Ernährungs- & Warenkunde

Wirkt Hopfenbrot beruhigend?


Würzburg (ke). Zwar ist die Erntesaison der Hopfen-Dolden vorbei, doch könnte in diesem Jahr das Rankengewächs, das in Bayern ganze Landstriche prägt, einen unerwarteten Aufschwung erleben: Der Hopfen wurde zur Arzneipflanze des Jahres 2007 gekürt.

Hopfen (Humulus lupus) sei eine Kulturpflanze, deren Nutzung sich nicht nur auf das Brauereiwesen beschränke, begründete der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde an der Universität Würzburg seine Wahl. Vielmehr werde Hopfen zunehmend als pflanzliches Medikament verwendet. Extrakte aus den Hopfenzapfen bilden heute in Kombination mit der Baldrianwurzel auch die häufigste Darreichungsform pflanzlicher Schlaf- und Beruhigungsmittel.

Ob die beruhigende Wirkung auch für das Hopfenbrot gilt, das immer häufiger auf Brauereifesten gereicht wird, ist noch nicht nachgewiesen. Richtig allerdings ist, dass das aromareiche, leicht bitter schmeckende Gewächs als Zutat dem Brot eine unverwechselbare, typisch feinherbe Note gibt. Als Grundteig eignet sich wohl am besten ein Roggenbrotteig. Und weil schon im Bier Hopfen und Malz zusammen gehören, kann dies auch im Hopfenbrot nicht schaden. Wobei die Bäcker in der Hallertau – Bayerns größtem zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet – oder die Kollegen rund um Spalt, sicherlich weitere regionaltypische Spezialitäten mit den Dolden des Rankengewächses anbieten könnten.


Artikel vom 16.02.2007
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