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QualitätsOffensive Brotscheiben sind ungleichmäßig geschnitten


Von Dieter Kauffmann

Geschnittenes Brot ist nicht nur im Kommen, Schnittbrot macht in vielen Bäckereien mittlerweile 75 Prozent und mehr des Umsatzes mit Brot aus. Nicht nur Berufstätige, Rentner und kleine Familien nutzen den Service immer häufiger, manche Bäckerei offeriert das geschnittene Brot sogar als nach Kundenwunsch selbst zusammenstellbare Mischung an. Dabei lässt sich der Kunde aus einer Auswahl von aufgeschnittenen Brotsorten seine Lieblingsbrote von der Verkäuferin in der gewünschten Anzahl zusammen stellen. Die Brotmischung wird dann gewogen und zu einem gut kalkulierten Mischungspreis verkauft. Dies ist unter Marketinggesichtspunkten sicher ein guter Weg, um aus der Vergleichbarkeit herauszukommen.

Allein die Umsatzanteile sind Grund genug, sich als Bäcker auch mal bewusst das Produkt anzuschauen, das aus der Brotschneidemaschine kommt. Denn für die allermeisten Bäcker ist die Beaufsichtigung des Herstellungsprozesses unter dem Gesichtspunkt der Qualitätsüberwachung dann abgeschlossen, wenn das Brot im Regal liegt. Der Kunde beurteilt das Brot aber erst dann, wenn er es zu Hause auspackt und auf den Tisch bringt. Dazwischen liegt unter anderem der Schneidevorgang und da kann ein 1A-Brot sogar richtig kaputtgeschnitten werden. Wenn das Ergebnis jetzt nicht wie gewünscht ausfällt, kann dies verschiedene Ursachen haben – technische Mängel an der Maschine und/oder einen Bedienungsfehler. Beim Fehler der zu ungleichmäßigen Scheibendicke muss in beide Richtungen gesucht werden und auch die Empfindlichkeit der jeweiligen Brotsorte darf nicht außer acht gelassen werden. Die Ungleichmäßigkeit wird insgesamt begünstigt, wenn das Brot beim Schneiden noch zu warm – zu frisch ist. Weiter könnten auch stumpf gewordene Messer verantwortlich sein sowie deren unterschiedlich straffe Spannung. Wird unter diesen Voraussetzungen geschnitten, beginnen die Messer zu schwingen und sorgen so für das ungleichmäßige Ergebnis. Wird eine Kreismessermaschine eingesetzt, könnte als Ursache ein ungleichmäßiger Vorschub in Frage kommen.


Artikel vom 13.01.2010
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