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Benehmen sich Kunden daneben, ist Schluss mit lustig

Mutwillig zerstörtes Geschirr fällt unter Sachbeschädigung. Da muss der Gast zahlen. (Quelle: Fotolia)+
Mutwillig zerstörtes Geschirr fällt unter Sachbeschädigung. Da muss der Gast zahlen. (Quelle: Fotolia)

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Trunkenheit, Ladendiebstahl, Sachbeschädigung: Bei solchen Delikten sollten Unternehmer und ihr Personal rechtliche Schritte einleiten

Von Barbara Krieger-Mettbach

Bäcker Z. hat eine neue Filiale mit Imbiss in der Innenstadt eröffnet. Von morgens bis in den frühen Abend gibt es warme und kalte Speisen. Die Nachfrage boomt und schnell erkennt der Bäcker, dass viele Kunden um die Mittagszeit ein kaltes Gericht zum Mitnehmen kaufen.

Um die Theke zu entlasten, stellt er ein Kühlregal mit verpackten Salaten als SB-Ware auf. Davor stehen zwei Frauen, die Schalen herausnehmen, sie von allen Seiten betrachten, schütteln, zurückstellen.

Gerade will er seine Hilfe bei der Auswahl anbieten, als eine der Frauen eine Schale öffnet, am Inhalt riecht, sie der anderen hinhält, die ebenfalls daran schnuppert. Noch zögert er. Wenn die Frauen den Salat kaufen, muss er nicht einschreiten. Doch die überlegen es sich anders und wollen die Schale zurückstellen.

Kunden haften

für Schäden

Schnell spricht er sie an. „Entschuldigen Sie, ich habe gesehen, wie Sie die Schale geöffnet und daran gerochen haben. Aus hygienischen Gründen dürfen wir den Salat anderen Kunden nicht mehr anbieten. Ich bitte Sie, ihn zu kaufen.“

Rechtlich ist die Sache klar: Kunden haften für Schäden, die sie in der Bäckerei anrichten. In der müssen Bäcker oder Verkäuferin entscheiden, ob sie auf ihr Recht bestehen. Am besten ist es, einzuschreiten, bevor Schaden entstanden ist.

Bäcker Z. hätte seine Beratung früher anbieten müssen. „Ich sehe, Sie sind unentschlossen. Wie kann ich Ihnen bei der Auswahl helfen?“ Wollen die Frauen kaufen, lassen sie sich beraten. Vertreiben sie sich am Regal nur die Zeit, werden sie gehen.

Bei betrunkenen Kunden

aufs Verhalten achten

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