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Clever fahren – 25 Prozent Sprit sparen


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Kraftstoffverbrauch hängt vom Fahrverhalten ab / Tipps für den optimalen Fahrstil

Bonn (ppl). Die Kraftstoffpreise liegen unverändert auf hohem Niveau, und nichts deutet darauf hin, dass sich das in absehbarer Zeit noch einmal ändern wird. Im Gegenteil. Darum gewinnt das Thema Spritsparen auch für solche Autofahrer an Bedeutung, die daran bislang keinen Gedanken verschwendet haben. Auch Unternehmen, die Fahrzeugflotten unterhalten, ist sehr daran gelegen, dass ihre Mitarbeiter sorgsam mit dem teuren Benzin oder Diesel umgehen. Schließlich hängt der Kraftstoffverbrauch nicht nur vom Fahrzeug und der Motortechnik ab, sondern ganz entscheidend vom individuellen Fahrstil. Durch clevere Fahrweise lassen sich bis zu 25 Prozent einsparen – und zwar ohne Einschränkungen bei Fahrspaß und -komfort.

Guter Rat ist gar nicht teuer. Bereits seit 1995 bieten die gewerblichen Berufgenossenschaften gemeinsam mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat ein breites Maßnahmenbündel an, bei dem Spritsparen eine große Rolle spielt. Zusammen mit anderen Einrichtungen wie dem ADAC beteiligen sie sich an der Aktion „Neues Fahren: clever, sicher, weiter“, bei der Umweltschutz und Verkehrssicherheit eng miteinander verbunden sind. Zu dem Programm gehören beispielsweise auch Spritsparkurse. Aber auch im Internet können sich Fahrer informieren, die ihren Geldbeutel schonen wollen.

Unter der Adresse †www.neues-fahren.de “ gibt die Initiative ausführliche Fahrtipps. An erster Stelle steht: „Bei niedrigen Drehzahlen schalten und fahren.“ Denn mit höherer Drehzahl steigt bei gleicher Geschwindigkeit der Kraftstoffverbrauch. Moderne Motoren ermöglichen den niedrigsten Verbrauch schon bei niedrigtouriger Fahrweise – nicht zu verwechseln mit untertouriger unterhalb der Leerlaufdrehzahl.

Darüber hinaus wird ein optimaler Reifendruck empfohlen. Zu geringen Druck beeinträchtigt die Sicherheit und erhöht den Kraftstoffverbrauch. Schon 0,2 bar weniger erhöhen den Rollwiderstand um bis zu zehn Prozent. Das wird jedem einleuchten, der schon einmal mit zu platten Reifen Fahrrad gefahren ist.

Selbstverständlich sollten die regelmäßige Wartung des Fahrzeugs, der Verzicht auf überflüssigen Ballast, die Nutzung von Leichtlauföl und -reifen und der sinnvolle Einsatz von Nebenaggregaten wie Klimaanlagen sein. Wo es sinnvoll ist, sollte der Motor abgestellt werden. Dabei gilt: Drei Minuten Leerlauf verbrauchen etwa genauso viel Kraftstoff wie ein Kilometer konstante Fahrt bei 50 km/h und niedriger Drehzahl. Bei modernen Motoren ist das Abschalten des Motors ab einer Standphase von mehr als 20 Sekunden sinnvoll.

Gelassenes und vorausschauendes Fahren wirkt sich nach Angaben der Experten von den Berufsgenossenschaften positiv auf Sicherheit und Kraftstoffbilanz aus. Dazu gehört, Fahrstreifen frühzeitig vor einem Hindernis zu wechseln, sofern das Reißverschlussverfahren nicht angewendet werden muss.

Wer es versteht, den Schwung seines Fahrzeugs zu nutzen, kann Sprit sparen. Beim Anfahren, an einer Ampel genügt zwar ein leichter Druck auf das Gaspedal, der Kraftstoffverbrauch ist jedoch in diesem Moment sehr hoch. Wird an der nächsten Ampel wieder bis zum Stillstand abgebremst, geht kostbare Bewegungsenergie verloren. Wer dagegen den einmal erzeugten Schwung richtig nutzt, kann viele unnötige Anfahr- und Bremsvorgänge vermeiden. „Statt unnötig zum Stillstand zu kommen, bleibt man vielfach besser in Bewegung“, empfehlen die Fachleute.

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