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Altersvorsorgeaufwendungen abziehen

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Steuerliche Voraussetzungen haben sich ab 1. Januar 2005 geändert

Hannover (pu). Ab 2005 können, wie bisher, Beiträge zur Renten-, Kranken-, Pflege-, Unfall- und Haftpflichtversicherungen als Vorsorgeaufwendungen abgezogen werden. Für die Rentenversicherung gelten jedoch andere Beträge als für die übrigen genannten Versicherungen. Als die Rentenversicherung sind die gesetzliche Rentenversicherung, landwirtschaftliche Alterskassen und berufsständische Einrichtungen zu betrachten. Beiträge zu solchen Versicherungen können zu höchstens 20.000 Euro bei Singles und 40.000 Euro bei Verheirateten geltend gemacht werden. Dieser Betrag ist allerdings bis zum Jahr 2025 zu kappen. Deshalb können für das Jahr 2005 nur 60 Prozent, also 12.000 Euro als Höchstbetrag angesetzt werden. Der Vom-Hundert-Satz erhöht sich bis 2025 um jährlich zwei Prozent. Beiträge zur Lebensversicherung sind nach wie vor begünstigt, wenn der Vertrag eine monatliche, auf die Lebenszeit begrenzte Zahlung ab dem 60. Lebensjahr vorsieht und der Anspruch nicht übertragbar ist.

Bis zu einem Höchstbetrag von 2400 Euro können die weiteren Vorsorgeaufwändungen abgezogen werden, wenn die Krankenversicherung allein getragen wird, bzw. bis 1500 Euro bei allen anderen Personen. Für Ehegatten gelten jeweils die doppelten Beträge. Zur Vermeidung einer Schlechterstellung wird bis zum Jahr 2019 von Amts wegen geprüft, ob nach der alten Regelung höhere Beträge hätten geltend gemacht werden können.

Neue Regeln für die Lebensversicherungsverträge sieht das neue Alterseinkünftegesetz ab 1. Januar 2005 vor. Von diesem Zeitpunkt an können Beiträge zu Kapitallebensversicherungen nicht mehr als Sonderausgaben abgezogen werden. Die Privilegierung dieser Lebensversicherungen wird bei den Einkünften aus Kapitalvermögen eingeschränkt. Erfolgt eine Versicherungsleistung nach dem 60.Lebensjahr und zwölf Jahre nach dem Vertragsabschluss, ist künftig die Hälfte des Unterschiedsbetrages zwischen der ausgezahlten Leistung und der Summe der eingezahlten Beiträge zu versteuern.

Die Beiträge des Arbeitgebers zu einer Direktversicherung sind auch zukünftig steuerfrei, wenn eine lebenslange Vorsorgezusage gegeben wurde. Allerdings dürfen die geleisteten Beiträge vier v. H. der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung nicht übersteigen. Diese Grenze erhöht sich um 1800 Euro, wenn die Vorsorgezusage nach dem 31.12.2004 erteilt wurde. Mit der Einführung der Steuerfreiheit entfällt die Möglichkeit der „Pauschalversteuerung von Direktversicherungsbeiträgen“. Erworbene Betriebsrenten-Anwartschaften können von einem alten auf einen neuen Arbeitgeber einverständlich übertragen werden. Für Pensionsfonds, Pensionskassen und Direktversicherungen besteht ein „Recht auf Mitnahme“, wenn der Übertragungswert die Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung nicht übersteigt.

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