, sie können geortet und auf Knopfdruck ihre Daten gelöscht werden. Auch lässt sich die Installation von Apps und Anwendungen damit beschränken.

Kommt es dennoch zu einer Infizierung des IT-Netzwerkes, dann hilft meist nur noch eine Neuinstallation der gesamten Software. Ein Problem sind dann die gespeicherten bzw. nicht mehr gespeicherten Daten. Wobei die Sicherung der digitalen Unternehmensdaten oft stiefmütterlich behandelt wird.

Wird gesichert, dann ist es nach wie vor meist ein interner Server oder eine externe Festplatte, auf der die Daten landen. Bei Diebstahl der Festplatte oder einem Brand sind auch dort die Daten verloren. „Hier empfiehlt sich ein Backup in der Cloud beim Provider des Vertrauens, der die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung erfüllt“, rät Veit.

So lässt sich die alltägliche Arbeit auf dem lokalen Server ausführen, die Datenabsicherung erfolgt aber extern.

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