Ernährungs- & Warenkunde
Schimmelpilzgifte erkennen
EU-Projekt im Zeichen des Verbraucherschutzes
Bremerhaven (tkl). Ein neuartiges Verfahren zur Früherkennung von Schimmelpilzgiften in Milch und Kaffee wurde unlängst am Technologie-Transfer-Zentrum (ttz) in Bremerhaven vorgestellt. Entwickelt wurde es im Rahmen des Projektes „Mycoplex“, für das teilweise auch finanzielle Mittel der Europäischen Union geflossen sind. „Frühzeitige Erkennung“ – das bedeutet in diesem Fall, dass schon geringste Mengen des Giftes Mykotoxin gefunden werden können, das von Schimmelpilzen wie Penicillium oder Aspergillus freigesetzt wird. Es kann schwere Krankheiten übertragen und ist nicht zuletzt für Kinder gefährlich.
Dank des neuen Verfahrens sind ein hundertmillionstel Gramm in einem Kilogramm Kaffee oder Milch feststellbar – und dieser Wert liegt sogar unter der von der EU vorgegebenen Schwelle. „Diese Detektierung äußerst geringer Konzentrationen von Mykotoxinen“, erläutert Projektleiterin Maria Bunke vom ttz, „hat entscheidende Vorteile: Die Sicherheit für den Verbraucher steigt. Hinzu kommt, dass die Industrie größere Verluste in der Produktion vermeiden kann, wenn Kontaminationen mit Schimmelpilzgiften frühzeitig erkannt werden.“ So könnten rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden, fügt Frau Bunke hinzu. Sie vermutet, dass die EU demnächst die Richtlinien zur Verbesserung der Verbrauchersicherheit erneut verschärfen wird; diese wurden erst 2002 aktualisiert.
Nach zwei Jahren Forschung und Entwicklung – beteiligt waren acht europäische Partner – wurde ein Prototyp geschaffen, der voraussichtlich 2007 auf den Markt kommen wird.
Weitere Nachrichten aus Praxis vom 07.12.2006:
Beste Plätzchenbäcker gesucht
Mit der Tüte ins Museum
Presse-Frühstück in der Backstube
Im Verein mit Größen aus der Politik
Nichts wird vergessen
Speziell für schwere Teige
Sekundenschnell halbieren
Geräte weiter im Vertrieb
Dinkelbrot mit Früchten
Daten gezielt auswerten

RSS

Zur Bildergalerie "Backkongress 2011"