Betriebsreportage

Transparenz und Kaffee beleben den Umsatz

Bäckerei Diefenbach verlegt Stammhaus mit Produktion: Gläserne Backstube und Bistro mit Kaffeekonzept von Meister Kaffee sindErfolgsfaktoren


Weil der Stadt (pgö). Der 41-jährige Hermann Diefenbach stammt aus einer Bäckerfamilie in Ditzingen, die eine über 120-jährige Tradition besitzt. Wie seine beiden Brüder hat er sich für eine Laufbahn im Bäckerhandwerk entschieden. Vor 11 Jahren übernahm er in Weil der Stadt ein Pachtgeschäft mit einer Filiale. Ein paar Jahre später kam eine Produktionsstätte in Renningen dazu, um die für die eigenen Fachgeschäfte benötigten Teiglinge herzustellen. Im Laufe der Zeit wurde die Grenze der Produktionskapazität erreicht, räumliche Expansion war nicht mehr möglich.

Die Erkenntnis, dass viel Zeit und Geld förmlich „verfahren“ wurden, um von Produktion zu Verkaufsstätten zu gelangen, ließ den Entschluss reifen, nach einem neuen Standort zu suchen. Vor zwei Jahren war dieser im Industriegebiet des 10.000 Einwohner großen Weil der Stadt gefunden. Dank eines Bankenberaters, der ebenso unbürokratisch wie praxisorientiert mit und für die Bäckerei Diefenbach die Verhandlungen managte, gelang es binnen weniger Monate die Finanzierung zu sichern und das Projekt in einem frei werdende Gebäude eines Autohauses in Schwung zu bringen. Das bestehende, markante Gebäude wurde umgebaut, ausgebaut, erneuert und auf die Bedürfnisse eines backenden Betriebes mit 180 Quadratmeter großer Verkaufsstelle und Café-Bistro zugeschnitten.

Bereits am 25. Juli 2007 konnten die beiden Betriebsteile aus Weil der Stadt und Renningen umgezogen und am neuen Standort installiert werden. „Das war eine tolle Leistung meiner Mitarbeiter“ lobt Hermann Diefenbach. Alle haben kräftig mit angepackt, an einem Strang gezogen und der Betrieb musste keinen einzigen Tag geschlossen werden. Im neuen Stammhaus herrschen nun ideale Bedingungen für Mitarbeiter und Kunden. Die Backstube wurde zur Gläsernen Produktion ausgebaut. Raumhohe Glasscheiben erlauben den Mitarbeitern aus Bäckerei und Konditorei das Kommen und Gehen der Kunden mit zu erleben und schaffen ein Gefühl der Zusammengehörigkeit zwischen „vorne“ und „hinten“. Positiver Nebeneffekt: Die Backstubenmitarbeiter achten verstärkt auf Sauberkeit und Ordnung in ihrem Bereich. Außerdem sei die Identifikation mit den selbst hergestellten Produkten, mit deren Verkäuflichkeit und Nachfrage durch die Kunden gestiegen und die eigene Tätigkeit wird vom backenden Personal als höherwertig eingeschätzt. Somit wirke die Gläserne Backstube motivationsfördernd und diene der stärkeren Integration der Bäcker in den Betrieb.

Für die Verkaufsmitarbeiterinnen ist der direkte Einblick in die Backstube ein gutes Frischeargument im Verkaufsgespräch. Hier sieht der Kunde „live“, wo und wie die Backwaren entstehen. Das schafft Vertrauen und Transparenz.

Neben dem, von Ladenbauer Aichinger stilvoll und ansprechend gestalteten Verkaufsraum befindet sich ein moderner und gleichzeitig gemütlicher SB-Gastraum mit 60 Sitzplätzen. In der warmen Jahreszeit kann dieser um zahlreiche Plätze im Außenbereich erweitert werden. „Wir haben hier den ganzen Tag Sonne“ freut sich Hermann Diefenbach und hat im letzten Sommer erlebt, dass die Kunden dieses Outdoor-Angebot begeistert annehmen. Zumal in der Mittagszeit.

Rund 40 warme Essen gehen täglich durchschnittlich über den Tresen, Tendenz steigend. Das Kochen hat die Bäckerei „outgesourcst“, das heißt sie bezieht ihre Mittagessen direkt von Thomas Eisenhardt, der eine bekannt gute Metzgerei im Nachbarort führt. „Wir sind Bäcker und sollten uns auf unsere Kernkompetenz, das Backen, besinnen“ meint Hermann Diefenbach. Da er dem Kundenwunsch nach Mittagessen aber entsprechen möchte, überlässt er das Kochen dem Metzger-Profi und wirbt offensiv mit dieser Zusammenarbeit.

Überhaupt hält er viel von Kooperation, ist stets bereit, Synergieeffekte zu nützen und funktionierende Konzepte in das seine zu integrieren. So ist er auch zu Meister Kaffee gekommen. Im Jahr 2005 hat er sich für das „B-M-W“-Konzept der Bäko entschieden, das Meister Kaffee mit WMF-Maschinen beinhaltet. Die erste Presto-Kaffeemaschine installierte er im damaligen Stammhaus und ließ damit Meister Kaffee für die Kunden frisch aufbrühen. Das Konzept hat ihn überzeugt und nun setzt er es Schritt für Schritt in seinen Filialen um. Mittlerweile sind bereits 7 der insgesamt 10 Verkaufsstandorte mit den WMF-Kaffeemaschinen ausgestattet. „In einer Bäckerei, die mit Qualität und Frische wirbt, kann man keinen Kaffee aus der Warmhaltung anbieten“ weiß Hermann Diefenbach und erlebt täglich, dass die Kunden den Duft und Geschmack von frisch gebrühtem Kaffee besonders schätzen. Für das neue, stark frequentierte Stammhaus entschieden er und seine Frau Silvia sich für eine noch leistungsstärkere Maschine. Die Wahl fiel erneut auf das „B-M-W“-Konzept, dieses Mal mit der neuen „Bistro“-Maschine. Der komfortable Vollautomat brüht alle Kaffeespezialitäten auf Knopfdruck frisch auf, ist leicht zu bedienen und ausgesprochen schnell.

Die Schnelligkeit war eines der Kaufargument für das Ehepaar Diefenbach, denn vor allem in den ersten Stunden des Tages ist der Andrang in ihrem neuen Café-Bistro enorm. „Milchkaffee wird morgens am meisten verlangt“ lacht Silvia Diefenbach, gegen später stehen Cappuccino, Espresso, Chococcino, heiße Schokolade oder Latte Macchiato hoch im Kurs. Während des beliebten Sonntagsbrunches ist die Kaffeestation zentraler Anlaufpunkt, denn die Teilnehmer bezahlen am Brunchbüfett einen Festpreis und können so oft und so viel frischen Kaffee holen, wie sie möchten.

Die Investition in einen Kaffeevollautomaten, wie die neue „Bistro“, will zwar gut überlegt sein, sie rechnet sich aber, wenn man den Kaffeeumsatz, die besondere Kaffeequalität, die komfortable Automatikreinigung und die rasche, einfache Bedienbarkeit der Maschine betrachtet. Ihr schönes Design macht die „Bistro“ zu einem Hingucker. Ein übriges haben Silvia und Hermann Diefenbach durch eine Wasseraufbereitungsanlage getan. Diese „belebt“ Wasser, in dem sie es zwischen ausgewählten Edelsteinen aufwirbelt und ihm damit wieder „Struktur verleiht“. Das unter dem Namen „Elisa“ bekannte Verfahren hat bei den backenden Betrieben zahlreiche Anhänger und auch Familie Diefenbach ist überzeugt: „Die Oberflächenspannung wird durch die Edelsteine herab gesetzt und das Wasser erhält Gebirgsbachqualität“.

Hermann Diefenbach backt in seiner Produktion mit diesem Wasser und ist von den Ergebnissen angetan. Die Kunden des neuen Stammhauses kommen ebenfalls in den Genuss des besonderen Wassers, sie können sich kostenlos davon nehmen. Die Verwirbelung des Wassers durch die Edelsteine ist in einem dekorativen Schauglas sichtbar gemacht.

Natürlich wird auch der Kaffeevollautomat mit diesem Wasser gespeist und das ohnehin schon ausgezeichnete Meister Kaffee-Aroma kommt damit noch besser zur Geltung.

Infos zum Kaffeekonzept:

Tel. 040 6370-9940

www.meisterkaffee.de


Artikel vom 14.02.2008
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