Aus- & Weiterbildung
Sehr schmackhaft und liegt im Trend
Bäko Saar-Pfalz-Seminar zu kohlenhydratbewusster Ernährung: Slow-Carb-Produkte vorgestellt

Bernd Ginader (Plange) und die Ernährungswissenschaftlerin Anja Voigt stellten bei der Bäko in Homburg/Saar Slow-Carb-Produkte vor. Foto: Alt
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand jedoch Low-Carb beziehungsweise Slow Carb. „Carb“ ist die Kurzform für englisch „carbohydrates“, Kohlenhydrate. „Low“ heißt niedrig und „slow“ heißt langsam. Bei dem neuen Ernährungskonzept kommt es auf die Qualität der Kohlenhydrate an. Laut Anja Voigt gibt es verschiedene Arten. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Einfachzuckern, die schnell ins Blut gehen, einen erhöhten Insulin-Ausstoß bewirken und dann Heißhungerattacken auslösen können. Je weniger dieser leicht verfügbaren Kohlenhydrate (auch Netto-Kohlenhydrate oder „Net-Carbs“ genannt) aufgenommen werden, desto besser.
Der Ausdruck Slow-Carb deutet an, dass in dem entsprechenden Lebensmittel Kohlenhydrate vorkommen, die den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lassen. Slow-Carb-Produkte haben einen hohen Anteil an Ballaststoffen und Eiweiß. Sie sorgen für eine gute Sättigung. Dies hält den Stoffwechsel aktiv, ohne wie bei Einfachzuckern das Anlegen von Fettpolstern zu fördern. Im Gegenteil: Mit kohlenhydratarmer Ernährung kann der Abbau von Fettpolstern unterstützt werden. Deshalb ist dieses Ernährungskonzept ideal zum Abnehmen im Rahmen einer Diät, die eine eiweißreiche und kohlenhydratreduzierte Ernährung empfiehlt und speziell geeignet für Figur und Fitness bewusste Verbraucher, die Wert auf eine ausgewogene Ernährung legen. Kurz: Die „langsamen“ Kohlenhydrate sind gesund. Anja Voigt wies eigens auf den Vorteil für Zuckerkranke hin. „Für jeden Diabetiker heißt das: Er kann mehr essen“, sagte sie. Ein Slow-Carb-Brot weist nämlich weniger Broteinheiten als herkömmliche Brotsorten auf.
Die Firma Plange hat ein Ballaststoffkonzentrat aus Weizen, Erbse und Apfel entwickelt (eine 50%-ige Vormischung). Die Erbsenballaststoffe sind reich an Proteinen, die Apfelballaststoffe sorgen für eine sehr gute Frischhaltung und geben einen feinen Geschmack.
Das damit gebackene Brot zeichnet sich durch folgende Eckdaten aus: 57 Prozent mehr Eiweiß im Vergleich zu Weizenmisch- oder Roggenbrot, 25 Prozent mehr Ballaststoffe im Vergleich zu Vollkornbrot und 37 Prozent weniger Nettokohlenhydrate im Vergleich zu Weizenmisch- oder Roggenbrot. „Die Slow-Carb-Brote und -Brötchen schmecken und liegen im Trend“, befand Anja Voigt und ist überzeugt: „Das ist ein steigender Markt.“
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