Herstellungspraxis
Wasser wird in den Urzustand versetzt
Backversuche mit Grander-Wasser an der Bäckerfachschule in Baden bei Wien / Beste Ergebnisse mit Bio-Mehl

In Backversuchen in der niederösterreichischen Landesfachschule für Bäcker und Konditoren in Baden bei Wien wurde die backtechnischen Auswirkungen bei der Verwendung von Granderwasser geprüft. Foto: Stumpf
Die „Wasserbelebung“ hat der Tiroler Johann Grander in jahrelanger Forschungs- und Experimentierarbeit entwickelt. Er geht davon aus, dass Wasser in einen Zustand versetzt werden kann, in dem es so viel ureigene Energie hat, dass es diese an anderes Wasser weitergeben kann. Die Grander-Wasserbelebung wird ins eigene Wasserleitungssystem eingebaut und ist nach Herstellerangaben absolut wartungsfrei. Mehr als 200.000 Anwender der „Grander-Technologie“ gibt es bereits weltweit.
Der sogenannte Grander-Effekt beruht darauf, dass die ursprüngliche Ordnung und Stabilität, sowie die innere Struktur des Wassers wieder hergestellt werden soll. Dem Wasser wird nichts zugesetzt oder entnommen. Es wird durch energetische Kräfte belebt wie im Urzustand. Schon seit Jahren sind viele prominente Bäckereien stolz auf ihr „belebtes“ Brot und Gebäck, so der Hersteller.
In der niederösterreichischen Landesfachschule für Bäcker und Konditoren in Baden bei Wien wollte man an eine Wirkung von „belebtem“ Wasser nach Johann Grander bei Bäckereiprodukten jedoch nicht so recht glauben. Diplompädagoge Manfred Stefan, Fachvorstand der Landesfachschule, führte mit den angehenden Bäckern und Konditoren daher entsprechende Versuche durch.
Beim ersten Test wurde Weizenmehl zu Toasts verarbeitet. Teig A wurde mit normalen Leitungswasser hergestellt. Teig B mit Grander-Wasser. Man merkte zwar einen kleinen Unterschied, der jedoch nicht sehr berauschend war.
Vollkorn liegt vorn
Beim zweiten Versuch wurde mit biologischem Vollkornmehl experimentiert. Hier gab es ein völlig anderes Ergebnis: Bei einer groß angelegten Blindverkostung – immerhin nahmen 40 Personen daran teil – erhielt „Grander-Brot“ bei einer möglichen Bestnote von 5,0 die Note 4,78, während das „normale“ Brot 3,72 erreichte. Verkostet wurde ein Bio-Roggenvollkornbrot, dass wiederum mit Grander-Wasser bzw. mit normalen Leitungswasser hergestellt wurde.
Festgestellt wurden ein „geschmeidigerer Teig“ und eine „homogenere Struktur“ des fertigen Backgutes, überrascht war man auch vom größeren Volumen. Im Langzeittest – Frische nach drei Tagen – lag dann „belebtes“ Brot erwartungsgemäß ebenfalls deutlich vorne.
So zeichnete sich das Bio-Roggenvollkornbrot mit Grander-Wasser beim Test aus:
Sauerteig mit einem höheren Reifegrad;
Gleichmäßigere Gare und Teigentwicklung;
Höhere Gärstabilität und Gärtoleranz;
Um 16 Volumenanteile größeres Volumen;
Gleichmäßigeres Porenbild;
Geschmacksbeurteilung um 1,06
höher als beim Normalbrot.
Manfred Stefan resümiert: „Die Kombination von biologischem Vollwertmehl und „belebtem“ Wasser ergibt einen eklatanten Unterschied: Das „Grander-Brot“ ist viel schöner in seinem Aussehen, hält viel länger frisch und schmeckt ausgezeichnet!“ Bei den nächsten Jahrgängen sollen die Experimente wiederholt werden.
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