Aus- & Weiterbildung
Regionalen Roggen besser vermarkten
IGV erhält Scheck vom Landrat zur Förderung des örtlichen Roggenabsatzes
Nuthetal (p). Eine besondere Initiative startete das Land Brandenburg mit einem landesweiten Tag des offenen Unternehmens am 12. Mai. Schwerpunkt dieser Aktion war die Information von jungen Leuten zu Möglichkeiten der Ausbildung und entsprechenden Entwicklungschancen in den unterschiedlichsten Berufsfeldern.
Auch die IGV Institut für Getreideverarbeitung öffnete ihre sonst auf Grund der exklusiven Forschung und Entwicklung geschlossenen Türen für Besucher. Mehr als 500 Interessenten informierten sich über die vielfältigen Entwicklungen und Aufgabengebiete des Institutes.
Neben den Informationen zu der Nutzung von Getreide in technischen Bereichen, wie zum Beispiel bei der Herstellung von Dämmstoffen, Verpackungsmaterialien, Bio-Treibstoff und Begrünungsplatten staunten die Besucher über die vielfältigen biotechnologischen Potenziale von Mikroalgen.
Großer Andrang herrschte auch in der Ausbildungsbäckerei des Institutes, wo Groß und Klein selbst Hand anlegen konnten bei der Herstellung von Backwaren. Verblüfft waren die Besucher, dass Roggenprodukte nicht dunkel und kompakt sein müssen. Das im Institut für Getreideverarbeitung (IGV) entwickelte Spezialmehl Rogginello überzeugte mit unterschiedlichen Produkten aus den Bereichen der Feinbackwaren, beim Brot und Kleingebäck die Besucher. Das zur Verkostung gereichte Ciabatta hatte die typischen mediterranen Eigenschaften: hell und locker. Zudem schmeckte es um eine Nuance saftiger und würziger als das Weizenprodukt. Im Zusammenhang mit der Fettleibigkeit spielt Roggen mit seinem höheren Ballaststoffanteil perspektivisch noch eine größere Rolle und wenn es dann noch frischer schmeckt, so urteilten die Besucher, dann sollte Roggen viel stärker in allen Backwaren eingesetzt werden.
Beeindruckt zeigte sich auch der Landrat des Landkreises Potsdam-Mittelmark, Lothar Koch, von der Innovationskraft des Institutes. Er überreichte dem Geschäftsführer des Institutes einen Scheck in Höhe von 17.000 Euro. Das Geld soll das Institut für die Vermarktung von Roggenbackwaren ohne Sauerteig im Landkreis einsetzen. Denn Produkte aus dem Getreide, das bevorzugt im Landkreis angebaut wird, sollen bekannter werden. So soll künftig ein Netzwerk von Bäckereien entstehen, die sauerteiglose Roggenrezepte verwenden und regionale Spezialitäten herstellen.
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