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Als Meister immer am Ball bleiben

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Meisterfeier an der Sächsischen Bäckerfachschule: Die Hälfte der Absolventen mit guten oder sehr guten Ergebnissen

Dresden (p). „Sie müssten sich jetzt eigentlich wie ein Bergsteiger nach dem Erreichen des Gipfels eines 8000ers fühlen“, betonte Landesobermeister Michael Wippler in seiner Ansprache zur feierlichen Übergabe der Meisterbriefe an die Absolventen des Meisterstudienkurses M 29 an der Sächsischen Bäckerfachschule Dresden-Helmsdorf e.V. Die vielen Mühen und Entbehrungen während des Meisterstudiums sind zwar nicht ganz mit denen einer Bergbesteigung zu vergleichen, aber das positive Gefühl, die Anforderungen geschafft zu haben und nun den Meistertitel tragen zu dürfen, ist ähnlich erhebend und beflügelnd. Doch allzu lange sollten sich die 25 Jungmeisterinnen und Jungmeister nicht auf ihren Erfolgen ausruhen, riet Wippler. „Die Zukunft kann niemand vorhersehen“, warnte er. „Nur wer immer am Ball bleibt und sich ständig hinterfragt und kontrolliert, ist fit für die Zukunft.“

„Einen Meister zeichnen drei Eigenschaften aus, nämlich Wissen, Können und Wollen“ schloss sich Joachim Dirschka, der Präsident des Sächsischen Handwerkstages und Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig den Worten Wipplers an. „Als Jungmeister sind Sie jetzt Mitglied einer großen gesellschaftlichen Gruppe, die Tradition und Moderne miteinander verbindet. Nutzen Sie das in der Meisterausbildung erworbene Wissen und Können in Ihrer täglichen Praxis. Nur dann haben Sie die besten Chancen, im schwierigen Wettbewerb am Markt zu bestehen.“ Gerade im Osten Deutschlands mit seiner geringen Kaufkraft ist es schwierig, so Dirschka, sich gegen deutlich günstigere Mitbewerber aus Polen und Tschechien durchzusetzen. In diesem Zusammenhang gewinne das in der Meisterausbildung vermittelte Wissen über richtiges Marketing und effektive Werbung einen immer höheren Stellenwert.

In den vergangenen 20 Wochen hatten sich 26 Meisterschülerinnen und Meisterschüler umfassend und vor allem sehr praxisorientiert auf die Meisterprüfungen vorbereitet. 25 von ihnen sind zur Prüfung angetreten und etwa die Hälfte von ihnen hat die Prüfungen mit guten und sehr guten Ergebnissen bestanden. „Durchgefallen ist kein Einziger der Meisterschüler“, betonte Werner Kockisch, der Vorsitzende der Prüfungskommission. Ein Kursteilnehmer wird jedoch aus persönlichen Gründen die Prüfungen erst mit dem nächsten Meisterkurs beenden.

Die Meisterfeier des eben zu Ende gegangenen Kurses M 29 fand erstmalig im Hotel Königshof in Dresden statt. Der große Ballsaal dieses historischen Hauses bot einen idealen und sehr festlichen Rahmen für die 25 Absolventinnen und Absolventen und ihre mehr als 150 Gäste.

„Die Innung ist der fachliche und die Bäko die wirtschaftliche Organisation des Bäckerhandwerks“, betonte der Geschäftsführer der Bäko Leipzig-Halle eG, Dieter Holzhausen. Es sei für ihn daher wieder eine besondere Ehre, die besten Absolventen des Meisterstudienkurses mit dem „Förderpreis sächsischer Bäko-Genossenschaften“ auszuzeichnen. Diese Ehrung, die mit einem Barpreis von 300 Euro für den Besten und 200 bzw. 100 Euro für die Zweit- und Drittplatzierten verbunden ist, verdeutlicht die sehr gute Zusammenarbeit zwischen beiden Organisationen des Bäckerhandwerks in Sachsen.

Die besten Prüfungsteilnehmer des Kurses M 29 sind: Christian Nitsche (1. Platz), Jana Thieme (2.Platz) und Steffen Major (3. Platz).

Auch wenn die Meisterausbildung nun beendet ist, für 13 ehemalige Meisterschülerinnen und Meisterschüler ist die Zeit des Lernens jedoch noch nicht vorbei. Sie werden noch für ca. sechs Wochen die Schulbank an der Sächsischen Bäckerfachschule drücken und sich mit Fleiß und Engagement auf die Prüfung zum Betriebswirt (HWK) vorbereiten.

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